
Welche Versicherungen brauchen Angestellte wirklich?
Als Angestellter sind Sie über Arbeitgeber und Sozialversicherung teilweise geschützt – aber genau dort entstehen oft die teuersten Lücken.
Versicherungen für Angestellte – was wirklich nötig ist.
🌟 Einleitung

Angestellte und Arbeitnehmer haben einen Vorteil: Viele Risiken sind bereits „im System“ geregelt – Krankenversicherung, Rentenversicherung, Arbeitslosenversicherung, gesetzliche Unfallversicherung am Arbeitsplatz. Genau daraus entsteht aber der häufigste Denkfehler: „Dann bin ich ja gut abgesichert.“ In der Praxis sind die Lücken oft genau dort, wo es wirklich teuer wird: bei Haftpflichtschäden, bei langer Krankheit, bei Berufsunfähigkeit (Berufsunfähigkeit) und bei rechtlichen Konflikten im Job oder in der Wohnung.
Die Kernfrage ist deshalb nicht „Welche Versicherungen kann ich abschließen?“, sondern: Welche Risiken sind trotz Arbeitgeber/Sozialstaat existenziell – und welche Absicherungen sind nur Komfort? Ein guter Plan für Arbeitnehmer ist ein Mix aus (1) Vermögensschutz, (2) Einkommensschutz, (3) Gesundheits-/Kostenrisiken, (4) Schutz der eigenen Werte und (5) strategischer Vorsorge.
💡 Tipp: Die richtige Reihenfolge für Angestellte lautet meist: Privathaftpflicht → Berufsunfähigkeitsversicherung → Krankentagegeld/Arbeitskraft-Lücken → Hausrat/weitere Bausteine → Rechtsschutz/Feinoptimierung.
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1. Ausgangslage: Was Arbeitnehmer bereits „automatisch“ haben 🧩
Als Angestellter sind Sie in Deutschland in vielen Bereichen grundversorgt. Das ist gut – aber es ist keine Vollkaskoversicherung. Entscheidend ist, was diese Systeme leisten und wo sie begrenzen.
Typische „System“-Absicherungen:
- Krankenversicherung: Behandlungskosten (je nach GKV/PKV) – aber nicht automatisch Einkommensersatz in voller Höhe.
- Gesetzliche Rentenversicherung: spätere Rente – aber oft mit Versorgungslücke.
- Arbeitslosenversicherung: zeitweise Absicherung – aber begrenzt und abhängig von Vorversicherungszeiten.
- Gesetzliche Unfallversicherung: aber primär für Arbeitsunfälle und Wegeunfälle, nicht für Freizeit.
- Lohnfortzahlung: bei Krankheit meist 6 Wochen (vereinfacht) – danach sinkt Einkommen oft deutlich.
Die Lücken entstehen also an zwei Stellen:
- Einkommen: Wenn Sie länger krank sind oder berufsunfähig werden.
- Haftung/Vermögen: Wenn Sie Schäden verursachen, die Sie selbst zahlen müssen.
Und genau diese Lücken können größer sein als alles, was Sie monatlich sparen können.
| Bereich | Systemschutz | Typische Lücke | Warum relevant |
|---|---|---|---|
| Krankheit | Behandlungskosten + Lohnfortzahlung | nach Wochen sinkt Einkommen | Fixkosten laufen weiter |
| Unfall | Arbeits-/Wegeunfall abgesichert | Freizeitunfall nicht gleich abgedeckt | häufigster Kontext ist Freizeit |
| Rente | gesetzliche Rente | Versorgungslücke | Lebensstandard fällt |
| Arbeitslosigkeit | zeitlich begrenzt | Einkommenseinbruch | Rücklagen wichtig |
| Haftung | kein automatischer Schutz | privat haftet man voll | große Schäden ruinös |
📘 Beachte: Arbeitnehmer sind im System gut „grundabgedeckt“, aber bei langem Ausfall (Krankheit/Berufsunfähigkeit) und Haftung trägt man oft das größte Risiko selbst.
2. Pflicht, Must-have, Nice-to-have: klare Reihenfolge 🧭
Viele Angestellte verlieren Zeit und Geld, weil sie mit „Nice-to-have“-Produkten starten (z. B. kleine Zusatzversicherungen), während die großen Lücken offen bleiben. Sinnvoller ist eine klare Priorisierung nach Existenzwirkung.
Eine praxistaugliche Einordnung:
- Pflicht: Krankenversicherung (GKV/PKV), Kfz-Haftpflicht (falls Auto).
- Must-have: Privathaftpflicht; sehr häufig Berufsunfähigkeitsversicherung (Berufsunfähigkeit).
- Situativ wichtig: Krankentagegeld (vor allem bei höherem Einkommen/hohen Fixkosten), Hausrat (wenn Wert vorhanden), Rechtsschutz (wenn Konfliktwahrscheinlichkeit hoch).
- Nice-to-have: Reise, Handy, Kleinkram – erst wenn Basis steht.
| Kategorie | Versicherung | Schützt wogegen | Start-Priorität |
|---|---|---|---|
| Pflicht | Krankenversicherung | Krankheitskosten | sofort |
| Must-have | Privathaftpflicht | ruinöse Haftpflichtschäden | sofort |
| Meist Must-have | Berufsunfähigkeitsversicherung | langfristiger Einkommensausfall | früh |
| Situativ | Krankentagegeld | Einkommenslücke bei langer Krankheit | nach Fixkostencheck |
| Situativ | Hausrat | Wertverlust durch Schaden/Diebstahl | nach Einzug/Werten |
| Situativ | Rechtsschutz | Rechtskosten bei Konflikten | bei Bedarf/Planung |
💡 Tipp: Wenn Sie nur zwei Dinge direkt sauber machen: Privathaftpflicht und Berufsunfähigkeitsversicherung – das deckt die häufigsten existenziellen Lücken.
3. Privathaftpflicht: Vermögen schützen, Alltag absichern 🛡️
Die Privathaftpflicht ist für Angestellte genauso zentral wie für alle anderen: Sie schützt, wenn Sie anderen einen Schaden zufügen und dafür rechtlich haften. Gerade Personenschäden können enorm teuer werden. Ohne Privathaftpflicht kann ein einzelnes Ereignis finanzielle Folgen haben, die Sie über Jahrzehnte belasten.
Was in der Praxis wirklich zählt:
- hohe Deckungssumme, nicht nur „ausreichend“
- Schutz bei grober Fahrlässigkeit (damit Alltagsfehler nicht zur Katastrophe werden)
- Mietsachschäden (Wohnung/Mietsachen), weil viele Arbeitnehmer zur Miete wohnen
- Schlüsselverlust (privat/beruflich), wenn relevant
- Ausfalldeckung (wenn der Schädiger nicht zahlen kann) – nice, aber nicht Kern
- Gefälligkeitsschäden – sinnvoll, aber Tarifdetails prüfen
| Leistungsbaustein | Warum wichtig | Typischer Anwendungsfall | Typischer Fehler |
|---|---|---|---|
| Hohe Deckung | schützt bei Großschäden | Personenschaden nach Unfall | zu kleine Summe |
| Grobe Fahrlässigkeit | deckt Alltagsfehler | Handy in Badewanne, vergessene Kerze | fehlt im Billigtarif |
| Mietsachschäden | schützt in Mietwohnung | Waschmaschine läuft aus | Sublimit zu niedrig |
| Schlüsselverlust | Schließanlage teuer | Haustür/Job-Schlüssel weg | falscher Baustein |
| Forderungsausfall | wenn Gegner insolvent | Unfall, Gegner zahlt nicht | überschätzt statt Basics |
⚠️ Achtung: Eine Privathaftpflicht ist nur so gut wie ihre Sublimits und Ausschlüsse – günstig ist gut, aber nicht, wenn der Kern fehlt.
4. Berufsunfähigkeitsversicherung: Einkommen langfristig sichern 💼
Für Angestellte ist Berufsunfähigkeit oft das größte existenzielle Risiko. Warum? Weil das System zwar Erwerbsminderung kennt, aber diese Leistung häufig nicht ausreicht und auch an strenge Voraussetzungen gebunden ist. Berufsunfähigkeitsversicherung (Berufsunfähigkeit) knüpft an Ihren konkreten Beruf an: Wenn Sie Ihren bisherigen Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben können, kann sie eine monatliche Rente zahlen.
Worauf Arbeitnehmer besonders achten sollten:
- Rentenhöhe: nicht „irgendwas“, sondern an Fixkosten und Lebensstandard orientiert
- Laufzeit: zu kurze Laufzeiten sind eine häufige Falle
- Nachversicherung: bei Gehaltssprüngen, Beförderung, Familiengründung
- Berufsgruppe: richtige Einstufung hängt an Tätigkeitsbeschreibung
- Gesundheitsangaben: wahrheitsgemäß und sauber dokumentiert
- Leistungsdefinitionen: wie wird Berufsunfähigkeit festgestellt, welche Fristen, welche Nachweise
Viele Angestellte unterschätzen, wie oft psychische Belastungen, Rücken und chronische Erkrankungen zu Berufsunfähigkeit führen können. Und viele unterschätzen auch, wie teuer „Reparatur“ später wird, wenn Diagnosen in der Akte stehen.
| Entscheidungsfeld | Worauf es ankommt | Warum | Fehler |
|---|---|---|---|
| Rentenhöhe | Fixkosten + Puffer | sonst reicht es nicht | zu knapp kalkuliert |
| Laufzeit | realistisch bis Ruhestand | Schutzlücke vermeiden | endet zu früh |
| Nachversicherung | Ereignisse/Gehaltsplus | ohne neue Prüfung erhöhen | fehlt oder zu streng |
| Tätigkeit | präzise Beschreibung | Einstufung/Leistung | „Bürojob“ zu unscharf |
| Gesundheit | Dokumente/Arztakten | Annahme/Leistungssicherheit | unvollständig/geschätzt |
💡 Tipp: Wer gesund ist, hat das beste Verhandlungsfenster – Berufsunfähigkeitsversicherung wird meist nicht leichter, je länger man wartet.
5. Krankengeld, Krankentagegeld & Einkommenslücken bei Krankheit 🤒
Viele Angestellte denken: „Bei Krankheit zahlt der Arbeitgeber.“ Das stimmt in der Regel nur für eine begrenzte Zeit. Danach kommt Krankengeld (je nach Konstellation). Entscheidend ist: Das ist häufig spürbar weniger als das gewohnte Netto. Und es gibt Situationen, in denen die Lücke besonders groß wird: bei höheren Einkommen, bei hohen Fixkosten, bei Alleinverdienern, bei laufenden Krediten oder bei zusätzlichen Verpflichtungen.
Der sinnvolle Blick ist nicht nur auf Prozentwerte, sondern auf Ihre tatsächliche Monatsrechnung:
- Was sind Fixkosten, die nicht wegfallen (Miete, Kredit, Versicherungen, Unterhalt)?
- Welche variablen Kosten kann man reduzieren?
- Wie lange reichen Rücklagen?
- Gibt es eine Arbeitgeberleistung (z. B. Zuschüsse, Tarifvertrag)?
Krankentagegeld kann eine Lücke schließen – aber nur, wenn es richtig abgestimmt ist (Höhe, Beginn, Wechselwirkung mit anderen Leistungen).
| Baustein | Was er abdeckt | Für wen besonders | Häufiger Fehler |
|---|---|---|---|
| Lohnfortzahlung | erste Krankheitsphase | alle Angestellten | als „Dauerlösung“ denken |
| Krankengeld | danach Einkommensersatz | gesetzlich Versicherte | Netto-Lücke unterschätzen |
| Krankentagegeld | Lücke gezielt schließen | hohe Fixkosten/hohes Netto | falsch starten/falsch hoch |
| Rücklagen | sofortige Liquidität | alle | keine Reserve vorhanden |
| Fixkosten-Plan | Bedarf ermitteln | alle | nie durchgerechnet |
📘 Beachte: Viele Arbeitnehmer merken die Einkommenslücke erst, wenn sie mehrere Monate krank sind – genau dann ist Nachbessern am teuersten oder gar nicht mehr möglich.
6. Unfall, Freizeit, Wege: gesetzlich vs. privat verstehen 🧍♂️🧍♀️
Die gesetzliche Unfallversicherung greift typischerweise bei Arbeits- und Wegeunfällen. Das ist hilfreich, aber es ist kein Vollschutz für das Leben. Viele schwere Unfälle passieren in der Freizeit: Sport, Haushalt, Verkehr, Reisen. Außerdem ist die Systemleistung nicht identisch mit „ich bekomme mein gewohntes Einkommen weiter“. Oft geht es um Reha, Behandlung und bestimmte Rentenleistungen – aber nicht automatisch um den Erhalt Ihres Lebensstandards.
Eine private Unfallversicherung kann sinnvoll sein, wenn:
- Sie ein erhöhtes Freizeit-/Sport-Risiko haben
- Sie auf körperliche Funktion angewiesen sind (Handwerk, Pflege, Außendienst)
- Sie wenig Rücklagen haben und ein Unfall schnell teuer wird (Umbau, Hilfsmittel)
- Sie zusätzliche Leistungen (z. B. Invaliditätsleistung) gezielt wollen
Wichtig ist, Unfallschutz nicht mit Berufsunfähigkeitsversicherung zu verwechseln: Unfall ist nur ein Teil der Ursachen, Krankheit ist oft der größere Treiber für Berufsunfähigkeit.
| Aspekt | Gesetzlich (typisch) | Privat (typisch) | Wichtig für Entscheidung |
|---|---|---|---|
| Geltungsbereich | Arbeit/Wege | 24/7 inkl. Freizeit | Freizeit ist oft der Knackpunkt |
| Ursache | Unfallereignis | Unfallereignis | Krankheit nicht abgedeckt |
| Ziel | Reha/Leistungen nach System | Kapital/Leistung nach Vertrag | Bedarf an Kapital klären |
| Einkommensschutz | begrenzt | indirekt | BU bleibt Hauptbaustein |
| Flexibilität | festes System | Tarifbausteine | nicht überversichern |
⚠️ Achtung: Wer Unfall als Ersatz für Berufsunfähigkeitsversicherung nutzt, sichert oft am falschen Risiko – Krankheit ist meist häufiger als Unfall.
7. Hausrat, Wohnrisiken & sinnvolle Zusatzbausteine 🏠
Hausrat ist für viele Angestellte sinnvoll, sobald ein eigener Haushalt mit relevanten Werten besteht. Wichtig ist auch hier: nicht „viel“, sondern „passend“. Häufige Schäden sind Leitungswasser, Einbruchdiebstahl, Feuer, Sturm/Hagel (je nach Lage). Unterversicherung ist der Klassiker: Die Versicherungssumme ist zu niedrig, weil man Anschaffungen unterschätzt oder weil die Werte gestiegen sind.
Zusatzbausteine sind nur sinnvoll, wenn ein echter Bedarf vorliegt:
- Fahrradschutz: nur bei teurem Rad und regelmäßiger Nutzung
- Elementarschäden: je nach Region/Lage (Keller, Hochwasserrisiko)
- Glas: nur bei viel/teurem Glas
- Außenversicherung: wichtig bei Reisen, Laptop, temporärem Arbeiten
| Baustein | Wann sinnvoll | Worauf achten | Fehler |
|---|---|---|---|
| Hausrat | relevanter Hausstand | Summe/Unterversicherung | zu niedrig angesetzt |
| Fahrrad | teures Fahrrad, Alltag | Bedingungen/Schloss | zahlt nicht bei „falschem“ Diebstahl |
| Elementar | Risikolage | Einschluss/Selbstbehalt | „brauch ich nie“ |
| Außenversicherung | Laptop/Travel | Grenzen, Dauer | falsche Sublimits |
| Glas | teure Verglasung | Kosten-Nutzen | unnötig mitversichert |
💡 Tipp: Hausrat ist kein Muss am Tag 1 – aber sobald der Haushalt wertvoll ist, schützt sie Ihr Vermögen sehr effizient.
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8. Rechtsschutz: Arbeitsrecht, Mietrecht, Verkehr richtig wählen ⚖️
Für Arbeitnehmer ist Rechtsschutz oft relevanter als man denkt – weil Konflikte im Arbeitsrecht schnell teuer werden können, selbst wenn man am Ende „recht bekommt“. Kündigung, Abmahnung, Zeugnis, Versetzung, Mobbing-Vorwürfe, Wettbewerbsverbote – die Bandbreite ist groß. Dazu kommen Mietrecht (Wohnung) und Verkehr (wenn Sie Auto fahren).
Wichtig: Rechtsschutz ist kein Freifahrtschein. Es gibt Wartezeiten, Ausschlüsse und Selbstbeteiligungen. Außerdem sind nicht alle Bereiche automatisch abgedeckt. Sinnvoll ist Rechtsschutz, wenn Sie (1) in einem konfliktanfälligen Umfeld arbeiten, (2) eine Wohnungssituation haben, in der Streit realistisch ist, oder (3) viel im Verkehr unterwegs sind.
| Baustein | Warum für Arbeitnehmer relevant | Wichtigster Punkt | Typischer Fehler |
|---|---|---|---|
| Arbeitsrecht | Kündigung/Zeugnis/Abmahnung | Wartezeit | Abschluss erst nach Konflikt |
| Mietrecht | Nebenkosten/Mängel/Kündigung | Deckungsumfang | falscher Bereich fehlt |
| Verkehrsrecht | hohe Streitwerte | Fahrer vs. Halter | „hab kein Auto“ übersehen |
| Privatrecht | Alltagsstreitigkeiten | Leistungslimits | Erwartung „alles“ |
| SB/Service | Beitrag vs. Nutzen | SB-Höhe | zu teuer ohne Nutzen |
📘 Beachte: Rechtsschutz lohnt sich besonders als „Konfliktbremse“ – Sie holen sich früh Beratung, bevor es eskaliert.ken wie „Auslandsschutz“, sind aber oft an Zahlungsbedingungen, Dauerlimits oder Ausschlüsse geknüpft.
9. Altersvorsorge: bAV, gesetzliche Rente & sinnvolle Ergänzung 🧓
Angestellte haben die gesetzliche Rentenversicherung – aber die Versorgungslücke ist bei vielen real. Gleichzeitig gibt es für Arbeitnehmer oft einen starken Hebel: betriebliche Altersvorsorge (bAV) mit Arbeitgeberzuschuss. Das ist kein Automatismus, aber wenn Zuschuss und Bedingungen passen, kann bAV ein sinnvoller Baustein sein.
Die kluge Strategie ist meist dreigeteilt:
- Basis: gesetzliche Rente verstehen (ungefähre Lücke abschätzen)
- Arbeitgeberhebel: bAV prüfen (Zuschuss, Kosten, Flexibilität, Portabilität)
- Eigener, flexibler Topf: zusätzliche Vorsorge (damit Sie nicht nur in starren Systemen hängen)
Dabei gilt: Nicht jeder bAV-Vertrag ist gut. Kosten, Einschränkungen bei Arbeitgeberwechsel, Verrentungslogik und spätere Abgaben können die Bilanz verändern. Es ist ein Rechenthema, kein Bauchthema.
| Baustein | Stärke | Worauf achten | Häufiger Fehler |
|---|---|---|---|
| Gesetzliche Rente | Basisversorgung | Renteninfo lesen | Lücke ignorieren |
| bAV | Zuschuss möglich | Kosten/Wechsel/Leistung | nur „Steuer sparen“ sehen |
| Eigene Vorsorge | flexibel steuerbar | Strategie/Disziplin | zu starr starten |
| Risikoabsicherung | schützt Plan | BU/Invalidität | Vorsorge ohne Absicherung |
💡 Tipp: Nutzen Sie Arbeitgeberzuschüsse, aber bauen Sie parallel flexible Vorsorge auf – sonst sind Sie später zu unflexibel.
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10. FAQ – 6 wichtige Fragen für Angestellte ❓
Pflicht ist vor allem die Krankenversicherung. Zusätzlich ist Kfz-Haftpflicht Pflicht, wenn Sie ein Auto besitzen. Alles andere ist eine Frage von Risiko und Bedarf. In der Praxis sind Privathaftpflicht und Berufsunfähigkeitsversicherung jedoch so zentral, dass sie für viele Angestellte faktisch „Must-have“ sind, auch wenn sie nicht gesetzlich vorgeschrieben sind.
💡 Tipp: Pflicht ist nicht gleich wichtig – die wichtigsten Policen sind oft die, die existenzbedrohende Lücken schließen.
Für die meisten ist Berufsunfähigkeitsversicherung wichtiger, weil Berufsunfähigkeit häufiger durch Krankheit als durch Unfall entsteht und weil sie Einkommen langfristig absichern kann. Unfall kann ergänzen, wenn Freizeitrisiko hoch ist oder wenn Kapitalbedarf bei Invalidität realistisch ist.
📘 Beachte: Unfall ist nur eine Ursache – Berufsunfähigkeit denkt breiter und sichert das zentrale Risiko „Einkommen“.
Wenn Ihr Einkommen nach der Lohnfortzahlung deutlich sinkt und Sie hohe Fixkosten haben oder wenig Rücklagen. Besonders relevant kann es bei höheren Einkommen sein, bei Alleinverdienern oder wenn Sie Verpflichtungen wie Kredite tragen. Sinnvoll ist eine saubere Abstimmung: ab wann soll gezahlt werden und wie hoch muss die Lücke wirklich sein?
⚠️ Achtung: Wer Krankentagegeld erst nach einer längeren Krankheit regelt, bekommt es häufig nur schwer oder deutlich teurer.
Oft ja, weil arbeitsrechtliche Konflikte schnell Kosten verursachen und weil frühe Beratung Eskalation vermeiden kann. Wichtig sind Wartezeiten und der konkrete Leistungsumfang. Rechtsschutz hilft nicht, wenn der Konflikt bereits „läuft“ – deshalb ist Timing entscheidend.
💡 Tipp: Rechtsschutz ist am stärksten, wenn Sie ihn als Prävention nutzen: früh beraten lassen, nicht erst vor Gericht.
Wenn Ihr Hausrat wirklich gering ist und Sie im Notfall alles ersetzen könnten, ist Hausrat nicht zwingend. Sobald jedoch Elektronik, Möbel und persönliche Gegenstände einen Wert haben, den Sie nicht locker aus Rücklagen ersetzen, wird Hausrat sinnvoll. Entscheidend ist eine realistische Summe und der Verzicht auf unnötige Bausteine.
📘 Beachte: Hausrat ist Vermögensschutz – er macht am meisten Sinn, wenn Ersatzbeschaffung Sie finanziell belasten würde.
Nutzen Sie bAV besonders dann, wenn ein echter Arbeitgeberzuschuss vorhanden ist und die Kosten/Regeln passen. Gleichzeitig sollten Sie nicht alles in starre Systeme packen. Eine zusätzliche, flexible Vorsorge sorgt dafür, dass Sie bei Jobwechsel, Lebensänderungen oder früherem Ruhestand handlungsfähig bleiben.
⚠️ Achtung: Wer nur wegen „Steuer sparen“ in ein Produkt geht und Kosten/Abgaben später nicht rechnet, baut sich oft eine teure Überraschung.
11. Fazit – MAWA Arbeitnehmer-Check & Strategie 🧭
Welche Versicherungen brauchen Angestellte wirklich? | MAWA Finanz
Angestellte sind über das System gut grundversorgt – aber die größten finanziellen Risiken liegen oft außerhalb der Systemlogik: Haftpflichtschäden, lange Krankheit, Berufsunfähigkeit und rechtliche Konflikte. Wenn Sie die Reihenfolge halten, investieren Sie Ihr Budget dort, wo es wirklich schützt: erst Privathaftpflicht, dann Berufsunfähigkeitsversicherung, dann gezielt Krankentagegeld/Reserve und Wohn-/Vermögensschutz. Altersvorsorge wird stark, wenn Sie Arbeitgeberhebel (bAV) und flexible eigene Bausteine kombinieren – und nicht nur auf „Steuer sparen“ setzen.
| MAWA Arbeitnehmer-Check | Was geprüft wird | Ziel |
|---|---|---|
| Basis-Schutz | Privathaftpflicht passend | ruinöse Schäden vermeiden |
| Einkommensschutz | Berufsunfähigkeitsversicherung passend | Lebensstandard sichern |
| Krankheitslücke | Lohnfortzahlung/Krankengeld/Bedarf | Liquidität stabil halten |
| Wohn/Vermögen | Hausrat + sinnvolle Bausteine | Werte schützen |
| Konfliktrisiko | Rechtsschutz-Bausteine | Streitkosten planbar machen |
| Vorsorge-Mix | bAV + flexible Ergänzung | Versorgungslücke schließen |
📘 Beachte: Eine gute Absicherung für Arbeitnehmer ist kein „Paket“, sondern eine Strategie – sie schützt Einkommen und Vermögen zuerst und optimiert dann Kosten und Komfort.
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