
Versicherungen für Gastronomie, Hotels & Imbiss
Gastronomie und Hotellerie heißen Tempo, Gäste, Personal und hohe Fixkosten. Ein sauberes Versicherungssystem schützt Sie im Betrieb – und privat vor teuren Ausnahmen.
Versicherungen für Gastronomie, Hotels & Imbiss – das solltest du wissen.
🌟 Einleitung

Gastronomie, Hotels und Imbissbetriebe funktionieren im Alltag über Routine: Einkauf, Küche, Service, Schichtplan, Reservierungen, Hygiene, Lieferanten, Kasse. Das Risiko steckt im Ausnahmefall: Ein Gast stürzt, ein Allergievorwurf eskaliert, ein Kühlgerät fällt aus, ein Fettbrand legt die Küche still, eine Kontrolle führt zu Auflagen, oder ein Cyberangriff sperrt das Kassensystem. Dann zählt nicht, ob Sie „irgendwas versichert“ haben, sondern ob Deckung, Prozesse, Nachweise und Summen zu Ihrem Betrieb passen.
Dazu kommt: Die Branche ist extrem unterschiedlich. Hotel vs. Restaurant vs. Imbiss, Catering vs. Lieferdienst, Foodtruck vs. gehobene Küche, kleine Karte vs. große Küche, eigene Immobilie vs. Pachtobjekt, viele Aushilfen vs. festes Team. Wer hier Standardpakete übernimmt, entdeckt Lücken oft erst, wenn ein Schaden bereits teuer ist.
„💡 Tipp: Denken Sie nicht in Versicherungsnamen, sondern in Szenarien: Gastschaden, Lebensmittelvorwurf, Kühlkettenausfall, Brand/Leitungswasser, Betriebsstillstand, Streit mit Vermieter/Arbeitnehmern, Cyber/Kasse, Lieferfahrzeug, langer Ausfall der Inhaberperson. Wenn diese Szenarien finanziell überlebbar sind, ist Ihr System professionell.“
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1. Betriebshaftpflicht und Gästehaftung 🧾
Die Betriebshaftpflicht ist in Gastronomie und Hotellerie oft der wichtigste Grundbaustein, weil Sie täglich mit Gästen, Lieferanten und Dritten zu tun haben. Typische Fälle wirken banal, werden aber schnell teuer: Ein Gast rutscht auf nassem Boden aus, ein Kind verletzt sich am Buffet, ein Tablett kippt auf ein Smartphone, ein Heizpilz fällt um, ein Hausmeister wird beim Aufbau behindert, oder im Hotelzimmer entsteht ein Schaden, der Ihnen als Betreiber zugerechnet wird.
Entscheidend ist, dass nicht nur „Personenschäden“ gedacht werden. In der Praxis sind auch Sachschäden, Mietsachschäden (Pachtobjekt), Schlüsselrisiken (Schließanlagen), und die Abwehr unberechtigter Ansprüche wichtig. Gerade in der Gastronomie gibt es häufig Diskussionen: War der Boden korrekt gesichert, war der Gast alkoholisiert, war die Fläche ordnungsgemäß beleuchtet, gab es Warnhinweise? Eine gute Betriebshaftpflicht zahlt nicht nur, sondern prüft auch und wehrt ab.
Wichtig ist außerdem das Tätigkeitsbild: Restaurant, Imbiss, Café, Bar, Hotel, Catering, Foodtruck, Lieferdienst. Wenn das nicht sauber angegeben ist, entstehen im Schadenfall Diskussionen an der falschen Stelle.
| Prüfpunkt | Was das konkret bedeutet | Warum es in der Gastro zählt | Typischer Fehler |
| Deckungssumme | ausreichend hoch für Personenschäden | Personenschäden sind die Kostentreiber | zu niedrig „weil Beitrag“ |
| Mietsachschäden | Pachtobjekt, Einrichtung, Böden, Sanitär | Schäden entstehen im Betrieb schnell | Pachtobjekt ist „nicht drin“ |
| Schlüssel/Schließanlage | Verlust inkl. Folgekosten | Hotels & Betriebe arbeiten mit Systemen | nur an „Schlüssel nachmachen“ gedacht |
| Abwehrfunktion | unberechtigte Ansprüche abwehren | viele Fälle sind strittig | nur „Zahlung“ erwartet |
| Tätigkeitsbild | Catering/Lieferdienst/Events korrekt | sonst Streit über Deckung | Betrieb wächst, Vertrag bleibt alt |
„📘 Beachte: In der Gastronomie entscheidet nicht „ob Haftpflicht“, sondern ob Mietsachschäden, Schlüsselthemen und die Abwehrfunktion wirklich sauber geregelt sind.“
2. Produkthaftung, Lebensmittel und Allergene 🍽️
Sobald Sie Speisen und Getränke abgeben, tragen Sie ein spezielles Risiko: Produkt- und Lebensmittelvorwürfe. Das kann von Magen-Darm-Beschwerden über behauptete Fremdkörper bis zu Allergiereaktionen reichen. Besonders tückisch: Häufig geht es nicht um eindeutige Beweise, sondern um Vorwürfe und Kettenfragen. Wer hat was gegessen, was stand auf der Karte, wie wurden Allergene kommuniziert, wie ist die Dokumentation, wie war die Kühlung, wie war die Zubereitung, welche Liefercharge war betroffen?
Hotels und Restaurants haben zusätzlich Mischrisiken: Frühstücksbuffet, Catering, Bankett, Außer-Haus-Geschäft, To-go, Lieferdienst. Je mehr Kanäle, desto wichtiger ist eine saubere Produkthaftungslogik, die auch Rückrufkosten, Prüfkosten und manchmal sogar Medien-/Reputationsfolgen zumindest als Prozess abfedert, soweit es versicherbar und sinnvoll ist.
Wichtig ist auch die Erwartungssteuerung: Versicherung ersetzt keine Hygiene und keine Allergenprozesse. Aber sie kann die finanziellen Folgen abfedern und die Abwicklung professionalisieren, wenn es zu einem Anspruch kommt.
| Prüfpunkt | Was das konkret bedeutet | Warum es wichtig ist | Typischer Fehler |
| Produkthaftung integriert | Schäden durch Speisen/Getränke abgedeckt | Kernrisiko der Branche | nur „Gästehaftung“ gedacht |
| Allergene/Unverträglichkeit | Vorwürfe realistisch abbilden | häufige Konfliktquelle | Karte/Info unklar, Deckung ungeprüft |
| Außer-Haus/Lieferung | To-go, Lieferdienst eingeschlossen | anderer Risikoweg | Liefergeschäft wächst, Vertrag bleibt alt |
| Rückruf-/Prüfkosten | Kosten für Sperrung/Prüfung/Charge | schnell teuer, auch ohne Personenschaden | nur „wenn jemand krank wird“ gedacht |
| Dokumentationslogik | Nachweise, Chargen, Lieferanten | hilft in Abwehr und Klärung | keine saubere Ablage |
„⚠️ Achtung: Lebensmittelvorwürfe eskalieren oft über Kommunikation und Dokumentation. Wenn Allergene, Lieferwege und Prozesse nicht sauber sind, wird selbst ein kleiner Vorwurf teuer.“
3. Inventar-, Inhalts- und Glasversicherung 🧰
Während Haftpflicht „Dritte“ betrifft, geht es bei der Inhaltsversicherung um Ihr eigenes Betriebsvermögen: Küche, Geräte, Mobiliar, Lager, Waren, ggf. Hotelinventar in Gemeinschaftsbereichen. In der Gastro ist die Wertdichte hoch und die Wiederbeschaffung im Schadenfall oft zeitkritisch. Ein Brand, Leitungswasserschaden oder Einbruch trifft Sie doppelt: Es ist nicht nur ein Sachschaden, sondern häufig auch ein Startpunkt für Betriebsunterbrechung.
Je nach Betrieb sind typische Zusatzthemen wichtig: Kühlgut und Tiefkühlware, Glasbruch (Fenster, Türen, Vitrinen, Glaselemente, Buffetabdeckungen), Elektronik, Außenbestuhlung, Markisen, mobile Geräte, und bei Hotels häufig höhere Inventarwerte durch Ausstattung und Deko.
Entscheidend ist die richtige Versicherungssumme und die Frage, wie bewertet wird: Neuwert, Zeitwert, besondere Positionen. Unterversicherung ist hier der Klassiker: Der Betrieb wächst, die Küche wird modernisiert, Geräte werden teurer, aber die Summe bleibt alt.
| Prüfpunkt | Was das konkret bedeutet | Warum es zählt | Typischer Fehler |
| Versicherungssumme | realistische Werte inkl. Küche/Inventar | sonst Unterversicherung | Summe historisch „nie angepasst“ |
| Gefahrenumfang | Feuer, Leitungswasser, Einbruch, Sturm | typische Schadenquellen | nur Feuer gedacht |
| Kühlgut (wenn nötig) | Verderb durch Ausfall/Schaden | Ware ist Umsatz und Kosten | Kühlgut komplett vergessen |
| Glasbruch (wenn nötig) | Glasflächen, Vitrinen, Türen | in Gastro/Hotel häufig | Glas ist teuer, aber „nicht drin“ |
| Außenbereich | Bestuhlung, Heizstrahler, Deko | hohe Verlustquote | Außenwerte fehlen im Vertrag |
„💡 Tipp: Inhaltsschutz ist nur so gut wie Ihre Werte-Liste. Wer Küche, Lager, Außenbereich und Hotelinventar sauber bewertet, verhindert Unterversicherung und Diskussionen im Schadenfall.“
4. Betriebsunterbrechung und Ertragsausfall 🔥
Die Betriebsunterbrechung ist in der Gastro oft der Unterschied zwischen „Schaden“ und „Existenzproblem“. Denn die Fixkosten laufen weiter: Miete/Pacht, Leasing, Löhne, Energiegrundkosten, Versicherungen, Kredite, Software, ggf. Franchisegebühren. Gleichzeitig fällt Umsatz weg. Nach einem Brand in der Küche oder einem großen Leitungswasserschaden ist nicht nur etwas kaputt, sondern der Betrieb ist häufig (teilweise) zu.
Wichtig ist die Logik: Betriebsunterbrechung setzt meist einen versicherten Sachschaden voraus. Deshalb müssen Inhaltsversicherung und Betriebsunterbrechung zusammenspielen. Außerdem zählen Zeitparameter: Wartezeiten, Haftzeit, Entschädigungsdauer. In der Gastro ist die Frage „Wie lange dauert Wiederaufbau und Wiedereröffnung realistisch?“ entscheidend, nicht die Hoffnung.
Für Hotels kommt hinzu: Buchungslücken, Stornierungen, langfristige Umsatzeffekte. Für Imbiss und Lieferbetriebe kommt hinzu: schnelle Ersatzlösungen, Notbetrieb, Ausweichküche.
| Prüfpunkt | Was das konkret bedeutet | Warum es in der Branche wichtig ist | Typischer Fehler |
| Basis (Sachschaden) | gekoppelt an Inhaltsdeckung | sonst keine Leistung | BU ohne passenden Inhaltsschutz |
| Haftzeit/Entschädigungsdauer | realistische Dauer für Wiederöffnung | Bauzeiten sind selten kurz | zu kurze Haftzeit |
| Berechnungsbasis | Rohertrag, Umsatz, fortlaufende Kosten | Fixkosten sind der Killer | falsche Kennzahlen |
| Notbetrieb | Ausweichlösung/Interim möglich | reduziert Ausfallkosten | kein Plan für Ersatzbetrieb |
| Zusatzkosten | Mehrkosten für Wiederanlauf | beschleunigt Eröffnung | nur „Umsatz“ gedacht |
„⚠️ Achtung: Viele Gastro-Betriebe sind nicht am Sachschaden, sondern am Cashflow-Stop gescheitert. Wenn Haftzeit und Fixkostenlogik nicht passen, wird ein Brand schnell existenziell.“
5. Rechtsschutz für Gastronomie und Hotellerie ⚖️
Gastronomie ist konfliktintensiv, weil viele Verträge und viele Menschen beteiligt sind: Vermieter/Pächter, Lieferanten, Mitarbeitende, Gäste, Behörden, Nachbarn. Streit entsteht oft aus Timing und Kommunikation: Kündigung von Personal, Abmahnungen, Kassenfehlbeträge, Miet- und Nebenkostenabrechnungen, Streit über Mängel im Pachtobjekt, Auseinandersetzungen mit Lieferanten, Reklamationen, Bewertungen, manchmal auch Strafrechtsvorwürfe (z. B. fahrlässige Körperverletzung im Raum von Vorwürfen, Ermittlungen nach Vorfällen).
Ein Gewerberechtsschutz kann sinnvoll sein, wenn er zu Ihrer Realität passt: arbeitsrechtliche Themen, Vertragsrecht, Miet-/Pachtthemen, ggf. Strafrechtsschutz-Bausteine und je nach Betrieb auch Verwaltungsrecht (Auflagen, Gebühren, Bescheide). Der Kernnutzen ist Handlungsfähigkeit: frühe Beratung, saubere Strategie, keine Fehlkommunikation.
| Prüfpunkt | Was das konkret bedeutet | Warum es zählt | Typischer Fehler |
| Arbeitsrecht | Kündigung, Abmahnung, Konflikte | hohe Frequenz in der Branche | nur Privat-Rechtsschutz |
| Miet/Pacht | Nebenkosten, Mängel, Kündigung | Fixkosten und Standort sind kritisch | Pachtkonflikte unterschätzt |
| Vertragsrecht | Lieferanten, Geräte, Wartung, Service | viele laufende Verträge | ohne Beratung unterschrieben |
| Strafrechtsschutz | Vorwürfe, Ermittlungen, Aussage | Vorwürfe können eskalieren | vorschnell ohne Anwalt reden |
| Verwaltungsbezug | Auflagen, Bescheide, Gebühren | Behördenkontakt ist real | Fristen ignoriert |
„💡 Tipp: Im Konfliktfall gilt: erst Unterlagen sichern, dann sprechen. Rechtsschutz ist in der Gastro wertvoll, wenn er frühe anwaltliche Unterstützung ermöglicht.“
6. Cyber, Kasse und Datenschutz 💻
In Gastronomie und Hotellerie ist Cyber nicht „IT-Spielerei“, sondern Umsatzinfrastruktur: Kassensystem, Kartenzahlung, Reservierungssystem, Lieferplattformen, Hotelbuchung, Gästedaten, WLAN, digitale Personalplanung. Ein Ausfall bedeutet oft: kein Verkauf, keine Abrechnung, keine Kommunikation. Dazu kommen Datenschutzrisiken: Gästedaten, Buchungsdetails, Rechnungen, ggf. Ausweiskopien im Hotelkontext.
Cyberrisiken zeigen sich häufig als Erpressung, Kontoübernahme, manipulierte Zahlungswege, Ausfall durch Schadsoftware oder Datenabfluss. Wichtig ist, dass Cyberabsicherung nicht nur „Kosten übernimmt“, sondern auch Wiederanlauf unterstützt: IT-Forensik, Wiederherstellung, Krisenkommunikation, Rechtsberatung, teilweise Betriebsunterbrechungslogik, soweit sinnvoll vereinbart.
Genauso wichtig ist Basis-Hygiene: 2-Faktor, Updates, getrennte Konten, Backups, Rechtekonzept. Versicherung ist nicht Ersatz für Prozesse, aber sie kann Folgen abfedern.
| Prüfpunkt | Was das konkret bedeutet | Warum es wichtig ist | Typischer Fehler |
| Kassensystem-Ausfall | Umsatz/Abrechnung betroffen | Betrieb steht schnell still | kein Offline-Plan |
| Zahlungsdaten/Accounts | Karten, Provider, Login-Schutz | Kontoübernahme ist real | Passwörter geteilt |
| Gästedaten | Datenschutz, Meldepflichten | hoher Aufwand im Ernstfall | Datenablage unklar |
| Wiederherstellung | Forensik, Recovery, Dienstleister | Zeit ist Geld | Backup nie getestet |
| Social/Rezensionen | Account-Hijacking/Schäden | Ruf wirkt direkt auf Umsatz | „betrifft uns nicht“ |
„⚠️ Achtung: Cyber-Schäden werden in der Gastro oft erst bemerkt, wenn die Kasse nicht mehr läuft. Wer Offline-Plan, Backups und Zugriffsschutz nicht hat, verliert Zeit und Umsatz gleichzeitig.“
7. Kfz, Lieferdienst und Mobilität 🚚
Viele Betriebe haben Mobilitätsrisiken: Lieferfahrzeuge, Catering-Transporte, Servicefahrten, Einkaufsfahrten, Shuttle (bei Hotels), Mitarbeitende mit privaten Fahrzeugen im Auftrag. Dazu kommt: In der Gastro sind Wege oft zeitkritisch. Ein Ausfall zur falschen Zeit bedeutet nicht nur Reparaturkosten, sondern auch Umsatzausfall, verlorene Buchungen oder Vertragsstress.
Wichtig ist die Trennung: Privatfahrzeug, Firmenfahrzeug, gelegentliche Nutzung, gewerbliche Nutzung, Lieferdienst. Wenn die Nutzung nicht korrekt eingestuft ist, entsteht im Schadenfall unnötiger Streit. Ebenso wichtig: was passiert nach einem Unfall? Ersatzmobilität, Ausfallzeit, Fahrerlogik, und bei Lieferbetrieben auch Haftung für transportierte Ware.
| Prüfpunkt | Was das konkret bedeutet | Warum es zählt | Typischer Fehler |
| Nutzungsart korrekt | Lieferung/Catering/Hotel-Shuttle erfasst | sonst Deckungsdiskussion | „ist ja nur gelegentlich“ |
| Fahrerregelung | wer fährt, wer ist berechtigt | Alltag ist dynamisch | Aushilfen nicht bedacht |
| Ersatzmobilität | Ersatzfahrzeug und schnelle Lösung | Zeitkritik in der Branche | kein Ersatzplan |
| Transportiertes Gut | Ware/Equipment unterwegs | Verlust kann teuer sein | „wird schon halten“ |
| Wegeunfälle/Organisation | Prozess nach Unfall | weniger Chaos, schneller weiter | keine Zuständigkeit |
„📘 Beachte: Mobilität ist in der Gastro selten ein einzelner Existenzschaden, aber sie eskaliert über Zeitdruck und Ausfall. Wer Nutzung, Fahrer und Ersatz sauber plant, spart Stress und Umsatz.“
8. Chef-Absicherung: BU, Kranken, Pflege 💶
In Gastronomie, Hotel und Imbiss hängt extrem viel an der Inhaberperson oder an wenigen Schlüsselpersonen: Küche, Einkauf, Kalkulation, Personal, Abläufe, Stammgäste, Entscheidungen. Genau deshalb ist die private Absicherung der Inhaberperson kein „Privat-Thema“, sondern Betriebsstabilität. Ein längerer Ausfall durch Psyche, Rücken, Erschöpfung, chronische Erkrankung oder Unfall trifft nicht nur das Einkommen, sondern oft auch die Steuerung des Betriebs.
Der Kern ist Einkommensschutz: Berufsunfähigkeit als Grundlogik, plus passende Kranken- und Krankentagegeldplanung (gerade bei Selbstständigkeit) und Pflege als Langzeitrisiko. Entscheidend sind realistische Summen, Laufzeiten und die Frage, wie Fixkosten und Privatleben im Ausfall bezahlt werden. Wer hier zu klein plant, kauft sich Stress in der Phase, in der Ruhe nötig wäre.
| Prüfpunkt | Was das konkret bedeutet | Warum es in der Gastro zählt | Typischer Fehler |
| BU-Rentenhöhe | Haushalt + Verantwortungen abdecken | Ausfall ist selten kurz | zu niedrig angesetzt |
| Laufzeit/Endalter | Schutz bis realistischer Ruhestand | Risiken steigen später | Endalter zu kurz |
| Krankentagegeld | Liquidität bei längerer Krankheit | Selbstständige trifft es sofort | gar nicht vorhanden |
| Pflege | Zusatzlogik als Plan | Langzeitkosten sind real | Pflege ignoriert |
| Schlüsselperson-Realität | Betrieb hängt an wenigen | Ausfall wirkt sofort | „Team fängt alles auf“ gedacht |
„⚠️ Achtung: Der häufigste Fehler in der Gastro ist nicht fehlende Police, sondern falsche Priorität. Wenn Chef-Absicherung und Krankentagegeld fehlen, helfen die besten Sachversicherungen nur begrenzt.“
9. Schadenbeispiele aus der Praxis 🧨
Schadenbeispiele sind der beste Reality-Check, weil sie zeigen, was wirklich teuer wird: nicht der Alltag, sondern der Ausnahmefall. In Gastronomie, Hotels und Imbiss sind es häufig Mischlagen: ein Sachschaden plus Stillstand, ein Vorwurf plus Kommunikation, ein Ausfall plus Fixkosten. Entscheidend ist, ob Ihr System den Schaden finanziell abfedert und gleichzeitig die Abwicklung so strukturiert, dass der Betrieb schnell wieder läuft.
| Schadenfall | Was passiert | Welche Absicherung hilft | Typische Lücke |
| Gast stürzt | Personenschaden, Schmerzensgeld, Streit | Betriebshaftpflicht + Abwehr | Abwehr unterschätzt |
| Allergievorwurf | Vorwurf, Prüfung, Dokumentation | Produkthaftung + Prozess | Allergene/Infos unklar |
| Kühlung fällt aus | Ware verdirbt, Umsatzdruck | Inhalts + Kühlgutbaustein | Kühlgut nicht versichert |
| Fettbrand | Küche beschädigt, Betrieb zu | Inhalt + BU/Ertragsausfall | Haftzeit zu kurz |
| Leitungswasser | Inventar, Küche, Boden betroffen | Inhalts + ggf. BU | Werte falsch angesetzt |
| Einbruch/Diebstahl | Kasse, Technik, Alkohol/Warenvorrat | Inhalts/Einbruchdeckung | Außenwerte fehlen |
| Cyberangriff | Kasse tot, Datenproblem | Cyber + Wiederanlauf | Backup nie getestet |
| Pachtstreit | Mängel, Kündigungsdrohung | Rechtsschutz (Miete/Pacht) | nur Privat-RS |
| Inhaber fällt aus | Betrieb und Haushalt geraten unter Druck | BU + Krankentagegeld | Chef-Absicherung fehlt |
„💡 Tipp: Nutzen Sie die Tabelle als Checkliste. Wenn jedes Szenario „unangenehm, aber überlebbar“ ist, ist Ihre Absicherung richtig gebaut.“
10. FAQ – 6 wichtige Fragen zur Versicherung für Gastro ❓
Pflicht im Sinne von „ohne wird es schnell existenziell“ sind meist: Betriebshaftpflicht (Gäste, Mietsachschäden, Abwehr), Inhaltsversicherung (Inventar/Werte) und bei vielen Betrieben die Betriebsunterbrechung (Fixkosten/Stillstand). Für Inhaber kommt als harte Pflicht oft Einkommensschutz hinzu, weil ein längerer Ausfall den Betrieb indirekt mit trifft.
„💡 Tipp: Wenn Sie nur drei priorisieren: Betriebshaftpflicht, Inhalt, Betriebsunterbrechung. Wenn Sie selbstständig sind, ergänzen Sie als vierte Priorität Chef-Absicherung.“
Betriebshaftpflicht schützt Sie vor Ansprüchen Dritter (Gäste, Lieferanten, Dritte). Inhaltsversicherung schützt Ihr eigenes Inventar, Küche, Lager, Einrichtung. In der Praxis brauchen die meisten Betriebe beides, weil der typische Worst-Case oft kombiniert ist: Sachschaden im Betrieb plus Stillstand plus möglicher Gastvorwurf.
„📘 Beachte: Haftpflicht schützt vor Fremdansprüchen, Inhalt schützt Ihr Betriebsvermögen. Ein gutes System baut beide sauber auf und koppelt daran die Betriebsunterbrechung.“
Sobald Ihr Betrieb bei einem Sachschaden nicht einfach am nächsten Tag normal weiterlaufen kann. Wenn Küche, Gastraum oder Hotelbereiche nach Brand/Leitungswasser/Energieereignis ganz oder teilweise schließen, laufen Fixkosten weiter und Umsatz bricht weg. Dann ist Betriebsunterbrechung oft der entscheidende Baustein.
„⚠️ Achtung: Viele Betriebe scheitern nicht am Schaden, sondern am Cashflow-Stop. Prüfen Sie Haftzeit und Fixkosten realistisch, nicht optimistisch.“
Über eine saubere Produkthaftungslogik innerhalb der Betriebshaftpflicht, kombiniert mit klaren Allergen- und Dokumentationsprozessen. Versicherung hilft, wenn Ansprüche kommen, aber sie ersetzt keine saubere Kommunikation. Je besser Ihre Nachweise, desto leichter wird Abwehr oder Regulierung.
„💡 Tipp: Versicherungsdeckungen prüfen, aber parallel den Prozess stärken: Allergene klar, Lieferwege nachvollziehbar, Dokumente sauber abgelegt. Das spart im Vorwurfsfall Geld und Nerven.“
Wenn Kassensystem, Kartenzahlung, Reservierung, Lieferplattformen oder Hotelbuchung kritisch sind, kann Cyber sehr sinnvoll sein. Der Schaden ist oft nicht „Datenklau“, sondern Betriebsausfall: keine Kasse, keine Abrechnung, keine Buchungen. Entscheidend ist, dass Wiederherstellung und Dienstleisterkosten realistisch abgedeckt sind.
„📘 Beachte: Der wichtigste Cyber-Test ist nicht „haben wir eine Police?“, sondern „haben wir Backups, 2-Faktor und einen Offline-Plan für die Kasse?“. Ohne das wird es teuer.“
In vielen Gastro-Betrieben ist das der Einkommensschutz (Berufsunfähigkeit) plus Krankentagegeld, weil der Betrieb stark an der Inhaberperson hängt und ein langer Ausfall schnell sowohl Haushalt als auch Betrieb destabilisiert. Wer hier zu knapp plant, kauft sich Druck in der falschen Phase.
„⚠️ Achtung: Die gefährlichste Lücke ist der lange Ausfall der Schlüsselperson. Wenn Chef-Absicherung fe
11. – MAWA Gastro-Check ✅
Versicherungen für Gastronomie, Hotels & Imbiss | MAWA Finanz
Gastronomie, Hotels und Imbiss brauchen kein Versicherungschaos, sondern ein System für teure Ausnahmen: Betriebshaftpflicht mit Gäste-, Miet- und Abwehrlogik, Produkthaftung passend zu Speisen/Allergenen, Inhaltsversicherung für Küche, Inventar und Lager, Betriebsunterbrechung als Cashflow-Rettung nach Sachschaden, Rechtsschutz für Pacht/Arbeitsrecht/Strafvorwurfslagen, Cyber für Kasse und Daten, Mobilitätslogik für Liefer- und Servicefahrten und als stabilisierende Säule die Chef-Absicherung (BU, Krankentagegeld, Pflege). Das Ziel ist simpel: Im Ausnahmefall bleiben Sie handlungsfähig und finanziell stabil.
| MAWA Gastro-Check | Prüffrage | Ziel |
| Betriebshaftpflicht | Gäste, Mietsachschäden, Abwehr sauber geregelt? | keine teure Überraschung |
| Produkthaftung | Speisen/Allergene/Lieferwege passend abgedeckt? | Vorwürfe überlebbar |
| Inhaltsversicherung | Werte (Küche/Lager/Außenbereich) realistisch? | Inventar schnell ersetzbar |
| Betriebsunterbrechung | Haftzeit und Fixkostenlogik passend? | Cashflow bleibt stabil |
| Rechtsschutz | Pacht/Arbeitsrecht/Strafschutz passend? | handlungsfähig bleiben |
| Cyber | Kasse/Accounts/Backups/Wiederanlauf geregelt? | Betrieb läuft weiter |
| Mobilität | Lieferdienst/Nutzung/Fahrer/Ersatz geplant? | kein Termin- und Umsatzchaos |
| Chef-Absicherung | BU + Krankentagegeld + Pflege passend? | Stabilität trotz Ausfall |
„📘 Beachte: Gute Absicherung fühlt sich im Alltag unspektakulär an. Richtig gut ist sie, wenn sie im Ausnahmefall sofort greift und Ihr Betrieb weiter handlungsfähig bleibt.“
