
Rürup-Rente FAQ – Antworten zur Basisrente
FAQ: Steuern, Kündigung, Flexibilität, Hinterbliebenenschutz & Alternativen.
Rürup-Rente FAQ | Wichtigste Fragen – das sollten Sie wissen.
🌟 Einleitung

Die Rürup-Rente (Basisrente) löst bei vielen dieselben Fragen aus – und das hat einen guten Grund: Sie bietet einen spürbaren Steuervorteil, ist aber gleichzeitig bewusst „streng“ gebaut. Kündigung ist in der Regel nicht vorgesehen, Kapital ist gebunden, die spätere Rente wird besteuert, und Hinterbliebenenschutz funktioniert nur über bestimmte Bausteine. Genau diese Mischung sorgt dafür, dass eine Basisrente entweder ein sehr sinnvoller, langfristig stabiler Baustein ist – oder ein Vertrag, der sich später wie eine Sackgasse anfühlt.
Diese Seite ist deshalb als echte FAQ-Seite aufgebaut: erst die Grundlagen, dann Steuern, dann Flexibilität, Todesfall, Alternativen, Zielgruppen, typische Fehler, Rechenbeispiele und am Ende eine Checkliste, mit der Sie Angebote schnell „gesund“ oder „problematisch“ einordnen können.
💡 Tipp: Wenn Sie beim Lesen merken, dass Sie vor allem über „Kündigung“ und „Kapitalzugriff“ nachdenken, ist das ein Signal: Dann muss zuerst Ihre Liquidität und Gesamtstrategie stehen – und erst danach die Basisrente.
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1. Was ist die Rürup-Rente und wie funktioniert sie? 🧱
Die Rürup-Rente (Basisrente) ist eine Form der privaten Altersvorsorge innerhalb der sogenannten Basisversorgung. Der Staat fördert diese Vorsorge nicht über Zulagen, sondern über die steuerliche Absetzbarkeit der Beiträge als Sonderausgaben – innerhalb eines jährlich festgelegten Höchstbetrags, der sich die Basisvorsorge „teilt“ (z. B. gesetzliche Rentenversicherung, berufsständisches Versorgungswerk, Basisrente).
Das Grundprinzip ist einfach: Sie zahlen Beiträge ein, erhalten dadurch eine steuerliche Entlastung (je nach Steuersatz und Ausschöpfung der Höchstgrenzen), und im Alter bekommen Sie eine lebenslange Rente. Diese Rente ist grundsätzlich zu versteuern (nachgelagerte Besteuerung). Als Gegenleistung für die Förderung ist die Basisrente sehr strikt: Eine reguläre Kündigung mit Auszahlung eines Rückkaufswerts ist in der Regel nicht vorgesehen, und eine freie Kapitalauszahlung vor Rentenbeginn ist typischerweise ausgeschlossen.
Wichtig ist: „Rürup“ ist kein einzelnes Produkt, sondern ein Förderrahmen. Innerhalb dieses Rahmens können Tarife sehr unterschiedlich konstruiert sein (klassisch, fondsgebunden, ETF-basiert, mit oder ohne Sicherungsmechanik). Genau deshalb ist ein Vergleich immer ein Vergleich von Vertragslogik, Kosten und Rentenparametern – nicht nur von Beiträgen.
| Baustein | Was es bedeutet | Warum es in der Praxis zählt |
|---|---|---|
| Basisversorgung | steuerlich geförderter Vorsorgerahmen | bestimmt Absetzbarkeit und Regeln |
| Beitrag | laufend oder flexibel | entscheidet über Durchhaltefähigkeit |
| Anlagekonzept | klassisch oder Kapitalmarkt | bestimmt Renditechancen und Schwankung |
| Bindung | kein „freies Sparguthaben“ | schützt vor Entnahme, senkt Flexibilität |
| Rentenphase | lebenslange Auszahlung | Umrechnung Kapital → Rente ist entscheidend |
📘 Beachte: Die Basisrente ist kein „Sparvertrag“, sondern ein Instrument für lebenslange Altersrente mit Steuerlogik – wer Flexibilität erwartet, wird fast immer enttäuscht.
2. Welche Steuervorteile habe ich konkret? 💶
Der Steuervorteil entsteht dadurch, dass Beiträge zur Basisrente als Sonderausgaben geltend gemacht werden können – innerhalb der Höchstbeträge der Basisversorgung. Ob Sie „voll profitieren“, hängt nicht nur von Ihrem Beitrag ab, sondern auch davon, wie stark Sie die Höchstgrenzen bereits durch andere Basisvorsorge ausschöpfen (z. B. Pflichtbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung oder Beiträge ins Versorgungswerk).
Die wichtigste Denkregel lautet: Entscheidend ist der Grenzsteuersatz und der tatsächlich absetzbare Anteil. Viele verwechseln Grenzsteuersatz (Steuersatz auf den „letzten Euro“) mit Durchschnittssteuersatz. Für die Wirkung der Basisrente ist der Grenzsteuersatz oft die deutlich aussagekräftigere Größe, weil die Absetzbarkeit Ihr zu versteuerndes Einkommen senkt.
Praktisch lässt sich der Effekt so erklären: Sie zahlen den Beitrag aus Ihrem Vermögen/Liquidität, aber ein Teil davon wird über die Steuer „mitfinanziert“, weil Ihre Steuerlast sinkt. Dadurch wird aus einem Bruttobeitrag eine spürbar niedrigere Nettobelastung. Dieser Effekt ist bei hohen Einkommen typischerweise stärker – aber nur, wenn die Höchstgrenzen nicht bereits vollständig belegt sind.
| Punkt | Was Sie prüfen | Typischer Effekt |
|---|---|---|
| Höchstbetrag | ist in Ihrer Basisvorsorge noch „Platz“? | bestimmt, wie viel absetzbar ist |
| Grenzsteuersatz | wie hoch ist der Steuersatz am oberen Ende? | bestimmt die Hebelwirkung |
| Zahlungsart | laufend vs. Zuzahlung | steuert die Jahreswirkung |
| Timing | Zahlung im Steuerjahr relevant | beeinflusst kurzfristige Liquidität |
| Rentenphase | spätere Besteuerung einplanen | Steuervorteil heute ist nicht „gratis“ |
💡 Tipp: Rechnen Sie immer in Nettobelastung: Beitrag minus geschätzte Steuerentlastung – erst dann vergleichen Sie fair mit Alternativen wie Depot oder privater Rente.
3. Kündigen, pausieren, beitragsfrei stellen – wie flexibel ist Rürup? 🔧
Die Basisrente ist bewusst unflexibel, weil sie als „echte“ Altersvorsorge gelten soll. Deshalb ist eine reguläre Kündigung mit Auszahlung eines Rückkaufswerts typischerweise nicht vorgesehen. Das ist für viele der zentrale Punkt: Wer Rürup abschließt, muss mental akzeptieren, dass das Geld in der Regel bis zum Rentenbeginn gebunden bleibt.
Was es aber häufig gibt, sind Stellschrauben innerhalb des Vertrags: Beiträge senken, Beiträge pausieren, beitragsfrei stellen, Zuzahlungen leisten, Dynamik an- oder abwählen – je nach Tarif. Das klingt trivial, entscheidet aber in der Praxis darüber, ob ein Vertrag in schwierigen Jahren stabil bleibt oder aus Frust „eingefroren“ wird.
Wichtig: Beitragsfreistellung löst das Problem „Liquidität“ kurzfristig, kann aber langfristig teuer sein, wenn Kostenstrukturen ungünstig wirken oder die ursprüngliche Planung (Rentenhöhe) dadurch nicht mehr erreichbar ist. Deshalb sollte die Beitragsdosis von Anfang an so gewählt sein, dass sie auch in schwächeren Jahren realistisch ist.
| Maßnahme | Was meist möglich ist | Folge in der Praxis |
|---|---|---|
| Kündigung | in der Regel nicht vorgesehen | Kapital bleibt gebunden |
| Beitrag senken | oft möglich | reduziert spätere Rente |
| Pause/Unterbrechung | tarifabhängig | hilft bei Krisen, aber Planung ändert sich |
| Beitragsfreistellung | häufig möglich | Vertrag läuft weiter, Leistung sinkt |
| Zuzahlung | oft möglich | Steuerhebel gezielt nutzbar |
⚠️ Achtung: Wer Rürup so plant, dass er nur bei „perfektem Geschäftsverlauf“ zahlbar ist, baut sich fast sicher ein Problem – Basisbeitrag konservativ planen, Zuzahlungen als Bonus nutzen.
4. Was passiert im Todesfall – gibt es Hinterbliebenenschutz? ⚰️
Bei der Basisrente ist Hinterbliebenenschutz keine Selbstverständlichkeit, sondern eine bewusste Vertragsgestaltung. Ohne passende Bausteine kann es passieren, dass das angesparte Kapital im Todesfall nicht wie ein „normales Vermögen“ an Erben fällt, sondern nur in sehr engen Grenzen Leistungen fließen oder – im Extrem – keine Leistung entsteht.
Typische Lösungen sind Hinterbliebenenrenten (für Ehepartner/Lebenspartner) und Waisenrenten (für kindergeldberechtigte Kinder). Manche Tarife nutzen zusätzlich Konstruktionen wie Beitragsrückgewähr oder Rentengarantiezeiten – je nachdem, was regulatorisch im Rahmen der Basisrente möglich ist und wie der Versicherer es umsetzt.
Die Kehrseite: Mehr Hinterbliebenenschutz bedeutet häufig weniger eigene Altersrente, weil die Absicherung „mitfinanziert“ werden muss. Deshalb ist das keine reine „Zusatzoption“, sondern eine strategische Entscheidung: Wollen Sie maximale eigene Rente oder eine bessere Absicherung der Familie, falls früh etwas passiert?
| Option | Was sie leistet | Typische Grenze |
|---|---|---|
| Hinterbliebenenrente | Rente an Partner im Todesfall | nur für definierte Personen |
| Waisenrente | Rente für Kinder (meist bis Grenze) | an Voraussetzungen gebunden |
| Rentengarantiezeit | Mindestdauer der Rentenzahlung | wirkt erst ab Rentenbeginn |
| Beitragsrückgewähr | tarifabhängige Lösung | kann Leistung/Rente reduzieren |
📘 Beachte: Hinterbliebenenschutz muss in der Basisrente aktiv geplant werden – „automatisch vererbbar“ ist sie in der Regel nicht.
5. Welche Alternative passt besser als die Basisrente? 🔄
Die Basisrente ist stark bei Steuern und lebenslanger Rente, schwach bei Flexibilität. Alternativen sind häufig stark bei Flexibilität, schwächer beim direkten Steuerhebel – oder sie haben andere Rahmenbedingungen (z. B. betriebliche Wege bei Angestellten). Deshalb ist „besser“ fast immer abhängig von Ihrem Ziel.
Wenn Ihr Hauptziel Flexibilität ist (Kapital für Immobilie, Unternehmensinvestitionen, Übergangsjahre, frühe Teilrente), dann kann ein freies Depot oder eine flexible private Lösung besser passen. Wenn Ihr Ziel ist, Steuern heute zu senken und gleichzeitig eine planbare Basisrente aufzubauen, dann kann Rürup sinnvoll sein – aber idealerweise in Kombination mit einer flexiblen Schicht (Rücklagen/Depot), damit Sie nicht „alles binden“.
Auch wichtig: Wer bereits sehr hohe Pflichtbeiträge in der Basisvorsorge hat (z. B. bestimmte Konstellationen), kann steuerlich weniger Raum haben – dann müssen Alternativen stärker geprüft werden, weil der Rürup-Hebel kleiner ist.
| Alternative | Stärke | Wann sie oft besser ist |
|---|---|---|
| freies ETF-/Fondsdepot | maximale Flexibilität | wenn Kapitalzugriff wichtig ist |
| private Rentenversicherung | flexibel gestaltbar | wenn Sie Kapitaloptionen möchten |
| betriebliche Altersvorsorge | je nach Modell attraktiv | wenn Arbeitgeber-/Betriebsrahmen passt |
| Riester | Zulagen-/Familienlogik | wenn Zulagen stark wirken |
| Versorgungswerk/gesetzliche Rente | Basisabsicherung | wenn bereits stark abgedeckt |
💡 Tipp: Vergleichen Sie nicht „Beitrag“ gegen „Sparrate“, sondern Ziel gegen Ziel: Rürup ist Basisrente (lebenslang, gebunden), Depot ist Flexibilität (frei verfügbar) – oft ist die Mischung die beste Lösung.
6. Rürup-Rente: Für wen lohnt sie sich wirklich? 🎯
Die Basisrente lohnt sich typischerweise dann, wenn drei Dinge zusammenkommen: erstens ein spürbarer Steuersatz, zweitens ausreichend Platz in der steuerlichen Absetzbarkeit, drittens eine Planung, die die Bindung akzeptiert. Wenn einer dieser Faktoren fehlt, wird Rürup oft zur „Papierlösung“: steuerlich nett, praktisch aber nicht durchgehalten oder später bereut.
Für Selbstständige kann Rürup besonders interessant sein, weil sie häufig keinen Zugang zu klassischen Arbeitgeberwegen haben und die Basisrente eine der wenigen staatlich geförderten Möglichkeiten bleibt, gezielt Steuern zu steuern. Für Angestellte kann Rürup als Zusatzbaustein sinnvoll sein, wenn Einkommen hoch ist und andere Schichten (gesetzlich, betrieblich) ergänzt werden sollen.
Für Personen mit instabilem Einkommen, ohne Reserven oder mit hoher Wahrscheinlichkeit, vor Rentenbeginn auf Kapital zugreifen zu müssen, ist Rürup häufig nur in kleiner Dosis sinnvoll – oder gar nicht.
| Profil | Warum es passen kann | Warum es scheitern kann |
|---|---|---|
| Selbstständig, hoher Gewinn | Steuerhebel, planbare Basisrente | zu hohe Beiträge, Liquiditätsstress |
| Angestellt, gut verdienend | Zusatzschicht neben anderen Renten | Alternativen werden nicht gegengerechnet |
| 50+ mit Nachholbedarf | Steuereffekt in kurzer Zeit | Bindung wird unterschätzt |
| schwankendes Einkommen | Zuzahlungsstrategie möglich | falsche Beitragsdosis |
| niedriger Steuersatz | geringe Steuerwirkung | Bindung lohnt sich kaum |
⚠️ Achtung: Rürup ist selten „schlecht“ – aber oft in der falschen Dosis oder im falschen Lebensmoment abgeschlossen.
7. Häufige Fehler bei bestehenden Rürup-Verträgen 🚫
Viele Basisrenten wurden nicht „falsch“, sondern „unpassend“ abgeschlossen: zu hoher Beitrag, falsches Risiko, zu teure Struktur oder fehlende Optionen, die später wichtig werden. Der Vertrag läuft dann zwar weiter, aber die Person ist unzufrieden, zahlt widerwillig oder stellt beitragsfrei – und genau dann wird es häufig teuer, weil Planung und Kostenlogik auseinanderlaufen.
Ein Klassiker ist der Vergleich über Prospektwerte statt über Nettologik: Der Steuervorteil wird gefeiert, aber Kosten, Rentenparameter und Flexibilität werden nicht sauber geprüft. Ein weiterer Fehler ist fehlender Hinterbliebenenschutz bei Familien, weil „das klären wir später“. Später ist es dann entweder teuer oder nicht mehr sinnvoll anpassbar.
Auch wichtig: Viele unterschätzen, dass die Rentenphase bei Basisrenten ein echtes Leistungsmerkmal ist. Wenn die Verrentungslogik schwach oder intransparent ist, kann das die gefühlte Qualität massiv senken – selbst wenn die Ansparphase gut wirkt.
| Fehler | Woran Sie ihn erkennen | Was die Folge ist |
|---|---|---|
| zu hoher Beitrag | Zahlung nur in guten Jahren möglich | Pausen, Beitragsfrei, Plan bricht |
| Kostenblindheit | keine klare Kostentransparenz | Rendite wird langfristig gedrückt |
| falsches Anlageprofil | Risiko passt nicht zur Person | Panik in schlechten Jahren |
| Hinterbliebene vergessen | keine passende Option vorhanden | Versorgungslücke im Todesfall |
| Rentenlogik ignoriert | nur Ansparwerte verglichen | Enttäuschung bei Rentenstart |
📘 Beachte: Wenn ein Vertrag „sich falsch anfühlt“, liegt es oft nicht am Produktnamen, sondern an Beitrag, Kosten oder fehlenden Optionen – das lässt sich strukturiert prüfen.
8. Rechenbeispiele: Steuerersparnis & Nettobelastung 🔢
Rechenbeispiele helfen, die Mechanik zu verstehen: Beitrag ist nicht gleich Nettoaufwand. Aber: Es bleibt eine Modellrechnung, weil reale Steuerwirkung von vielen Faktoren abhängt (Ausschöpfung der Höchstgrenzen, Familienstatus, weitere Vorsorgeaufwendungen, Kirchensteuer, konkrete Steuerprogression).
Die vereinfachte Logik lautet: Steuerentlastung ≈ absetzbarer Beitrag × Grenzsteuersatz. Daraus folgt: Nettobelastung ≈ Beitrag − Steuerentlastung. Genau diese Nettobelastung ist die Vergleichsgröße, wenn Sie Alternativen prüfen.
Unten drei typische Profile als reine Mechanik-Beispiele. Die Zahlen sind bewusst gerundet, damit die Logik klar bleibt.
| Profil (vereinfacht) | Jahresbeitrag | Grenzsteuersatz (Beispiel) | geschätzte Steuerentlastung | Nettobelastung |
|---|---|---|---|---|
| Selbstständig, hoher Gewinn | 8.000 € | 42 % | 3.360 € | 4.640 € |
| Angestellt, gut verdienend | 3.000 € | 38 % | 1.140 € | 1.860 € |
| 55+, Nachholbetrag | 20.000 € | 42 % | 8.400 € | 11.600 € |
💡 Tipp: Wenn Sie die Nettobelastung kennen, vergleichen Sie sie mit einer flexiblen Sparrate im Depot – nicht mit dem Bruttobeitrag. Das verhindert falsche Bauchentscheidungen.
9. Checkliste: Gute vs. problematische Rürup-Angebote ✅❌
Mit dieser Checkliste können Sie Angebote schnell vorsortieren. Ziel ist nicht, jede Feinheit zu bewerten, sondern die typischen roten Flaggen zu erkennen, bevor Sie Zeit verlieren.
Der Kern: Transparenz, Kostenlogik, Flexibilität, Anlagepassung und Rentenlogik. Wenn ein Angebot bei zwei oder drei Punkten „wackelt“, ist es meist kein gutes Zeichen – denn Basisrente ist langfristig, und kleine Schwächen werden über Zeit groß.
| Prüffeld | Gute Merkmale | Warnsignale |
|---|---|---|
| Kosten | nachvollziehbar, angemessen, erklärt | unklar, beschönigt, „merkt man nicht“ |
| Beitrag | tragbar auch in schwachen Jahren | nur bei Top-Einkommen machbar |
| Flexibilität | Senkung/Pause/Zuzahlung sinnvoll geregelt | starre Regeln, hohe Hürden |
| Anlage | verständlich, breit gestreut, passend | „zu sicher“ oder „zu riskant“ für Sie |
| Rentenlogik | transparent erklärt, plausibel | wird im Gespräch übergangen |
| Hinterbliebene | bewusst entschieden, sauber geregelt | „brauchen Sie nicht“, ohne Prüfung |
| Gesamtstrategie | Rürup plus flexible Schicht | Rürup als All-in verkauft |
⚠️ Achtung: Wenn Ihnen jemand Rürup als „beste Lösung für alle“ verkauft, fehlt meist die Strategie dahinter – und genau die brauchen Sie bei gebundenen Verträgen.
10. FAQ – 6 kompakte Fragen & Antworten zur Basisrente ❓
Nein. Sie können den Vertrag beitragsfrei stellen, aber nicht klassisch kündigen und das Kapital auszahlen lassen. Das angesparte Guthaben bleibt bis zum Rentenbeginn gebunden und wird später als Rente ausgezahlt.
⚠️ Achtung: Schließen Sie eine Basisrente nur ab, wenn Sie diese langfristige Bindung wirklich akzeptieren – Rürup ist kein Notgroschen.
Das hängt von Ihrem Grenzsteuersatz und den bereits ausgeschöpften Höchstbeträgen ab. Grob gilt: Beitrag × Grenzsteuersatz = Steuerersparnis. In der Praxis braucht es aber eine individuelle Berechnung, weil andere Vorsorgeaufwendungen mit hineinspielen.
💡 Tipp: Lassen Sie sich mindestens ein Szenario rechnen: „Was passiert in meiner Steuererklärung, wenn ich Betrag X in Rürup einzahle?“
Ohne Hinterbliebenenbausteine endet die Rürup-Rente mit Ihrem Tod und das Kapital verfällt. Mit eingeschlossenem Hinterbliebenenschutz (Ehepartner-/Waisenrente) erhalten Partner oder Kinder eine Rente – meist zu Lasten Ihrer eigenen Rentenhöhe.
📘 Beachte: Hinterbliebenenschutz muss bewusst entschieden werden – er kostet, kann aber für Familien essenziell sein.
Ja, viele moderne Basisrenten bieten ETF- oder fondsgebundene Lösungen. Sie verbinden Steuerförderung mit Kapitalmarktchancen. Allerdings gelten trotzdem alle Rürup-Regeln: keine klassische Kündigung, keine Kapitalauszahlung, nur Rentenphase – und die Rente ist steuerpflichtig.
💡 Tipp: Achten Sie auf die Gesamtkosten der Konstruktion – ein teurer Mantel kann die ETF-Vorteile deutlich schmälern.
Meist nur eingeschränkt. Der steuerliche Hebel ist bei niedrigem Grenzsteuersatz relativ gering. Häufig sind flexiblere Lösungen (ETF-Sparplan, private Rente, bAV mit Arbeitgeberzuschuss) attraktiver. Ausnahmen gibt es, z. B. bei starken Einmalbeträgen oder bestimmten Steuersituationen.
⚠️ Achtung: Wenn Ihr Grenzsteuersatz deutlich unter 25 % liegt, sollte Rürup sehr kritisch mit Alternativen verglichen werden.
Dafür braucht es einen Bestands-Check: Kosten, Fondsqualität, Steuereffekt, Hinterbliebenenschutz, Einbettung in Ihre aktuelle Lebenssituation. Gerade Altverträge haben oft höhere Kosten oder unpassende Anlagestrategien.
💡 Tipp: Ein neutraler Vertragscheck zeigt schnell, ob Ihr Vertrag optimierbar ist, weiterlaufen sollte – oder ob Sie besser nur noch beitragsfrei stellen.
11. Fazit – MAWA Finanz Rürup-FAQ & unabhängige Beratung 🧭
Rürup-Rente FAQ – Antworten zur Basisrente | MAWA Finanz
Die Basisrente ist ein starkes Instrument, wenn Sie den Steuervorteil real nutzen können, die Bindung bewusst akzeptieren und der Tarif in Kosten, Flexibilität und Rentenlogik sauber gebaut ist. Sie ist problematisch, wenn sie als „Steuerspartrick“ ohne Strategie verkauft wird, der Beitrag zu hoch ist oder die entscheidenden Regeln (Änderungen, Hinterbliebene, Rentenphase) nicht verstanden wurden.
Die beste Entscheidung entsteht nicht durch mehr Prospekte, sondern durch eine klare Systematik: Nettobelastung heute, Stabilität in schwachen Jahren, transparente Kosten, passendes Anlagekonzept, saubere Rentenlogik und eine Gesamtstrategie, die auch Flexibilität enthält.
| MAWA Rürup-FAQ-Check | Prüffrage | Ziel |
|---|---|---|
| Steuern | ist der Beitrag tatsächlich absetzbar? | realer Hebel statt Theorie |
| Beitrag | ist die Dosis dauerhaft tragbar? | Vertrag wird durchgehalten |
| Flexibilität | sind Pause/Senkung/Zuzahlung sinnvoll geregelt? | Krisenfestigkeit |
| Kosten | ist die Kostenlogik transparent? | Nettoleistung schützen |
| Rentenphase | ist die Verrentung nachvollziehbar? | planbare Rente |
| Hinterbliebene | passt Schutz zur Lebenslage? | keine Versorgungslücke |
| Alternativen | existiert eine flexible Schicht? | Handlungsfähigkeit |
📘 Beachte: Bei der Basisrente gewinnt nicht der „schönste Rechner“, sondern das Konzept, das Sie 20–30 Jahre ruhig durchhalten können.
🔗 Rürup-Rente Hauptseite
🔹 Rürup-Rente – Grundlagen & Steuern
🔗 Berechnen & Nettokosten
🔗 Steuervorteile & Absetzen
🔹 Zielgruppen & Lebensphasen
🔗 Für Selbstständige
🔗 Ärzte & Versorgungswerk
🔗 Ab 50 – Einmalbeitrag
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🔹 Auswahl, Vergleich & Optimierung
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