Golfversicherung Hole in One Versicherung

Hole-in-One Versicherung – 5.000 bis 100.000 € absichern

Hole-in-One Versicherung als Kosten-Airbag – damit ein Volltreffer nicht zur Budgetfalle wird, sondern einfach nur ein Moment zum Feiern bleibt.

Hole-in-One Versicherung | Schutz für Turniere – das sollten Sie wissen.

🌟 Einleitung

Marcus Wacker Geschäftsführer
Marcus Wacker, Geschäftsführer,Amateurgolfer

Ein Hole-in-One ist selten – und genau deshalb ist es für Turniere, Sponsoren und Clubs gleichzeitig emotional und riskant. Denn sobald eine Summe im Raum steht (z. B. 10.000 €, 25.000 € oder 100.000 €), wird aus dem „Traumschlag“ ein kalkulatorisches Thema: Wer übernimmt die Auszahlung – und unter welchen Bedingungen gilt das Hole-in-One als „gültig“?

Genau dafür gibt es die Hole-in-One Versicherung: Sie sichert eine definierte Versicherungssumme ab, die fällig wird, wenn während eines festgelegten Zeitraums an festgelegten Loch-/Abschlagbedingungen ein Hole-in-One erzielt wird – typischerweise im Rahmen eines Turniers oder Events. Das ist keine Spielerei und auch keine „Preisversicherung für ein Auto“, sondern eine saubere Risikoabsicherung über Geldsumme.

Wichtig ist aber: Diese Versicherung ist extrem definitionsgetrieben. Nicht, weil Versicherer „komisch“ sind, sondern weil der Auslöser sehr konkret sein muss: Welches Loch? Welche Teebox? Welche Distanz? Welche Spielergruppe (Amateur/Pro)? Wie viele Löcher sind versichert? Wie viele Tage gilt der Schutz? Welche Nachweise sind notwendig? Wer das sauber aufsetzt, hat im Leistungsfall Ruhe. Wer hier schludert, diskutiert genau dann, wenn eigentlich gefeiert werden sollte.

💡 Tipp: Bei Hole-in-One gilt: Die Bedingungen sind wichtiger als die Summe. 100.000 € klingen toll – helfen aber nicht, wenn Teebox/Distanz/Spielerstatus nicht exakt passen.

1. Was ist eine Hole-in-One Versicherung genau? 🏌️‍♂️💶

Die Hole-in-One Versicherung ist eine Event-/Turnierabsicherung, die eine vorab vereinbarte Versicherungssumme zahlt, wenn ein Hole-in-One unter definierten Bedingungen eintritt. Sie wird typischerweise genutzt, wenn ein Sponsor, Club oder Veranstalter eine Geldsumme auslobt oder ein finanzielles Risiko übernehmen will.

Der Kern ist immer derselbe: Es gibt einen klaren Trigger (Hole-in-One) und eine klar abgegrenzte „Spielwiese“, auf der dieser Trigger gelten soll. Dadurch wird aus einer emotionalen Zusage („Wenn jemand locht, zahlen wir 25.000 €!“) ein planbarer Kostenpunkt.

Wichtig ist auch, wer Versicherungsnehmer ist: Häufig ist das der Veranstalter (Club/Turnierorganisation) oder der Sponsor, der die Summe ausgelobt hat. Der Versicherer ersetzt dann die Auszahlung, wenn die Bedingungen erfüllt sind. Ob das Geld direkt an den Spieler geht oder zunächst an Sponsor/Club und von dort an den Gewinner, muss klar im Ablauf geregelt sein – sonst entsteht im Trefferfall unnötiger Abstimmungsstress.

Typische Versicherungssummen (Beispiele):

  • 5.000 € (kleines Event/Charity)
  • 10.000–25.000 € (klassische Sponsoraktionen)
  • 50.000 € (hochwertige Turniere / PR-Wirkung)
  • 100.000 € (große Events, starke Sponsorwirkung)
BausteinWas genau festgelegt wirdWarum das wichtig ist
TriggerHole-in-One (ein Schlag vom Abschlag ins Loch)ohne Trigger keine Leistung
RahmenLochnummer, Teebox, Distanz, Zeitraummacht das Ereignis prüfbar
Teilnehmerwer auslösen darf (Status/Kreis)verhindert falsche „Gewinner“
LeistungSumme und Auszahlungslogikklärt „wie viel, wie oft“
NachweisScorekarte, Bestätigungen, Fristensorgt im Trefferfall für Ruhe

📘 Beachte: Diese Absicherung ersetzt keine Veranstaltungshaftpflicht oder Unfallversicherung. Sie deckt nicht „Schäden“, sondern die Auszahlungssumme beim Eintreten des sportlichen Auslösers.

2. Welche Bausteine gibt es – Summe, Löcher, Tage, Spielerstatus 🧩

Bei Hole-in-One ist „Baustein“ weniger ein Baukastensystem wie bei klassischen Versicherungen – es ist die Konfiguration eines sehr konkreten Auslöser-Risikos. Jede Stellschraube verändert die Eintrittswahrscheinlichkeit – und damit Preis und Bedingungen.

Die wichtigsten Stellschrauben, die wirklich zählen:

  • Versicherungssumme (Höhe der möglichen Auszahlung)
  • Anzahl versicherter Löcher (ein Loch vs. mehrere)
  • Loch-/Abschlagdefinition (Lochnummer + Teebox, ggf. fester Marker)
  • Distanz (exakt oder Mindestdistanz; wichtig als Risikohebel)
  • Zeitraum (ein Turniertag vs. mehrere Tage/Events)
  • Spielerstatus (Amateure, Professionals, gemischt)
  • Teilnehmerkreis (nur Turnierteilnehmer, Gäste, Sponsorflights, Firmenkunden etc.)
  • Spielformat und Regelwerk (z. B. Einzelwertung vs. Scramble)

In der Praxis entscheidet nicht ein Punkt allein, sondern das Zusammenspiel. Ein Beispiel: Eine sehr hohe Summe wird oft „bezahlbar“, wenn Distanz und Teilnehmerkreis eng definiert sind. Umgekehrt kann eine mittlere Summe teuer werden, wenn Pros starten dürfen, mehrere Tage gelten und mehrere Löcher abgesichert werden.

StellschraubeTypische OptionenWirkung auf Risiko/BeitragPraxisgedanke
Summe5.000–100.000 €Leistungshöhe steigtSumme an Außenwirkung anpassen
Löcher1 vs. mehreremehr Trigger = mehr Risikolieber 1 Loch sauber statt 3 „ungefähr“
Tage1 Tag vs. Eventwochemehr Versuche = teurerMehrtage nur mit Doku-Prozess
SpielerstatusAmateur / Pro / gemischtPro = deutlich höhere ChanceStatus sauber und nachweisbar
DistanzMindest- oder Fixdistanzlänger = meist geringere ChanceDistanz ist oft der stärkste Hebel
Teilnehmerkreiseng vs. offenoffen = mehr VersucheStartliste/Teilnehmerliste Pflicht
FormatEinzel / Stableford / ScrambleScramble oft problematischFormat unbedingt vorab klären

💡 Tipp: Wenn Budget knapp ist: lieber ein Loch sauber definieren (inkl. Distanz/Teebox) als mehrere Löcher „ungefähr“ absichern. Unschärfe ist der Leistungs-Killer.

3. Was ist versichert – und was ist ausgeschlossen? 📦🚫

Versichert ist grundsätzlich das Ereignis „Hole-in-One“ – aber nur im exakt definierten Rahmen. Deshalb ist die Frage „Was ist versichert?“ immer zweigeteilt: (1) Was steht als Leistung drin? und (2) Welche Bedingungen müssen erfüllt sein?

Typisch versichert (je nach Vertrag):

  • Hole-in-One an den vereinbarten Löchern
  • von vereinbarten Abschlägen/Teeboxen
  • innerhalb des versicherten Zeitraums
  • durch den versicherten Teilnehmerkreis (Amateur/Pro wie vereinbart)
  • unter regelkonformen Bedingungen mit prüfbaren Nachweisen

Typische Ausschlüsse / Nichtleistungssituationen:

  • falsche Teebox / falsche Distanz (Ereignis außerhalb der Konfiguration)
  • nicht versicherter Spielerstatus (z. B. „nur Amateure“, aber ein Pro locht)
  • Übungsrunde, Spaßrunde, nicht offizielles Format (wenn nur Turnier gilt)
  • Mulligan / zweite Chance / wiederholter Abschlag (oft nicht anerkannt)
  • Änderungen am Setup ohne Meldung (Teebox verlegt, Loch gesperrt, Distanz geändert)
  • Zeitraum passt nicht (Tag 2 passiert’s, versichert war nur Tag 1)
  • fehlender Nachweis (Scorekarte nicht gesichert, keine Bestätigung der Turnierleitung)
  • Mehrfachfälle, obwohl nur einmalige Leistung vereinbart ist
Ausschluss/ProblemWarum kritischSo vermeiden Sie es
Teebox verschobenDistanz/Teebox ist Teil des TriggersTeebox vorab fixieren und dokumentieren
Spielerstatus falschEintrittswahrscheinlichkeit ändert sich starkStatusdefinition + Startliste + Nachweis
Mulligan/Redonicht regelkonform, schwer prüfbarklar „erste Ball“ und Turnierregeln
kein Doku-Paketohne Nachweis wird geprüft/gezögertScorekarte + Bestätigung + Zeugenroutine
Zeitfenster unklarVersicherung gilt nur im vereinbarten ZeitraumUhrzeiten und Turniertage fix definieren
MehrfachtrefferDeckelung kann zu Lücke führenAuszahlungsmodell vorher festlegen

⚠️ Achtung: Das häufigste „Drama“ ist nicht die Summe – es ist die Formalie: Teebox verlegt, Distanz stimmt nicht mehr, Teilnehmerkreis ist anders als vereinbart. Und plötzlich ist das Ereignis außerhalb der Konfiguration.

4. Bedingungen & Definitionen: Wann zählt das Hole-in-One? ✅📋

Sportlich ist es klar. Versicherungslogisch muss es beweisbar sein. Darum definieren Policen häufig sehr konkret, wann ein Hole-in-One als gültig gilt.

Die 6 Kernfragen, die jede Police beantworten muss:

  1. Welches Loch / welche Löcher?
  2. Von welcher Teebox?
  3. Welche Distanz gilt (exakt oder Mindestdistanz)?
  4. Wer darf auslösen (Amateur, Pro, Gäste, nur Turnierteilnehmer)?
  5. In welchem Zeitraum (Datum/Uhrzeit/Anzahl Tage)?
  6. Welche Nachweise sind Pflicht?

Besonders wichtig ist das Thema Spielformat. In vielen Turnieren gibt es Sonderformate (Scramble, Texas Scramble, Chapman, Vierer). Sportlich kann dort ebenfalls ein Hole-in-One fallen – versicherungstechnisch kann das aber ausgeschlossen sein, weil die individuelle Zuordnung, Regelkonformität und Nachweisführung je nach Format schwieriger ist. Daher: Format nie „mitdenken“, sondern schriftlich definieren.

Nachweise (praxisnah, damit es im Ernstfall nicht kracht):

  • Scorekarte/Ergebnisliste (muss den Schlag am Loch zeigen)
  • Bestätigung Turnierleitung/Club (kurzer Standardtext genügt, aber muss zeitnah erfolgen)
  • Zeugen/Marker (Flight-Partner; idealerweise zwei unabhängige Bestätigungen)
  • Startliste/Teilnehmerliste (belegt Teilnehmerkreis und Status)
  • Teebox-/Distanzdokumentation (Foto + kurzer Vermerk; besonders bei mobilen Teemarkern)
  • Turnierausschreibung/Regelblatt (zeigt Format und Gültigkeit)
NachweisZweckPraxis-Tipp
Scorekarte/ErgebnislisteKernbeweis für das Ereignissofort einsammeln/sichern
Bestätigung Club/Turnierleitungoffizieller RahmenStandardformular vorbereiten
Zeugen/Markerzweite SicherheitsebeneFlight kurz unterschreiben lassen
StartlisteTeilnehmerkreis/Statusauch Sponsorflights dokumentieren
Teebox/Distanznachweisverhindert „Teebox war anders“Foto vor Start + Uhrzeit
Regelblatt/Formatklärt „Turnier gültig?“Format eindeutig benennen

📘 Beachte: Wenn Sie mehrere Tage versichern, brauchen Sie organisatorisch einen Prozess, der jeden Tag die Dokumentation sichert. Sonst ist Tag 2 der Klassiker, an dem Unterlagen fehlen.

5. Auszahlung & Limits: Wie die Versicherungssumme greift 💶🎯

Hier zählt Klarheit: Es gibt keine „Preise“, sondern eine Versicherungssumme. Diese Summe ist der Leistungsrahmen – und die Police definiert, wie oft und wann sie fällig wird.

Häufige Leistungsmodelle (je nach Anbieter/Vertrag):

  • Fixsumme beim ersten Treffer (einmalige Auszahlung)
  • Summe pro Treffer bis zu einem Gesamtdeckel (Mehrfachtreffer möglich, aber begrenzt)
  • Summe je Loch (wenn mehrere Löcher versichert sind, je Loch eigener Trigger)
  • nur ein Trigger pro Event (einmalige Leistung, egal wie viele Treffer fallen)
  • Deckel je Tag (bei Mehrtages-Events als Zwischenlösung)

Die wichtigste Frage ist: Bedeutet „25.000 €“ einmalig beim ersten Treffer – oder als Gesamtmaximum, falls mehrere Hole-in-Ones passieren? Das muss vorab entschieden werden, weil sich daraus entweder ein Restrisiko für Sponsor/Club ergibt oder ein höherer Beitrag.

LeistungsmodellSo funktioniert’sVorteilTypischer Haken
Fixsumme bei erstem Treffereinmalige Auszahlungeinfach, gut kommunizierbarMehrfachtreffer bleiben Restrisiko
Summe pro Treffer bis Deckelmehrere Zahlungen möglichfair bei großen FeldernDoku-Aufwand und Preis höher
Summe pro Lochje Loch eigener Triggerklare Logik bei mehreren Par-3teuer, wenn viele Löcher
Ein Trigger pro Eventmaximal eine Auszahlungpreislich oft günstigerSponsor muss Restrisiko kennen
Deckel je Tagpro Tag begrenztpasst bei Eventwochetägliche Organisation nötig

💡 Tipp: Wenn mehrere Tage und viele Teilnehmer im Spiel sind, ist die Auszahlungslogik wichtiger als die Summe: Ein sauberes Modell verhindert, dass Sponsor/Club bei Mehrfachtreffern „überrascht“ werden.

6. Kosten & Beitrag: Wovon der Preis wirklich abhängt 💰

Der Beitrag entsteht aus Wahrscheinlichkeit und Konfiguration. Je mehr „Chancen“ das Event bietet (mehr Spieler, mehr Tage, mehr Löcher, Pro-Status), desto höher wird der Beitrag. Je stärker Sie das Ereignis begrenzen (klarer Teilnehmerkreis, definierte Teebox, längere Distanz), desto kalkulierbarer und oft günstiger wird es.

Die wichtigsten Preisfaktoren:

  • Distanz des Lochs (sehr hoher Einfluss)
  • Amateur oder Pro (sehr hoher Einfluss)
  • Anzahl versicherter Löcher (hoch)
  • Dauer/Anzahl Tage (hoch)
  • Teilnehmerzahl (mittel bis hoch)
  • Spielformat (mittel; kann als Ausschluss wirken)
  • Nachweisstandard/Organisation (mittel; reduziert Streit- und Betrugsrisiko)
  • Höhe der Summe (hoch, aber oft nicht allein entscheidend)

Praxislogik:

  • längeres Loch → meist geringere Trefferchance → Beitrag eher niedriger
  • Pros erlaubt → deutlich höhere Trefferchance → Beitrag oft deutlich höher
  • mehr Löcher / mehr Tage → mehr Chancen → höherer Beitrag
  • höhere Summe → höhere Leistung → höherer Beitrag
FaktorEinfluss auf BeitragWarumSteuerungsmöglichkeit
Distanzsehr hochTrefferchance hängt stark an LängeMindestdistanz/Teebox fixieren
Spielerstatussehr hochPros erhöhen WahrscheinlichkeitAmateur/Pro sauber trennen
Tage/Dauerhochmehr VersucheZeitfenster bewusst wählen
Löcherhochmehrere Triggerlieber 1 Highlight-Loch
Teilnehmerzahlmittel/hochmehr AbschlägeStartliste/Limit definieren
Format/Nachweisemittelprüfbar vs. streitanfälligklare Regeln + Doku-Prozess

Beispielhafte Beitragslogik (nur als Orientierung, kein Fixpreis):

  • Setup A: 1 Loch, 1 Tag, Amateure, klare Teebox/Distanz, begrenztes Feld → Beitrag oft im unteren bis mittleren Bereich
  • Setup B: 1 Loch, mehrere Tage, gemischtes Feld, offener Teilnehmerkreis → Beitrag oft deutlich höher
  • Setup C: mehrere Löcher, mehrere Tage, große Felder → Beitrag typischerweise hoch, weil viele Trigger

⚠️ Achtung: Viele kalkulieren nur „Summe hoch = teuer“. In der Praxis sind Distanz + Spielerstatus + Tage/Löcher oft die stärkeren Preistreiber als die reine Summe.

7. Ablauf im Ernstfall: Nachweise, Fristen, Auszahlung 🧾⏱️

Wenn es passiert, soll gefeiert werden – und parallel muss die Dokumentation sitzen. Der Trick ist, den Ablauf vorab zu standardisieren, damit im Trefferfall niemand improvisieren muss.

Ablauf (praxisnah):

  1. Ereignis: Hole-in-One fällt an versichertem Loch/Teebox im versicherten Zeitraum
  2. Sofortdokumentation: Scorekarte, Flight, Uhrzeit, Loch, Teebox, Distanz sichern
  3. Bestätigung: Turnierleitung/Club bestätigt schriftlich (kurzer Standardtext)
  4. Meldung: Schadenmeldung gemäß Police (oft „unverzüglich“ oder innerhalb definierter Frist)
  5. Prüfung: Versicherer prüft Bedingungen und Nachweise
  6. Auszahlung: gemäß Leistungsmodell bis zur Versicherungssumme

Wichtig ist die Rollenverteilung: Wer sammelt die Scorekarte ein? Wer erstellt die Bestätigung? Wer meldet den Fall? Wer hält die Eventunterlagen bereit? Wenn das im Vorfeld klar ist, dauert die Abwicklung meist deutlich kürzer.

Dokument/SchrittWer macht’s?ZeitpunktHäufiger Fehler
Scorekarte sichernTurnierleitungsofort nach Loch/Ende Runde„liegt noch im Bag“
ZeugenvermerkFlight/Markerdirekt am GrünZeugen später nicht greifbar
Bestätigung ClubClub/Spielleitungam selben TagStandardtext fehlt
Teebox/DistanzfotoOrga/Marshallvor TurnierstartTeebox später versetzt
Startliste/TeilnehmerstatusOrgavor TurnierstartGastspieler nicht erfasst
SchadenmeldungVersicherungsnehmerfristgerechtMeldung erst Tage später

📘 Beachte: Planen Sie eine Person ein, die im Trefferfall sofort „Admin-Modus“ einschaltet. Euphorie ist schön – aber die erste Stunde entscheidet oft, ob alles sauber dokumentiert ist.

8. Für wen sinnvoll: Sponsor, Club, Turnier, Charity, Firmen-Event 👥

Sobald eine Summe öffentlich kommuniziert wird, wird aus der Idee ein Risiko. Und zwar nicht nur finanziell, sondern auch reputativ: Eine Zusage, die im Trefferfall „diskutiert“ wird, beschädigt Sponsor und Veranstalter.

Typische Anwendungsfälle:

  • Sponsoraktion im Turnier (PR-Highlight ohne Budgetrisiko)
  • Charity-Turnier (Spendenmoment ohne Risiko, klare Kommunikation)
  • Firmen-Golfday (Kundenevent, Incentive, Marketingmoment)
  • Club-Event / Jubiläum (emotionale Story, planbar gemacht)
  • Eventwoche/Serienevents (mehrere Tage, wiederkehrender Trigger)

Der Nutzen ist nicht nur „Versicherer zahlt“. Der Nutzen ist Planbarkeit: Der Sponsor kann die Summe ausloben, ohne Rückstellungen zu bilden oder im Trefferfall ad hoc zu entscheiden. Der Club kann das Event attraktiver machen und trotzdem sauber kalkulieren.

ZielgruppeWarum sinnvollTypisches SetupSchwerpunkt
SponsorPR ohne Budgetschock1 Loch, 1 Tag, klare Distanzklare Regeln, klare Botschaft
Club/VeranstalterEventqualität steigernTurnierabsicherung mit DokuProzess und Nachweise
Charityemotionale Spendenwirkungdefinierte Summe, klare Fristensaubere Abwicklung
Firmen-EventKundenbindung/Incentiveenger TeilnehmerkreisTeilnehmerliste/Status
EventserieWiederholung über TageDeckel je Event/Tagtägliche Doku-Routine

💡 Tipp: Je größer die Außenwirkung (Presse, Social Media, Sponsorenkommunikation), desto wichtiger ist eine Police, die nicht interpretierbar ist. Das ist der eigentliche „Schutz“.

9. Typische Fehler & Stolperfallen in der Hole-in-One Absicherung 🚫

Die meisten Probleme entstehen nicht, weil jemand betrügen will, sondern weil Orga und Police nicht deckungsgleich sind. Genau deshalb lohnt sich ein „Vorab-Check“ der Eventrealität: Wie wird wirklich gespielt? Welche Teeboxen sind realistisch? Welche Teilnehmer kommen spontan dazu? Gibt es Platzänderungen? Wer dokumentiert?

Die typischen Fehler sind fast immer „kleine“ Abweichungen mit großer Wirkung:

  • Teebox verlegt → Distanz stimmt nicht
  • Gastspieler im Flight → Teilnehmerkreis passt nicht
  • Tag 2 nicht abgedeckt → Zeitraum falsch
  • Scramble gespielt, aber Police erwartet Einzel → Formatproblem
  • Scorekarte nicht gesichert → Nachweisproblem
  • mehrere Treffer möglich, aber Police nur einmalig → Mehrfachfall-Lücke
FehlerFolgeSo vermeiden Sie es
Loch/Teebox nicht exakt fixiertEreignis fällt „daneben“schriftlich + Foto + Verantwortlicher
Distanz nicht definiertDiskussion im LeistungsfallMindest-/Fixdistanz in Unterlagen
Teilnehmerkreis zu offenunklar, wer auslösen darfStartliste + Registrierung
Format nicht vereinbart„gilt nicht“ trotz TrefferFormat explizit benennen
Mehrtage ohne Doku-ProzessTag 2 ohne Unterlagentägliche Dokumentationsroutine
Deckelung nicht verstandenSponsor bleibt auf Kosten sitzenAuszahlungsmodell vorab klären
Änderungen am LayoutDeckungslücke möglichÄnderungen melden/abstimmen

⚠️ Achtung: Der teuerste Fehler ist die „mündliche Realität“ vs. „schriftliche Police“. Im Leistungsfall zählt nur, was vereinbart und nachweisbar ist.

10. FAQ – 6 wichtige Fragen zur Hole-in-One Versicherung ❓

Was genau wird bei der Hole-in-One Versicherung versichert?

Versichert ist nicht „Golf“ und nicht „die Veranstaltung“, sondern die Auszahlung einer vorher festgelegten Summe, wenn ein Hole-in-One innerhalb der vereinbarten Bedingungen fällt. Das bedeutet: Loch/Teebox/Distanz/Zeitraum/Teilnehmerkreis sind Teil des Auslösers. Nur wenn diese Parameter passen und die Nachweise stimmen, greift die Leistung.

📘 Beachte: Eine Hole-in-One Police ist eine Trigger-Absicherung. Sie ersetzt keine Haftpflicht, keine Unfall- und keine Veranstaltungsversicherung.

Wovon hängt der Preis am stärksten ab?

Vor allem von der Lochdistanz, dem Spielerstatus (Amateur/Pro), der Anzahl versicherter Löcher und der Anzahl Tage, an denen der Schutz gilt. Teilnehmerzahl und Nachweis-/Turnierstandard spielen zusätzlich eine Rolle, sind aber meist nachgelagert.

💡 Tipp: Wenn du sparen willst, ist „ein Loch, ein Tag, klare Distanz, klarer Teilnehmerkreis“ fast immer die effizienteste Konfiguration.

Zählt das Hole-in-One nur im Turnier oder auch privat?

In den meisten praxisüblichen Setups gilt die Absicherung für ein konkretes Turnier oder Event – weil nur dann Startliste, Format und Nachweise sauber sind. Private Runden sind organisatorisch schwerer prüfbar. Wenn privat versichert werden soll, müssen Nachweise und Rahmenbedingungen noch strenger definiert werden, damit der Trigger beweisbar bleibt.

⚠️ Achtung: „Wir spielen einfach so“ ist versicherungstechnisch häufig der Punkt, an dem Nachweise und Regelkonformität später angreifbar werden.

Welche Nachweise brauche ich im Leistungsfall?

Typisch sind Scorekarte/Ergebnisliste, Bestätigung der Turnierleitung oder des Clubs, Startliste/Teilnehmerliste und – sehr hilfreich – ein Teebox-/Distanznachweis sowie Zeugen/Marker. Je sauberer das Dokumentenpaket, desto weniger Rückfragen. Entscheidend ist, dass der Nachweis nicht erst Tage später „zusammengebaut“ wird.

💡 Tipp: Legen Sie vor dem Event ein Standardformular bereit (Bestätigung Club/Turnierleitung) und bestimmen Sie eine Person, die Scorekarten und Zeugenvermerke sofort sichert.

Was passiert, wenn Teebox oder Distanz kurzfristig geändert werden?

Wenn die Police eine feste Teebox/Distanz definiert, kann eine Änderung die Deckung gefährden. Deshalb muss vorab klar sein, wie „beweglich“ die Teeboxen sind und ob eine Mindestdistanz genügt oder eine Fixdistanz vereinbart ist. Bei kurzfristigen Änderungen gilt: dokumentieren und – wenn möglich – vorab abgestimmt handeln.

📘 Beachte: Teebox und Distanz sind nicht Deko, sondern Teil des versicherten Auslösers. Eine spontane Änderung ohne Dokumentation ist der häufigste Grund für Diskussionen.

Kann es mehrere Auszahlungen geben, wenn mehrere Hole-in-Ones fallen?

Das hängt ausschließlich vom vereinbarten Leistungsmodell ab. Es kann „einmalig beim ersten Treffer“ sein, „pro Treffer bis zu einem Deckel“ oder „je Loch separat“. Wenn mehrere Tage, große Felder oder mehrere Löcher versichert sind, sollten Sie das Modell bewusst wählen – sonst bleibt beim Veranstalter/Sponsor ein Restrisiko.

💡 Tipp: Bei großen Events ist „Deckel je Event/Tag“ oft der pragmatische Mittelweg: planbar, aber nicht unfair, wenn tatsächlich mehr als ein Treffer passiert.

11. Fazit – MAWA Hole-in-One-Check & Schutzstrategie 🧭

Hole-in-One Versicherung – 5.000 bis 100.000 € absichern | MAWA Finanz

Die Hole-in-One Versicherung ist eine klare Summe-Absicherung: Sie können typischerweise 5.000 € bis 100.000 € gegen den seltenen, aber PR-starken Moment absichern – solange das Ereignis sauber definiert ist. Der Erfolg steht und fällt nicht mit der Höhe der Summe, sondern mit der Konfiguration und der Beweisbarkeit.

Die saubere Strategie ist immer dieselbe:

  • Risiko konfigurieren (Loch/Teebox/Distanz/Zeitraum/Teilnehmerkreis)
  • Auszahlungslogik festlegen (einmalig, pro Treffer, Deckel je Tag/Loch/Event)
  • Dokumentation organisieren (Scorekarte, Bestätigung, Startliste, Distanznachweis)
  • Änderungsmanagement definieren (Teebox/Layout nur kontrolliert)
  • Kommunikation klar halten (Bedingungen so formulieren, wie sie versichert sind)
MAWA Hole-in-One-CheckWas Sie vorab festlegenErgebnis im Trefferfall
ZielPR, Charity, Sponsor-Highlightklare Story ohne Risikochaos
TriggerLoch/Teebox/Distanz/Zeitraumeindeutige Gültigkeit
TeilnehmerStatus und Kreiskeine Diskussion „wer durfte“
LeistungAuszahlungsmodell + Limitskeine Überraschungen bei Mehrfachfällen
NachweiseDoku-Paket + Verantwortlicherschnelle Prüfung und Auszahlung

📘 Beachte: Wenn diese Punkte sauber gesetzt sind, wird ein Hole-in-One das, was es sein soll: ein Highlight – nicht ein Streitfall.

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