Wohneigentum & Haushalt – Schutz fürs Zuhause

Wohneigentum & Haushalt – Schutz fürs Zuhause

Schutz für Zuhause und Eigentum – damit Schäden planbar bleiben und Ihr Budget nicht kippt.

Wohneigentum & Haushalt | Schutz für Ihr Zuhause – Versicherungen erklärt

🌟 Einleitung

Marcus Wacker Geschäftsführer
Marcus Wacker, Geschäftsführer,Spezialist für Privatversicherungen

Ein Zuhause ist mehr als vier Wände: Es ist Vermögen, Rückzugsort und Alltagssicherheit. Genau deshalb wirken Schäden hier besonders hart. Ein Rohrbruch kann Böden und Wände ruinieren. Ein Brand kann das Gebäude unbewohnbar machen. Ein Einbruch kann nicht nur Wertsachen kosten, sondern auch das Sicherheitsgefühl. Und wenn Glasflächen, Photovoltaik oder ein Bauprojekt dazukommen, steigen Kosten und Komplexität schnell.

Viele denken bei „Haus & Wohnen“ zuerst an zwei Klassiker: Wohngebäude und Hausrat. Das ist richtig – aber nicht vollständig. Denn entscheidend ist immer die Frage: Was soll geschützt werden (Gebäude oder Inhalt)? Gegen welches Risiko (Leitungswasser, Feuer, Sturm, Einbruch, Glasbruch, Elementar)? Und in welcher Rolle handeln Sie (Eigentümer, Vermieter, Bauherr, Mieter, Betreiber einer PV-Anlage)?

Die gute Nachricht: Mit einer sauberen Struktur lässt sich der Schutz sehr klar aufbauen. Die schlechte Nachricht: Die meisten Fehler entstehen nicht durch fehlende Versicherungen, sondern durch falsche Annahmen. Typische Beispiele: falsche Versicherungssumme bei Hausrat, fehlende Elementardeckung, Unterversicherung beim Gebäude, unklare Zuständigkeiten bei Bauphase oder vermieteten Objekten, sowie enttäuschte Erwartungen bei Glas, Fahrrädern oder PV-Ertragsausfall.

Diese Seite zeigt Ihnen die wichtigsten Haus- und Wohnversicherungen so, dass Sie:

  • Ihre Risiken sauber zuordnen,
  • Leistungen und Grenzen realistisch einschätzen,
  • typische Ausschlüsse erkennen,
  • den Prozess im Schadenfall verstehen,
  • und am Ende eine stabile Schutzstrategie für Haushalt und Wohneigentum haben.
SituationHauptproblem im SchadenfallTypische passende Absicherung
Eigentümer eines HausesWiederaufbau/ SanierungskostenWohngebäude, ggf. Elementar
Mieter oder EigentümerwohnungErsatz von HausratHausrat, ggf. Fahrrad/Glas/Elementar
Viel Glas (Wintergarten, große Fronten)teurer Austausch/ MontageGlasversicherung
PV-Anlage auf dem DachTechnikschäden, ErtragsausfallPhotovoltaikversicherung
Bau oder UmbauSchäden während BauphaseBauleistungsversicherung
Vermieter/GrundstückHaftung bei Sturz/Schäden DritterGrundbesitzerhaftpflicht
Streit/Verträge rund ums WohnenRechtskostenRechtsschutzversicherung
Besondere Werteteures Instrument, hochwertiges BikeSpezialpolicen/ Bausteine

💡 Tipp: Starten Sie immer mit der Trennung Gebäude vs. Hausrat. Alles Weitere (Glas, PV, Bauphase, Haftung, Rechtsschutz, Spezialwerte) ist dann eine logische Ergänzung statt ein Sammelsurium.

1. Welche Risiken gibt es bei Wohnen & Haushalt? 🧭

Wer Wohneigentum und Haushalt absichert, sollte zuerst verstehen, welche Risiken überhaupt „groß“ sind. Die größten Kostentreiber sind nicht die kleinen Schäden, sondern Ereignisse, die Flächen, Substanz oder Nutzbarkeit betreffen. Dazu gehören Brand, Leitungswasser, Sturm/Hagel und in vielen Regionen zunehmend Elementargefahren (z. B. Starkregen, Überschwemmung). Beim Hausrat sind Einbruchdiebstahl und Leitungswasser typische Kostentreiber, weil nicht nur Gegenstände ersetzt werden, sondern oft auch Folgekosten entstehen (z. B. Aufräumen, Hotel, Reparaturen).

Die zweite Ebene sind Haftungs- und Rechtsrisiken: Wenn jemand auf Ihrem Grundstück stürzt oder wenn es Streit mit Nachbarn, Handwerkern, Mietern oder Behörden gibt, können Kosten für Anwälte, Gutachten und Gerichte entstehen. Das fällt nicht unter Wohngebäude oder Hausrat, sondern benötigt andere Bausteine.

RisikoartWas wird beschädigt?Welche Kosten entstehen typischerweise?Typische Absicherung
Feuer/BrandGebäudesubstanzWiederaufbau, Abriss, AufräumenWohngebäude
LeitungswasserGebäude + HausratTrocknung, Sanierung, ErsatzWohngebäude + Hausrat
Sturm/HagelDach, Fassade, FensterReparaturen, Gerüst, FolgeschädenWohngebäude, ggf. Glas
EinbruchdiebstahlHausrat/WertsachenErsatz, Sicherung, ReparaturHausrat
Elementar (Starkregen etc.)Gebäude + Hausratsehr hohe Totalschäden möglichElementarbaustein
GlasbruchFenster/GlasflächenAustausch, MontageGlasversicherung
Technik/PVPV-AnlageReparatur, ErtragsausfallPV-Versicherung
Haftung am GrundstückDritteSchmerzensgeld, Behandlung, AbwehrGrundbesitzerhaftpflicht
RechtsstreitVerträge/AnsprücheAnwalt, Gericht, GutachtenRechtsschutz

📘 Beachte: Viele Leistungslücken entstehen, weil Risiken verwechselt werden: Gebäudeversicherung ersetzt keine gestohlenen Gegenstände, Hausrat ersetzt keine Gebäudesubstanz, und ohne Elementar bleiben Starkregen/Überschwemmung oft draußen.

2. Wohngebäudeversicherung – was wirklich versichert ist 🏠

Die Wohngebäudeversicherung schützt die Substanz Ihres Gebäudes: Wände, Dach, feste Einbauten, meist auch fest verbundene Bestandteile wie Heizungsanlage, Sanitärinstallationen, Bodenaufbauten und häufig Garagen oder Nebengebäude (je nach Vertrag). Der klassische Schutz umfasst Feuer, Leitungswasser, Sturm und Hagel. Elementar ist häufig optional, aber für viele Regionen inzwischen ein entscheidender Baustein.

Wichtig ist die korrekte Wertermittlung. Bei Gebäuden geht es nicht darum, „was ich bezahlt habe“, sondern um die Kosten, die beim Wiederaufbau entstehen würden. Genau hier entscheidet sich, ob im Schadenfall genug Geld für Wiederherstellung vorhanden ist oder ob es zu Kürzungen wegen Unterversicherung kommt.

LeistungsbereichTypische BeispieleTypischer Stolperstein
FeuerBrand, BlitzschlagAufräum-/Abrisskosten übersehen
LeitungswasserRohrbruch, NässeschädenUrsache vs. Folgeschaden sauber trennen
Sturm/Hagelabgedecktes Dach, beschädigte FassadeSturmdefinition, Selbstbehalt
Elementar (optional)Starkregen, Überschwemmungohne Baustein oft nicht versichert
ZusatzkostenHotel/Unterkunft, Trocknungzeitliche Limits, Nachweise

⚠️ Achtung: „Leitungswasser“ heißt nicht „Wasser von überall“. Viele Verträge definieren klar, welche Leitungen gemeint sind. Gleichzeitig werden Folgeschäden oft gezahlt, die Ursache aber nicht immer. Das muss im Vertrag sauber passen.

3. Hausratversicherung – Inhalt, Wertsachen, Unterversicherung 🪑

Die Hausratversicherung schützt das, was sich in Ihrer Wohnung oder Ihrem Haus befindet: Möbel, Kleidung, Technik, Haushalt, Wertsachen, teilweise auch geliehene Dinge. Der wichtigste Unterschied zur Gebäudeversicherung: Hausrat ist beweglich, Gebäude ist Substanz. Hausrat zahlt typischerweise den Wiederbeschaffungswert, also das, was Sie benötigen, um gleichwertige Dinge neu zu kaufen.

Der zentrale Hebel ist die Versicherungssumme und damit die Unterversicherungsfrage. Wenn die Summe zu niedrig angesetzt ist, kann der Versicherer die Leistung anteilig kürzen – selbst wenn der Schaden nur einen Teil des Hausrats betrifft. Moderne Tarife arbeiten häufig mit Quadratmeter-Pauschalen oder Unterversicherungsverzicht, aber auch hier muss die Grundlage passen.

BausteinWas ist abgedeckt?Wo passieren Fehler?
FeuerBrand, Explosion, Rauchfalsche Annahme zu „Sengschäden“
LeitungswasserRohrbruch, NässeschadenUrsache/Folgeschaden verwechselt
Sturm/HagelSchäden am Hausratnur wenn Sturmbedingungen erfüllt sind
EinbruchdiebstahlDiebstahl nach EinbruchNachweis, Sicherungen, Wertsachenlimits
Vandalismus nach EinbruchZerstörung in Wohnungnur in dieser Konstellation
ErweiterungenFahrrad, Elementar, GlasBausteine nicht eingeschlossen

💡 Tipp: Prüfen Sie bei Hausrat zuerst Versicherungssumme/Unterversicherungsverzicht, dann Wertsachenlimits und erst danach Zusatzbausteine wie Fahrrad oder Elementar. So vermeiden Sie typische Kürzungsfallen.

4. Glasversicherung – wann sie sich lohnt und wann nicht 🪟

Glasversicherung klingt simpel: Glasbruch wird bezahlt. In der Praxis lohnt sie sich vor allem, wenn große Glasflächen vorhanden sind (Terrassentüren, Wintergärten, Glasfronten) oder wenn Austausch sehr teuer ist. Auch Glaskeramikkochfelder können je nach Tarif eingeschlossen sein. Wichtig: Glasversicherung ist kein Ersatz für schlecht eingestellte Gebäude- oder Hausratdeckung, sondern ein Spezialbaustein für ein spezifisches Kostenrisiko.

Entscheidend sind die versicherten Glasarten und der Geltungsbereich: Nur Gebäudeglas? Auch Mobiliarverglasung? Welche Glasstärken/ Spezialgläser? Und wie wird mit Folgekosten umgegangen?

GlasbereichTypische BeispieleTypischer VorteilTypischer Haken
GebäudeverglasungFenster, Terrassentür, Wintergartenteurer Austausch abgesichertbestimmte Glasarten ausgeschlossen
MobiliarverglasungVitrine, Glastischschützt bei Bruch im Haushaltoft nur optional
KochfeldCeran/Induktionhäufige Schadenquellenicht in jedem Tarif enthalten
FolgekostenEntsorgung, Montagekann teuer seinLimits/Definitionen

📘 Beachte: Glasversicherung ist besonders dann sinnvoll, wenn Sie viele große Glasflächen haben. Bei Standardfenstern kann sie je nach Selbstbehalt und Beitrag wirtschaftlich weniger attraktiv sein.

5. Photovoltaikversicherung – Technik, Ertrag, Haftung ☀️

Eine Photovoltaikanlage ist eine technische Anlage mit eigenem Schadenprofil: Überspannung, Kurzschluss, Sturm/Hagel, Tierbiss an Kabeln, Diebstahl, Vandalismus, Bedienfehler oder Materialfehler können zu Reparaturen führen. Hinzu kommt ein oft unterschätzter Punkt: Ertragsausfall. Wenn die Anlage stillsteht, fehlt Einspeisevergütung oder Eigenverbrauchsvorteil.

Manche Risiken können in der Gebäudeversicherung mitversichert sein, aber nicht immer in ausreichender Tiefe (z. B. Ertragsausfall, Elektronik, Allgefahrenlogik). Deshalb ist eine separate PV-Versicherung häufig sinnvoll, vor allem bei größeren oder wirtschaftlich relevanten Anlagen.

LeistungsbereichWas wird bezahlt?Wichtiger Prüfpunkt
Sachschaden an KomponentenModule, Wechselrichter, VerkabelungAllgefahren vs. benannte Gefahren
Überspannung/ElektronikDefekte durch Strom/Blitzklare Definitionen, Nachweise
Diebstahl/VandalismusEntwendung/MutwillenSicherungsvorgaben
Ertragsausfallentgangene Vergütung/ErtragWartezeiten, maximale Dauer
Optional Haftpflicht-KomponenteSchäden bei DrittenAbgrenzung zur Haftpflicht prüfen

⚠️ Achtung: Der größte Praxis-Ärgerpunkt ist nicht der reine Sachschaden, sondern der Ertragsausfall mit Bedingungen und Nachweisregeln. Das muss vorab verständlich sein.

6. Bauleistungsversicherung – Schutz während Bau & Umbau 🏗️

Während Bau- oder Umbauphasen ist das Risiko höher als im Normalbetrieb: Material steht offen, Bauleistungen sind unfertig, Wetterereignisse treffen ungeschützte Bauteile, und Fehler werden oft erst später sichtbar. Bauleistungsversicherung schützt die Bauleistung und übernimmt Kosten für Wiederherstellung, wenn unvorhersehbare Schäden während der Bauphase eintreten (z. B. Unwetter, Vandalismus, Diebstahl fest eingebauter Teile – je nach Tarif).

Wichtig ist die Abgrenzung: Bauleistungsversicherung ist nicht automatisch eine Haftpflicht. Sie schützt nicht primär Dritte, sondern Ihr Bauvorhaben. Außerdem ist entscheidend, wer Versicherungsnehmer ist (Bauherr, Eigentümer, Bauträger) und welche Bauleistungen eingeschlossen sind (Eigenleistungen, Nachunternehmer, Material).

Schaden während BauphaseWas passiert?Was die Bauleistungsversicherung typischerweise übernimmt
Starkregen/Unwetterdurchnässte Dämmung, beschädigte BauteileTrocknung, Wiederherstellung
Vandalismuszerstörte Fenster/MaterialReparatur/Wiederbeschaffung
Diebstahl (tarifabhängig)entwendete BauteileErsatz, erneute Montage
unvorhersehbare BaufehlerNacharbeit nötigWiederherstellung innerhalb Rahmen

📘 Beachte: Bauleistungsversicherung ist zeitlich gebunden. Laufzeit, Bauart und Eigenleistungen müssen korrekt angegeben sein, sonst entstehen Lücken.

7. Grundbesitzerhaftpflicht – Haftungsrisiken am Grundstück 🏡

Als Eigentümer eines Grundstücks oder vermieteten Gebäudes tragen Sie Verkehrssicherungspflichten. Das bedeutet: Sie müssen Gefahrenquellen im zumutbaren Rahmen absichern, etwa bei Glätte, Treppen, Beleuchtung, lose Bauteile oder ungesicherte Wege. Kommt es zu einem Sturz oder Schaden, können hohe Ansprüche entstehen, insbesondere bei Personenschäden.

Die Grundbesitzerhaftpflicht (Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht) übernimmt berechtigte Ansprüche und wehrt unberechtigte ab. Sie ist besonders relevant für Vermieter, Eigentümergemeinschaften und unbebaute Grundstücke, aber auch für Konstellationen, bei denen die Privathaftpflicht nicht sauber greift.

Typische HaftungsquelleBeispielWarum teuerWas im Vertrag wichtig ist
Glätte/WegeSturz vor dem HausPersonenschaden-FolgekostenDeckungssumme, Abwehr
GebäudeteileDachziegel/Fassade fälltschwere Verletzung möglichGebäude/Grundstück korrekt bezeichnet
Beleuchtungdunkle Wege/TreppenSturz, Schmerzensgeldklare Zuständigkeiten
unbebautes GrundstückStolperstellenHaftung trotz „leer“Grundstück eingeschlossen

⚠️ Achtung: Übertragene Räum- oder Hausmeisterpflichten entbinden nicht automatisch von Verantwortung. Im Streitfall zählt, ob Organisation und Kontrolle zumutbar waren.

8. Rechtsschutzversicherung – Streit rund um Wohnen & Verträge ⚖️

Rechtsschutzversicherung ersetzt nicht den Schaden, sondern die Kosten des Streits: Anwälte, Gerichte, Gutachter, Zeugenkosten, teils Mediation. Im Wohnumfeld entstehen Konflikte häufig bei Miete, Nachbarschaft, Handwerkerleistungen, Kaufverträgen, Baumängeln oder Streit über Leistungen von Versicherern.

Entscheidend ist, welche Bausteine Sie wählen: Privat-Rechtsschutz, Berufs-Rechtsschutz, Verkehrs-Rechtsschutz, Wohnungs- und Grundstücksrechtsschutz. Für Eigentümer oder Vermieter kann insbesondere der Wohnungs- und Grundstücksrechtsschutz relevant sein.

KonfliktfeldTypischer StreitWas Rechtsschutz leistet (typisch)Typischer Haken
Handwerker/BauMängel, RechnungAnwalt/Gutachten/GerichtWartezeit, Leistungsbeginn
NachbarschaftGrenzfragen, LärmBeratung/Verfahrennicht jedes Nachbarschaftsthema gedeckt
MietrechtKündigung, MängelKostenübernahmepassende Bausteine nötig
VersicherungsstreitLeistung abgelehntDurchsetzung von AnsprüchenDeckung prüfen, Selbstbehalt

💡 Tipp: Rechtsschutz lohnt sich vor allem, wenn Sie Streit nicht „aus dem Bauch“ lösen wollen, sondern planbar handlungsfähig bleiben möchten. Achten Sie auf Wartezeiten und Leistungsbeginn.

9. Spezialschutz: Mietkaution, Instrumente, Bike/E-Bike, Schließfach, Mietnomaden 🚲

Neben den „großen“ Wohnversicherungen gibt es Speziallösungen, die je nach Lebensstil (oder Rolle als Vermieter) sehr sinnvoll sind. Typische Beispiele: Mietkautionsversicherung, Instrumentenversicherung, Bike/E-Bike-Versicherung, Schließfachversicherung und Mietnomadenversicherung.

Die Mietkautionsversicherung kann Liquidität schonen, ersetzt aber keine Haftpflicht und ist nicht automatisch günstiger als eine klassische Kaution. Die Instrumentenversicherung lohnt sich vor allem bei hohem Wert oder wenn Nutzung/Transport häufig vorkommt. Eine Bike/E-Bike-Versicherung ist interessant, wenn das Rad teuer ist, viel genutzt wird oder Reparatur- und Diebstahlrisiko hoch sind – wichtig ist hier die Abgrenzung zur Hausrat-Fahrradklausel (Diebstahl oft nur unter Bedingungen, Schäden wie Akku/Elektronik/Unfall je nach Tarif nicht drin).

Die Schließfachversicherung passt, wenn Wertsachen außerhalb der Wohnung im Bankschließfach lagern und die Hausrat dort nur begrenzt (oder gar nicht) greift – entscheidend sind Höchstsummen, Nachweis/Inventarliste und ob Bargeld/Schmuck/Uhren eingeschlossen sind. Die Mietnomadenversicherung ist ein Spezialthema für Vermieter: Sie kann bei Mietausfall und/oder Schäden durch „Problem-Mieter“ helfen, hat aber oft strenge Voraussetzungen (Bonitätsprüfung, Wartezeiten, Obliegenheiten) und deckt nicht jeden Konflikt automatisch ab.

SpezialproduktFür wen sinnvollTypische LeistungenTypischer Stolperstein
MietkautionsversicherungMieter, die Liquidität behalten wollenBürgschaft statt Barkautionlaufende Kosten, Vermieterbedingungen
InstrumentenversicherungMusiker, wertvolle InstrumenteDiebstahl, Transport, BeschädigungNutzung privat/gewerblich sauber definieren
Bike/E-Bike-Versicherunghochwertige Räder, PendlerDiebstahl, Vandalismus, Akku/Elektronik (tarifabhängig)Abgrenzung zu Hausrat, Schlossanforderungen
SchließfachversicherungWertsachen im BankschließfachInhaltsdeckung bis Höchstsumme, Diebstahl/Brand (tarifabhängig)Nachweise, Sublimits für Schmuck/Bargeld
MietnomadenversicherungVermieter (je nach Objekt/Nutzung)Mietausfall und/oder Schäden (tarifabhängig)strenge Voraussetzungen, Wartezeiten, Ausschlüsse

📘 Beachte: Spezialschutz ist dann gut, wenn er ein klares, teures Risiko schließt. Wenn er nur „nice to have“ ist, zahlt man oft für Komfort, nicht für echte Risikoreduktion.

10. FAQ – 6 wichtige Fragen zu Haus & Wohnen ❓

Was ist wichtiger – Wohngebäude oder Hausrat?

Für die meisten Haushalte ist die Privathaftpflicht die wichtigste Basis, weil Alltagsrisiken jeden treffen können und Personenschäden existenzbedrohend werden können.

💡 Tipp: Wer nur eine Haftpflicht wählt, startet mit Privathaftpflicht und hoher Deckungssumme.

Brauche ich Elementarschäden wirklich?

Das hängt von Region, Lage und Risikobild ab. Starkregen und Überschwemmung sind in vielen Gebieten relevanter geworden. Ohne Elementarbaustein sind solche Schäden häufig nicht gedeckt.

⚠️ Achtung: „Starkregen“ wirkt wie Leitungswasser, ist aber oft Elementar. Ohne Baustein kann der Schaden komplett bei Ihnen hängen bleiben.

Wie vermeide ich Unterversicherung bei Hausrat?

Durch realistische Versicherungssumme oder einen sauberen Unterversicherungsverzicht auf passender Grundlage. Wichtig sind außerdem Wertsachenlimits, damit teure Gegenstände nicht „zu niedrig“ gedeckt sind.

📘 Beachte: Eine zu niedrige Summe kann zu anteiligen Kürzungen führen, selbst wenn der Schaden nur ein Zimmer betrifft.

Ist Glasversicherung Pflicht?

Nein. Sie lohnt sich vor allem bei großen Glasflächen oder teuren Konstruktionen. Bei Standardfenstern hängt es stark von Beitrag, Selbstbehalt und Schadenwahrscheinlichkeit ab.

💡 Tipp: Glas lohnt sich besonders bei Wintergarten/Glasfronten. Bei Standardfenstern ist sie eher eine Komfortentscheidung.

Reicht die Gebäudeversicherung für Photovoltaik?

Manchmal sind PV-Anlagen eingeschlossen, aber oft nicht in der Tiefe, die bei Elektronik und Ertragsausfall relevant ist. Eine PV-Versicherung bietet häufig klarere Technik- und Ertragslogik.

📘 Beachte: Der Ertragsausfall ist der Praxishebel. Genau hier unterscheiden sich Tarife am stärksten.

Wann brauche ich Grundbesitzerhaftpflicht?

Sobald Sie als Eigentümer/Vermieter Verkehrssicherungspflichten tragen, insbesondere bei vermieteten Objekten, Eigentümergemeinschaften oder unbebauten Grundstücken. Es geht um Haftung gegenüber Dritten.

⚠️ Achtung: Ein Sturz kann schnell zu hohen Personenschadenforderungen führen. Das ist kein „kleines Risiko“.

11. Fazit – MAWA Wohn-Check & Schutzstrategie 🧾

Wohneigentum & Haushalt – Schutz fürs Zuhause | MAWA Finanz

Wohneigentum und Haushalt lassen sich sehr stabil absichern, wenn die Struktur stimmt. Der wichtigste Schritt ist die klare Zuordnung: Gebäudesubstanz über Wohngebäude, Inhalte über Hausrat. Danach ergänzen Sie gezielt die Risiken, die zu Ihrer Immobilie und Nutzung passen: Glas bei großen Glasflächen, Photovoltaik bei wirtschaftlich relevanter Anlage, Bauleistung während Bauphase, Grundbesitzerhaftpflicht bei Eigentümer-/Vermieterrolle, Rechtsschutz für Konflikt- und Durchsetzungskosten sowie Spezialschutz für besondere Werte.

Ein praxistauglicher MAWA-Wohn-Check sieht so aus:

  • Risiko-Map: Feuer/Leitungswasser/Sturm/Einbruch/Elementar/Haftung/Recht/Technik.
  • Rolle klären: Eigentümer, Vermieter, Bauherr, Mieter, PV-Betreiber.
  • Basis sauber: Wohngebäude + Hausrat ohne Unterversicherung.
  • Ergänzungen bewusst: Elementar, Glas, PV, Bauleistung, Grundbesitzerhaftpflicht, Rechtsschutz, Spezialwerte.
  • Prozesse prüfen: Schadenmeldung, Nachweise, Selbstbehalte, Grenzen, Wartezeiten.
SchrittWas Sie prüfenErgebnis
1Gebäude vs. Hausrat sauber trennenklare Basis ohne Verwechslungen
2Versicherungssummen/Unterversicherungweniger Kürzungsrisiko
3Elementar und regionale RisikenSchutz gegen Starkregen/Überschwemmung
4Zusatzrisiken (Glas, PV, Bauphase)planbare Kosten bei Spezialthemen
5Haftung und RechtsschutzSchutz bei Ansprüchen und Streitkosten

💡 Tipp: Der beste Wohnschutz ist nicht der mit den meisten Bausteinen, sondern der, der Ihre reale Rolle und Ihre echten Kostentreiber trifft – ohne Überraschungen im Schadenfall.

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