
Berufsunfähigkeitsversicherung – starker BU-Schutz
BU verstehen, Alternativen kennen, Stolperfallen vermeiden – so sichern Sie Ihre Arbeitskraft wirklich professionell ab.
Dein Einstieg in die Berufsunfähigkeitsversicherung – das solltest du wissen.
🌟 Einleitung

Ihre Arbeitskraft ist Ihr größtes Vermögen – nicht Ihr Konto, nicht Ihr Haus, nicht Ihr Depot. Ohne laufendes Einkommen bricht die gesamte finanzielle Planung weg: Miete oder Kredit, Lebenshaltung, Versicherungen, Kinder, Altersvorsorge. Genau dieses Risiko wird oft unterschätzt.
Gleichzeitig steigt die Zahl der Menschen, die ihren Beruf wegen Krankheit oder psychischer Belastung nicht mehr ausüben können – nicht nur nach Unfällen, sondern durch Burnout, Depression, Rückenleiden, Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und viele andere Diagnosen.
Die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) soll genau das absichern:
- Sie zahlt eine monatliche Rente,
- wenn Sie Ihren zuletzt ausgeübten Beruf aus gesundheitlichen Gründen voraussichtlich dauerhaft nicht mehr wie bisher ausüben können.
- Und sie tut das unabhängig davon, ob der Auslöser ein Unfall oder eine Krankheit ist.
Auf dieser Seite erhalten Sie einen sehr tiefen Überblick:
- wie BU genau funktioniert,
- was der Unterschied zur gesetzlichen Erwerbsminderungsrente ist,
- für wen BU besonders wichtig ist,
- wie Sie Höhe und Laufzeit Ihrer BU-Rente sinnvoll festlegen,
- was bei Gesundheitsfragen, Vorerkrankungen und Hobbys entscheidend ist,
- welche Alternativen und Ergänzungen es zur klassischen BU gibt (Grundfähigkeitsversicherung, Dread Disease, Erwerbsunfähigkeitsversicherung, Unfall & Krankentagegeld),
- und welche typischen Fehler Sie unbedingt vermeiden sollten.
„💡 Tipp: Stellen Sie sich nur eine Frage: Wenn morgen keine Einnahmen mehr aus Arbeit kommen – wie lange reicht Ihr aktuelles System? Alles, was dann fehlt, ist das Spielfeld für eine gute BU-Strategie.“
🧭 Navigation – Inhalte auf dieser Seite
1. Was ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung – und wie funktioniert sie? 🧱
Eine Berufsunfähigkeitsversicherung springt ein, wenn Sie Ihren Beruf (nicht irgendeine Tätigkeit) aus gesundheitlichen Gründen dauerhaft nicht mehr in ausreichendem Umfang ausüben können.
Typisches Leistungsprinzip:
- Sie vereinbaren eine monatliche BU-Rente (z. B. 1.500 €, 2.000 €, 2.500 €),
- tritt der BU-Fall ein, zahlt der Versicherer diese Rente monatlich,
- gleichzeitig werden die Beiträge für Sie übernommen (Beitragsbefreiung),
- die Zahlung läuft weiter, solange die Berufsunfähigkeit besteht – maximal bis zum vereinbarten Vertragsende (z. B. 67).
Wichtige Eckpunkte:
- Leistungsauslöser: oft ab mindestens 50 % Berufsunfähigkeit,
- Prognosezeitraum: voraussichtlich mind. 6 Monate,
- Ursachen: Krankheiten und Unfälle, beruflich wie privat,
- Geltungsbereich: meist weltweit, 24/7.
Einfach gesagt: BU ersetzt einen Teil Ihres Nettoeinkommens, wenn Ihr Körper oder Ihre Psyche Ihren Beruf nicht mehr mit der notwendigen Leistungsfähigkeit zulässt.
„📘 Beachte: Bei BU geht es nicht darum, ob Sie irgendetwas noch tun könnten – sondern ob Sie Ihre bisherige berufliche Tätigkeit mit den typischen Aufgaben noch wesentlich ausüben können.“
2. BU vs. Erwerbsminderungsrente & andere Produkte im Vergleich ⚖️
Viele verlassen sich auf „irgendwelche Leistungen vom Staat“ oder auf eine Unfallversicherung. In der Praxis reicht das selten aus.
Vergleich: BU vs. gesetzliche Erwerbsminderungsrente
| Aspekt | Berufsunfähigkeitsversicherung | Gesetzliche Erwerbsminderungsrente |
|---|---|---|
| Bezugsgröße | Ihr zuletzt ausgeübter Beruf | jede Tätigkeit am allgemeinen Arbeitsmarkt |
| Leistungsauslöser | Beruf zu >50 % voraussichtlich dauerhaft nicht ausübbar | Sie können nur noch weniger als 3 bzw. 6 Stunden täglich arbeiten (egal was) |
| Leistungshöhe | frei vereinbar (z. B. 1.500–3.000 €) | abhängig von bisherigen Beitragszeiten und Einkommen, oft deutlich niedriger |
| Gestaltung | frei wählbar (Höhe, Endalter, Anbieter) | gesetzlich festgelegt, kaum individuell beeinflussbar |
| Ziel | Lebensstandard annähernd halten | Existenzminimum absichern |
BU, Unfallversicherung, Grundfähigkeitsversicherung, Dread Disease
| Produkt | Deckt Krankheiten? | Deckt Unfälle? | Leistung | Fokus |
|---|---|---|---|---|
| BU | ✅ ja | ✅ ja | monatliche Rente | Beruf kann nicht mehr ausgeübt werden |
| Erwerbsminderungsrente | ✅ ja | ✅ ja | monatliche Rente | allgemeine Erwerbsfähigkeit |
| Unfallversicherung | ❌ nein (nur Unfallfolgen) | ✅ ja | Kapital / Invaliditätsgrad | Unfallfolgen |
| Grundfähigkeitsversicherung | indirekt | ✅ ja | Rente / Kapital | Verlust grundlegender Fähigkeiten (z. B. Sehen, Greifen) |
| Dread-Disease-Versicherung | ✅ bestimmte Krankheiten | ✅ (falls Diagnose) | Einmalbetrag | schwere Krankheitsdiagnosen (z. B. Krebs, Herzinfarkt) |
„💡 Tipp: Die BU ist der zentrale Baustein, alle anderen Produkte können ergänzen, aber nicht ersetzen. Wer nur Unfall oder Einzelkrankheiten versichert, lässt die größte Gefahr – psychische und chronische Erkrankungen – weitgehend offen.“
3. Wer braucht BU – und wie groß ist die persönliche Lücke? 👥
Grundsatz: Wer von seinem Einkommen aus Arbeit lebt, braucht BU. Aber je nach Lebenssituation ist der Druck unterschiedlich.
Typische Zielgruppen und Gründe
| Zielgruppe | Warum BU so wichtig ist |
|---|---|
| Angestellte ohne großes Vermögen | Monatseinkommen finanziert den kompletten Lebensstandard |
| Familien mit Kindern | Verantwortung für Partner & Kinder, laufende Kosten, Ausbildung |
| Immobilienbesitzer | Kredite laufen weiter – Bank interessiert Ihre Gesundheit nicht |
| Selbstständige & Freiberufler | Einkommen und Altersvorsorge hängen direkt an der Leistungsfähigkeit |
| Junge Berufstätige & Akademiker | lange Einkommensphase, hoher Wert der Arbeitskraft |
| Beamte in Ausbildung / Probe | Versorgung oft noch nicht ausgebaut, Dienstunfähigkeit kann existenziell werden |
Grobe Bedarfsrechnung
So nähern Sie sich Ihrer persönlichen Lücke:
- Monatliches Netto-Einkommen ermitteln.
- Monatliche Fixkosten (Miete/Kredit, Auto, Versicherungen, Unterhalt, Kinder, Lebensmittel, Rücklagen) addieren.
- Was wäre, wenn nur noch ein kleiner Teil (z. B. EM-Rente) fließt?
Beispiel-Berechnung (grob vereinfachtes Bild)
| Posten | Betrag |
|---|---|
| Nettoeinkommen heute | 2.800 € / Monat |
| Fixkosten gesamt | 2.200 € / Monat |
| Realistisch gewünschter Puffer | 300–400 € |
| Gesamtbedarf bei BU | ca. 2.500–2.600 € / Monat |
| Gesetzliche Erwerbsminderungsrente (sehr grob) | z. B. 900–1.200 € |
| Lücke | ca. 1.300–1.700 € / Monat |
Die BU-Rente sollte diese Lücke so weit wie möglich schließen.
„⚠️ Achtung: Viele rechnen nur grob und landen bei 1.000 € BU-Rente „aus dem Bauch heraus“. In der Praxis reicht das selten – lieber einmal ehrlich durchrechnen, als im Ernstfall von der Realität überrascht werden.“
4. Wichtige BU-Leistungen & Klauseln, die wirklich zählen 📦
Ob eine BU im Ernstfall trägt, entscheidet sich im Kleingedruckten. Ein paar Euro Beitrag weniger bringen nichts, wenn die Bedingungen schwach sind.
Zentrale Punkte:
- Definition der Berufsunfähigkeit
Wichtig ist, dass sich der Vertrag am zuletzt konkret ausgeübten Beruf orientiert – inklusive der tatsächlichen Aufgabenverteilung (z. B. 70 % Büro, 30 % Außendienst). - Grad der BU
Meist wird ab 50 % BU geleistet. Einige Tarife zahlen bereits anteilig bei geringerer Beeinträchtigung (z. B. 25 %). - Verzicht auf abstrakte Verweisung
Gute Tarife verzichten darauf, Sie theoretisch auf einen anderen Beruf zu verweisen, den Sie zwar von Ihrer Qualifikation her ausüben könnten, der aber mit Ihrem realen Berufsweg nichts zu tun hat. - Beitragsbefreiung im Leistungsfall
Sobald BU anerkannt wird, sollten Sie keine Beiträge mehr zahlen müssen – auch nicht für evtl. gekoppelte Zusatzbausteine. - Nachversicherungsgarantien
Möglichkeit, die BU-Rente bei bestimmten Ereignissen (z. B. Gehaltssprung, Heirat, Geburt von Kindern, Immobilienkauf, Selbstständigkeit) ohne erneute Gesundheitsprüfung zu erhöhen. - Dynamik
Regelmäßige prozentuale Erhöhung von BU-Rente und Beitrag (z. B. 3 % p. a.), um Inflation auszugleichen. Optional, aber extrem wichtig für lange Laufzeiten. - Arbeitsunfähigkeits-Klausel (AU-Klausel)
Manche Tarife leisten BU-Rente bereits, wenn Sie über einen längeren Zeitraum arbeitsunfähig („krankgeschrieben“) sind – auch wenn die BU noch nicht abschließend festgestellt wurde. Das kann eine finanzielle Lücke schließen.
„📘 Beachte: Eine starke BU zeichnet sich nicht durch Werbeslogans aus, sondern durch klare, kundenfreundliche Formulierungen in den Bedingungen – gerade bei Verweisung, Prognose und Nachversicherung.“
5. Höhe der BU-Rente & Laufzeit – wie planen Sie richtig? 🎯
Zwei Stellschrauben machen in der Praxis den größten Unterschied:
- Höhe der BU-Rente
- Endalter (bis wann läuft der Vertrag?)
5.1 Wie hoch sollte die BU-Rente sein?
Faustregel: 60–80 % Ihres monatlichen Nettogehalts sollten – je nach sonstigen Einnahmen und Rücklagen – durch BU-Rente abgesichert sein.
Orientierungstabelle:
| Netto-Einkommen / Monat | Sinnvolle BU-Rente (ca.) |
|---|---|
| 1.800 € | 1.200–1.400 € |
| 2.500 € | 1.600–2.000 € |
| 3.200 € | 2.000–2.500 € |
| 4.000 € | 2.500–3.000 € |
Zusätzlich zu berücksichtigen:
- weitere Einkommensquellen im Ernstfall (z. B. Mieteinnahmen),
- Höhe der gesetzlichen Erwerbsminderungsrente oder Versorgungswerk-Leistung,
- ob ein Partner Einkommen hat,
- geplante Kinder, Kreditfinanzierungen, Unterhaltsverpflichtungen.
5.2 Laufzeit / Endalter
Die meisten entscheiden sich für ein Endalter von:
- 65 Jahren (klassischer Ruhestand früher), oder
- 67 Jahren (aktuelles Regelrentenalter in der gesetzlichen Rente).
Ein kürzeres Endalter (z. B. 60) spart zwar Beitrag, birgt aber ein massives Risiko: Berufsunfähigkeit tritt statistisch gesehen nicht nur mit 30 oder 40 auf, sondern häufig auch in den 50ern. Genau dann läuft der Vertrag bei unkluger Wahl ggf. bereits aus.
„💡 Tipp: Endalter lieber realistisch – meist 67 – wählen und dafür an anderen Stellschrauben optimieren (z. B. moderate Dynamik, geschickte Kombination mit anderen Bausteinen), statt am gefährlichsten Punkt zu sparen.“
6. Beiträge, Kosten & Preisfaktoren einer BU 💰
BU-Beiträge sind sehr individuell. Die Bandbreite reicht von „erstaunlich günstig“ bis „deutlich im dreistelligen Bereich pro Monat“.
Wichtige Faktoren:
| Faktor | Einfluss auf Beitrag |
|---|---|
| Alter beim Abschluss | je jünger, desto niedriger |
| Beruf / Berufsgruppe | Büro- und Akademikerberufe oft günstiger als körperliche Berufe |
| Gesundheit | Vorerkrankungen → Zuschläge oder Ausschlüsse möglich |
| Höhe der BU-Rente | je höher die Rente, desto höher der Beitrag |
| Endalter | längere Laufzeit = höherer Betrag |
| Raucherstatus | Raucher zahlen häufig deutlich mehr |
| Hobbys | Motorsport, Klettern, Extremsport etc. → Zuschläge |
Grobe Beispiele zur Einordnung (ohne Gewähr)
| Profil | BU-Rente / Endalter | Beitragstendenz |
|---|---|---|
| Bürokauffrau, 27 J., Nichtraucher | 1.500 € bis 67 | meist überschaubar – niedrig bis mittlerer zweistelliger Monatsbeitrag |
| Ingenieur, 35 J., Nichtraucher | 2.000 € bis 67 | eher mittlerer zweistelliger Monatsbeitrag, je nach Tarif |
| Handwerker, 30 J., Nichtraucher | 1.500 € bis 65 | deutlich höher, teils hoher zweistelliger oder niedriger dreistelliger Monatsbeitrag |
| Studentin Medizin, 24 J. | 1.000 € bis 67 | häufig sehr günstiger Einstieg, später per Nachversicherung erweiterbar |
„⚠️ Achtung: Ein „Schnäppchen-Tarif“ mit schwachen Bedingungen, zu niedriger Rente oder kurzem Endalter ist am Ende teurer als ein fair kalkulierter Vertrag, der im Ernstfall wirklich trägt.“
7. Gesundheitsfragen, Vorerkrankungen & riskante Hobbys 🩺
Der heikelste Teil bei BU: das Thema Gesundheit. Hier passieren in der Praxis die meisten Fehler – meist nicht aus böser Absicht, sondern aus Unwissenheit.
Was der Versicherer wissen will:
- ambulante Behandlungen der letzten Jahre (z. B. 3 oder 5 Jahre),
- stationäre Aufenthalte (z. B. 5 oder 10 Jahre),
- psychische Erkrankungen, Therapien, Diagnosen,
- chronische Erkrankungen (z. B. Diabetes, Rheuma, MS, Migräne etc.),
- Unfälle, OPs, anhaltende Beschwerden,
- Medikamente, die länger eingenommen wurden,
- riskante Hobbys: Motorsport, Freeclimbing, Kampfsport, Extremsport.
Sinnvolle Vorgehensweise:
- Arztunterlagen anfordern (Hausarzt, Fachärzte), um zu wissen, was in den Akten steht.
- Fragen in Ruhe und vollständig beantworten, nicht zwischen Tür und Angel.
- Bei komplizierter Historie: anonyme Voranfrage über einen unabhängigen Makler bei mehreren Versicherern.
„💡 Tipp: Die größte Gefahr ist nicht ein Risikozuschlag – die größte Gefahr ist eine Leistungsablehnung, weil der Versicherer bei der Leistungsprüfung eine „vergessene“ Diagnose von vor fünf Jahren findet, von der im Antrag nichts stand.“
8. BU im Lebenslauf: Azubis, Studenten, Angestellte, Selbstständige, Beamte, Kinder & Schüler 👨👩👧
BU betrifft fast alle – aber je nach Lebensphase sind andere Punkte wichtig.
Azubis
- oft noch günstige Beiträge,
- viele Tarife erlauben Anpassung nach Abschluss der Ausbildung,
- sinnvoll, wenn klar ist, wohin der berufliche Weg geht und keine massiven gesundheitlichen Themen vorliegen.
Studenten
- sehr interessant bei Studiengängen mit später hohem Einkommen: Medizin, Jura, Ingenieurwesen, IT, Wirtschaft etc.,
- Zielberuf kann tariflich berücksichtigt werden,
- früh abgeschlossene Verträge mit Nachversicherungsgarantien bieten extrem wertvolle Option für die späteren Jahre.
Angestellte
- Lohnfortzahlung (6 Wochen) und Krankengeld decken nur kurze Phasen,
- danach droht eine Lücke bis zur BU-Leistung,
- BU sollte langfristig das Einkommen absichern, Krankentagegeld überbrückt die Zeit bis zur BU.
Selbstständige & Freiberufler
- ohne Arbeitgeber und oft mit wenig gesetzlicher Absicherung,
- BU plus Krankentagegeld sind elementar,
- wichtig: realistische Tätigkeitsbeschreibung (nicht „nur Schreibtisch“, wenn de facto viel körperliche Arbeit anfällt).
Beamte
- hier kommen besondere Themen ins Spiel: Dienstunfähigkeit, Versorgungsrecht, Status (Widerruf, Probe, Lebenszeit),
- „normale“ BU muss sorgfältig auf Dienstunfähigkeits-Klauseln abgestimmt werden,
- eigene DU-Seiten gehen ins Detail – auf der Hauptseite wichtig: Beamte brauchen ein abgestimmtes Konzept, kein Standardprodukt.
Kinder & Schüler
- klassische BU ist oft noch nicht möglich,
- Alternativen: Kinder-Invaliditätsversicherung, Grundfähigkeitsversicherung, ggf. spezielle Schüler-Tarife,
- Ziel: einen Grundschutz schaffen, der später in eine BU-Absicherung hineinwachsen kann.
„📘 Beachte: BU ist kein Produkt „ab 30+“, sondern ein Thema für den gesamten Lebenslauf – entscheidend ist, in jeder Phase eine altersgerechte Lösung zu wählen.“
9. Alternativen & Ergänzungen zur BU – wenn „klassische BU“ nicht reicht 🔄
INicht jeder bekommt eine BU zu vernünftigen Bedingungen: riskante Berufe, schwere Vorerkrankungen, sehr knappes Budget. Dann sind Alternativen wichtig – auch als Ergänzung zur BU.
Überblick – Alternativen & Ergänzungen
| Baustein | Ziel | Stärken | Schwächen |
|---|---|---|---|
| Grundfähigkeitsversicherung (GFV) | Rente/Kapital bei Verlust definierter Fähigkeiten | oft leichter zu bekommen, gute Ergänzung, auch für körperliche Berufe | kein direkter Bezug zum Beruf, andere Leistungslogik |
| Dread-Disease-Versicherung | Einmalbetrag bei schwerer Diagnose (z. B. Krebs) | freie Verwendung der Auszahlung, z. B. Entschuldung, Umstieg | keine laufende BU-Rente, limitiert auf definierte Krankheiten |
| Erwerbsunfähigkeitsversicherung | Rente bei weitgehender Erwerbsunfähigkeit | oft günstiger als BU | knüpft nicht an den konkreten Beruf an, Bedingungen genau ansehen |
| Kinder-Invaliditätsversicherung | Schutz bei Invalidität durch Unfall oder Krankheit | sinnvoller Schutz für Kinder | kein klassischer BU-Ersatz für spätere Jahre |
| Private Unfallversicherung | Kapital bei Unfallinvalidität | ergänzend gut, sehr günstig | Krankheiten (Haupt-BU-Ursache) nicht abgesichert |
| Krankentagegeld | Verdienstausfall im Krankheitsfall (bis BU greift) | wichtig für Angestellte & Selbstständige | keine dauerhafte Einkommensabsicherung |
Strategische Kombinationen:
- BU + Krankentagegeld (klassischer Einkommensschutz),
- BU + Grundfähigkeitsversicherung (zusätzliche Sicherheit bei Fähigkeitenverlust),
- bei BU-Ablehnung: GFV + Dread Disease + KIV (bei Kindern) als zweite Reihe,
- für risikoreiche Berufe: GFV als Hauptbaustein, ggf. kleine BU, wenn möglich.
„💡 Tipp: Alternativen sind kein Zeichen von „Scheitern“, sondern Ausdruck eines professionellen Umgangs mit Ihrer Ausgangslage. Wenn klassische BU nicht (voll) möglich ist, kann ein Plan B aus mehreren Bausteinen sehr viel besser sein als gar nichts.“
10. FAQ – 6 wichtige Fragen zur Berufsunfähigkeitsversicherung ❓
Gerade dann ist sie am einfachsten und günstigsten zu bekommen. Die großen Probleme entstehen in der Praxis nicht beim 25-jährigen Gesunden – sondern beim 35- bis 45-Jährigen mit bereits vorhandenen Diagnosen. Wer früh startet, sichert sich Gesundheitszustand, Preis und Nachversicherungsrechte.
„📘 Beachte: BU wird abgeschlossen, solange es Ihnen gut geht – nicht, wenn Sie schon die ersten größeren Befunde im Arztbrief stehen haben.“
Die gesetzliche Erwerbsminderungsrente bietet nur eine Grundsicherung und knüpft an die allgemeine Erwerbsfähigkeit an – nicht an Ihren konkreten Beruf. Häufig liegt die Rente deutlich unter dem, was Sie für Miete, Kredit, Familie und Alltag brauchen.
„💡 Tipp: Ein kurzer Blick in Ihre Renteninformation zeigt Ihnen sehr klar, dass die staatliche Absicherung allein meist nicht reicht – sie ist ein Baustein, nicht die Gesamtlösung.“
Dann ist eine BU nicht aussichtslos – aber es wird anspruchsvoller. Mögliche Szenarien: Zuschläge, Ausschlüsse, Ablehnungen bei einzelnen Versicherern. Gute Vorbereitung, Arztunterlagen und anonyme Voranfragen sind hier entscheidend. In manchen Fällen wird eine Kombination aus BU (mit Ausschlüssen) und ergänzenden Bausteinen sinnvoll sein.
„⚠️ Achtung: Psychische Diagnosen sind heute häufig – sie zu verschweigen ist keine Lösung, sondern ein Einfallstor für Probleme im Leistungsfall.“
Ja, wenn der Vertrag starke Nachversicherungsgarantien enthält. Dann können Sie bei Gehaltssteigerungen, Heirat, Geburt von Kindern, Immobilienkauf oder beruflichen Veränderungen Ihre BU-Rente erhöhen, ohne Ihre Gesundheit neu prüfen zu lassen.
„📘 Beachte: Gerade bei Karriereberufen (Ärzte, Juristen, Ingenieure, IT) ist dieser Punkt zentral – das Einkommen wächst oft schneller, als die ursprüngliche BU-Rente mitgeplant wurde.“
Eine Ablehnung in der Gesundheitsprüfung ist kein Weltuntergang, aber sie hinterlässt Spuren in internen Systemen. Deshalb ist es klüger, vorab anonyme Voranfragen zu nutzen. Wird eine BU tatsächlich abgelehnt, muss geprüft werden, ob andere Gesellschaften oder alternative Produkte (GFV, Dread Disease, EU) sinnvoll sind.
„💡 Tipp: Ein durchdachtes Antragsmanagement ist bei BU fast so wichtig wie der Tarif selbst – besser Strategie als Zufall.“
So lange, wie die Voraussetzungen für Berufsunfähigkeit erfüllt sind – maximal bis zum vereinbarten Endalter (z. B. 67). Bessert sich Ihr Zustand dauerhaft, kann die BU-Leistung reduziert oder eingestellt werden. Verschlechtert er sich, kann sie wiederaufleben oder angepasst werden. Gute Verträge regeln diese Prüfmechanismen klar und transparent.
„📘 Beachte: BU ist keine „lebenslange Rente“ unabhängig von Ihrem Gesundheitszustand – sondern eine dynamische Absicherung, die sich an Ihrer tatsächlichen beruflichen Leistungsfähigkeit orientiert.“
11. Fazit – MAWA Finanz BU-Check & ganzheitliches Konzept 🧭
Berufsunfähigkeitsversicherung – starker BU-Schutz | MAWA Finanz
Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist kein „Zusatzprodukt“, das man nebenbei im Internet klickt – sie ist einer der wichtigsten Verträge überhaupt. Ohne funktionierenden Einkommensschutz werden langfristige Ziele wie Immobilien, Familie, Altersvorsorge oder Selbstständigkeit zu einem wackeligen Kartenhaus.
Eine gute BU-Strategie bedeutet:
- Sie kennen Ihre persönliche Einkommenslücke im Ernstfall.
- Sie wissen, wie hoch Ihre BU-Rente sein sollte und bis wann der Vertrag laufen muss.
- Sie haben verstanden, warum Bedingungen (Verweisung, Nachversicherung, AU-Klausel) wichtiger sind als 5 € Beitragsunterschied.
- Sie gehen Gesundheitsfragen strukturiert an – mit Arztunterlagen, Voranfragen und sauberer Dokumentation.
- Sie kombinieren BU sinnvoll mit anderen Bausteinen (Krankentagegeld, Grundfähigkeitsversicherung, Unfall, ggf. Dread Disease), wenn es zu Ihrer Situation passt.
- Sie betrachten BU nicht isoliert, sondern im Zusammenhang mit gesetzlicher Rente, betrieblicher Vorsorge, Vermögensaufbau und Familie.
„💡 Tipp: Die Frage ist nicht, ob BU „ja oder nein“, sondern wie BU und ggf. Alternativen so zusammenspielen, dass Ihr Lebensentwurf auch bei gesundheitlichen Rückschlägen stabil bleibt.“
MAWA Finanz unterstützt Sie dabei, aus all diesen Punkten ein stimmiges Konzept zu machen – unabhängig von einzelnen Gesellschaften, mit Fokus auf:
- realistische Bedarfsberechnung,
- klare Priorisierung der Risiken,
- saubere Gesundheitsprüfung,
- Auswahl starker Bedingungen,
- und ein Gesamtbild, das zu Ihrem Leben passt – heute und in 20 Jahren.
