
Flottenversicherung – effizienter Schutz für Ihren Fuhrpark
Individueller Versicherungsschutz für Firmenfahrzeuge – vom Kleinfuhrpark bis zur Großflotte.
Flottenversicherung | Fuhrpark absichern – das sollten Sie wissen
🌟 Einleitung

Eine Flottenversicherung bündelt den Versicherungsschutz für mehrere Firmenfahrzeuge in einem Rahmenvertrag – vom Pkw des Außendienstes über Transporter und Lieferfahrzeuge bis hin zu Lkw, Servicewagen oder Spezialfahrzeugen. Statt viele einzelne Kfz-Policen zu verwalten, sichern Sie Ihren gesamten Fuhrpark zentral ab, profitieren von einheitlichen Konditionen und oft deutlich günstigeren Beiträgen.
Je nach Versicherer beginnt eine Kfz-Flotte bereits bei 3–5 Fahrzeugen, bei anderen erst ab 10 oder 15 – entscheidend ist die Struktur Ihres Fuhrparks und die Schadenentwicklung. In einer modernen Flottenversicherung lassen sich Pkw, Transporter, Klein-Lkw und teilweise auch Anhänger oder Spezialfahrzeuge unter einem Dach organisieren.
Die klassischen Bausteine bleiben: Kfz-Haftpflicht, Teilkasko, Vollkasko – ergänzt um sinnvolle Module wie Fahrerschutz, Schutzbrief, GAP-Deckung für Leasingfahrzeuge, Auslandsschutz und spezielle Regelungen für Poolfahrzeuge, Dienstwagen oder Lieferfahrzeuge.
„💡 Tipp: Eine Flottenversicherung lohnt sich nicht nur wegen möglicher Rabatte – vor allem die Vereinfachung der Verwaltung und einheitliche Bedingungen für alle Fahrzeuge sind im Alltag ein echter Vorteil für jeden Fuhrpark.“
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1. Bausteine der Flottenversicherung – Haftpflicht, Kasko & Zusatzmodule 🧱
Eine Flottenversicherung bündelt mehrere Fahrzeuge eines Unternehmens unter einem Rahmenvertrag. Der große Unterschied zu Einzelpolicen ist nicht „was versichert werden kann“, sondern wie der Schutz strukturiert, kalkuliert und administriert wird: einheitliche Bedingungen, gemeinsame Schadenbetrachtung, vereinfachte An- und Abmeldung, oft ein zentrales Reporting.
In der Praxis entscheidet sich Flottenschutz in drei Ebenen:
- Pflichtschutz: Kfz-Haftpflicht für jedes Fahrzeug.
- Eigenschutz: Teilkasko/Vollkasko – einheitlich oder nach Fahrzeuggruppen.
- Produktivitäts- und Finanzierungsschutz: Module, die Ausfallzeiten, Leasinglücken und Fahrerfolgen abfedern.
Wichtig ist die Denkweise: Bei Flotten ist nicht nur der einzelne Schaden relevant, sondern die Summe der Schäden über ein Jahr (Schadenquote). Viele Unternehmen „verlieren“ Geld nicht durch den einen großen Unfall, sondern durch viele kleine Rangier- und Parkschäden, die sich in der Quote und später im Beitrag festsetzen.
| Baustein | Pflicht? | Was wird geschützt? | Typischer Nutzen im Fuhrpark |
|---|---|---|---|
| Kfz-Haftpflicht | Ja | Ansprüche Dritter + Abwehr unberechtigter Forderungen | Existenzschutz bei Großschäden, rechtliche Abwehr |
| Teilkasko | Nein | Eigene Fahrzeuge bei benannten Gefahren | Diebstahl, Glas, Wetter, Brand – „unverschuldete“ Risiken |
| Vollkasko | Nein | Teilkasko + Eigenschäden | Rangieren, Parken, Hof, Baustelle – typische Flottenschäden |
| GAP (Leasing) | Nein | Finanzierungslücke bei Totalschaden/Diebstahl | schützt Bilanz/Leasingrestwert |
| Schutzbrief | Nein | Mobilität/Organisation | Panne, Abschleppen, Weiterfahrt, Rücktransport |
| Fahrerschutz | Nein | Person des Fahrers | wenn kein Gegner haftet oder Eigenverschulden |
| Auslandsschadenschutz | Nein | Haftpflichtniveau im Ausland | verhindert „Unterdeckung“ durch niedrige Auslandsstandards |
📘 Beachte: Der größte Flottenhebel ist fast immer die Kaskostrategie nach Fahrzeuggruppen (Vollkasko nur dort, wo es wirtschaftlich Sinn macht) – und ein sauberes Schadenmanagement, damit die Quote stabil bleibt.
2. Kfz-Haftpflicht in der Flotte – gesetzlicher Pflichtschutz für Firmenfahrzeuge ⚖️
Die Haftpflicht ist in der Flotte nicht verhandelbar: Jedes zugelassene Fahrzeug braucht sie. Inhaltlich ist es die gleiche Grundlogik wie beim Privat-Pkw, aber das Risiko in Unternehmen ist anders: mehr Kilometer, mehr Fahrerwechsel, mehr Zeitdruck, mehr Stop-and-go, mehr Rangierflächen, oft auch schwerere Fahrzeuge.
Haftpflicht leistet in zwei Richtungen:
- Zahlung berechtigter Ansprüche (Schadenersatz an Geschädigte).
- Abwehr unberechtigter Ansprüche (passiver Rechtsschutz).
Gerade in gewerblichen Konstellationen ist der Abwehrteil wichtig: Bei Unfällen im Kundenbereich, auf Baustellen oder in Ladezonen werden Ursachen schnell „hin und her“ geschoben. Wer sauber dokumentiert (Fotos, Unfallbericht, Fahrerstatement, Telematik/Ortung), reduziert nicht nur Streit, sondern oft auch Folgekosten.
| Haftpflicht-Schadenart | Praxisbeispiel aus dem Fuhrpark | Warum es teuer wird |
|---|---|---|
| Personenschaden | Auffahrunfall im Stadtverkehr mit Verletzten | Reha, Verdienstausfall, Schmerzensgeld, Renten |
| Sachschaden | Transporter beschädigt Kundenfahrzeug + Parkhaussäule | mehrere Reparaturen + Nutzungsausfall |
| Vermögensschaden | Unfall blockiert Zufahrt beim Kunden, Betrieb steht | Folgekosten, Ansprüche aus Ausfall/Verzug |
⚠️ Achtung: In Flotten entstehen Großschäden selten „im Hochgeschwindigkeitscrash“, sondern oft durch unglückliche Kombinationen: Personenschaden + mehrere Beteiligte + Folgekosten beim Kunden. Zu niedrige Deckungssummen sind hier ein echtes Unternehmensrisiko.
3. Teilkasko & Vollkasko in der Flotte – Schutz für eigene Fahrzeuge 🌤️💎
Kasko ist in der Flotte das Steuerungsinstrument: Du entscheidest, welche Schäden du selbst tragen willst und welche du dem Versicherer gibst. Die Kernfrage lautet nicht „Kasko ja/nein“, sondern:
- Welche Fahrzeuge sind kritische Umsatzträger?
- Welche Schäden treten bei uns real auf?
- Was kostet uns Stillstand (Ausfalltage)?
- Wie hoch ist unser Selbstbehalt, bevor wir melden?
Teilkasko deckt klassische Ereignisse ab, die unabhängig vom Fahrfehler passieren. Vollkasko deckt zusätzlich die Flottenrealität: Rangieren, Hof, Parkrempler, Baustellenkanten, Vandalismus, Fahrerflucht. Genau dort liegen in vielen Betrieben die meisten Schäden.
| Kaskostufe | Deckt typischerweise | In der Flotte besonders relevant, weil… |
|---|---|---|
| Teilkasko | Diebstahl, Brand, Sturm/Hagel, Glas, Tierkollision (tarifabhängig) | Diebstahl/Glas sind häufige „Betriebsunterbrecher“ |
| Vollkasko | Teilkasko + Eigenschäden + Vandalismus + Fahrerflucht (tarifabhängig) | Rangieren/Stop-and-go erzeugt viele Eigenschäden |
💡 Tipp: Ein praxiserprobtes Modell ist „Vollkasko für Neuwagen/Leasing/Umsatzträger“ und „Teilkasko oder Haftpflicht für ältere Fahrzeuge“ – ergänzt um klare interne Regeln, wann Kleinschäden selbst gezahlt werden.
4. Besondere Module für Fuhrparks – GAP, Fahrerschutz, Schutzbrief & mehr 💼
Die Bausteine sind die Stelle, an der Flotten wirklich „gut“ oder „nervig“ werden. Denn ein Fuhrpark verliert Geld oft nicht an der Reparatur, sondern an Ausfall, Organisation, Fahrerfolgen und Finanzierungslücken.
GAP ist im Leasingumfeld oft der wichtigste Zusatz: Kasko ersetzt häufig den Wiederbeschaffungswert/Marktwert – Leasingverträge rechnen aber mit Restwerten, Ablösen und offenen Raten. Diese Lücke kann ohne GAP direkt beim Unternehmen landen.
Schutzbrief ist in Service- und Lieferflotten ein Produktivitätsbaustein: Wenn das Fahrzeug steht, stehen Termine. Gute Konzepte regeln Abschleppen, Weiterfahrt, Ersatzmobilität, Hotel, Rücktransport – damit „der Tag nicht verloren“ ist.
Fahrerschutz schließt die typische Lücke: Der Fahrer ist oft nicht über einen gegnerischen Haftpflichtversicherer abgesichert, wenn Eigenverschulden vorliegt oder kein Gegner greifbar ist.
| Zusatzmodul | Wann es besonders sinnvoll ist | Typischer Mehrwert |
|---|---|---|
| GAP (Leasing) | Leasing/Finanzierung, hohe Restwerte | verhindert Bilanz-/Liquiditätslücke |
| Schutzbrief | Liefer- & Serviceflotten, hohe Termindichte | schnelle Mobilitätslösung, weniger Ausfall |
| Fahrerschutz | Poolfahrzeuge, wechselnde Fahrer | Absicherung Fahrerfolgen ohne Gegner |
| Auslandsschadenschutz | Grenznähe, Auslandseinsätze | hebt Haftpflichtniveau auf deutsches Niveau an |
📘 Beachte: Zusatzmodule sind in Flotten kein „Nice-to-have“. Sie entscheiden, ob ein Schaden nur ein Reparaturprozess ist – oder ein Umsatz- und Organisationsproblem.
5. Kosten der Flottenversicherung – Beitragstreiber & Kalkulationsmodelle 💰
Flottenprämien entstehen aus einer Mischung aus Risiko (Fahrzeuge, Fahrer, Einsatz) und Historie (Schadenverlauf). Anders als bei Einzelverträgen zählt oft die Gesamtperformance der Flotte: Wie viele Schäden, welche Höhen, welche Häufungen, welche Ursachen?
Die wichtigsten Beitragstreiber sind meist:
- Schadenquote (Summe Schäden / Summe Prämien) über mehrere Jahre
- Fahrzeugmix (Pkw vs. Transporter vs. Lkw)
- Einsatzprofil (Stadtverkehr, Baustelle, Lieferverkehr, Ausland)
- Fahrerstruktur (viele Fahrer, junge Fahrer, hohe Fluktuation)
- Kasko- und SB-Strategie (was wird gemeldet, was intern getragen?)
Die Kalkulationsmodelle unterscheiden sich je nach Versicherer und Flottengröße. Entscheidend ist: Das Modell muss zu eurer Struktur passen. Eine homogene Flotte kann mit Pauschalen gut laufen; eine gemischte Flotte braucht oft segmentierte Logik.
| Kalkulationsmodell | Kurzprinzip | Passt oft zu… |
|---|---|---|
| Stückkostenmodell | Beitrag je Fahrzeuggruppe im Rahmenvertrag | kleine/mittlere Fuhrparks mit Mischflotte |
| Pauschalmodell | Gesamtbeitrag für definierte Struktur | größere, relativ homogene Flotten |
| Bonus-Malus/Quote | Beitrag folgt Schadenquote | Flotten mit aktivem Schadenmanagement |
💡 Tipp: Wer Angebote vergleicht, sollte immer „Beitrag + SB + Rückstufungs-/Quotenlogik + Serviceprozesse“ vergleichen – der billigste Beitrag verliert schnell, wenn Schadensteuerung und Standzeiten schlecht sind.
6. Schadenverlauf, Selbstbeteiligung & Bonus-Malus-Systeme 📉
In Fuhrparks ist das eigentliche Geschäft die Steuerung von Häufigkeitsschäden: Parken, Rangieren, Spiegel, Stoßstangen, Hofkanten, Poller, Laderampen. Diese Schäden sind einzeln oft „nur“ 800 bis 2.500 Euro – aber in Summe ruinieren sie die Quote.
Die drei Stellschrauben:
- Selbstbeteiligung (Kasko): senkt Beitrag, erhöht Eigenanteil.
- Meldestrategie: Kleinschäden intern zahlen oder melden?
- Präzession/Prozesse: Einweisung, Rückgabecheck, Fahrerregeln, Schadenanalyse.
Wichtig: „Nicht melden“ darf nicht zu „wild reparieren lassen“ werden. Ohne saubere Dokumentation und Werkstattsteuerung wird’s organisatorisch teuer. Deshalb sind klare Regeln entscheidend: Wer meldet? Wann? Wie? Welche Werkstatt? Welche Fotos?
| Stellhebel | Ziel | Typische Umsetzung im Unternehmen |
|---|---|---|
| Selbstbeteiligung | Beitrag senken, Bagatellen vermeiden | z. B. SB 500/1.000 € je nach Fahrzeuggruppe |
| Interne Kleinschadenregel | Quote stabil halten | z. B. Schäden bis X € intern tragen, aber dokumentieren |
| Fahrer- & Hofprozesse | Häufigkeit reduzieren | Einweisungen, Rangierhilfen, feste Parkzonen, Checklisten |
📘 Beachte: Viele Flotten sparen nicht durch „härter verhandeln“, sondern durch weniger Schäden. Jeder vermiedene Rangierschaden wirkt doppelt: weniger Reparatur + bessere Quote + bessere Konditionen.
7. Typische Flotten – Handwerk, Lieferdienste, Dienstwagen & Spedition 🧑🤝🧑
Die beste Flottenstruktur ist branchenspezifisch. Nicht, weil Versicherer „anders wollen“, sondern weil Schadenmuster anders sind.
Handwerk/Bau hat häufig: Transporter, Baustellenverkehr, Material, enge Zufahrten, viele Stopps. Lieferdienste haben: Stadtverkehr, Zeitdruck, hohe Kilometer, häufige Ein- und Ausstiege. Dienstwagenflotten haben: hochwertige Ausstattung, private Nutzung, Leasing, Außendienst. Logistik hat: schwere Fahrzeuge, internationale Strecken, komplexe Zusatzversicherungen (Transport/CMR) neben der Kfz-Flotte.
Der häufigste Fehler ist „ein Schutzlevel für alles“. Das ist entweder zu teuer (weil alle Vollkasko auf Topniveau) oder zu riskant (weil Umsatzträger zu dünn abgesichert sind).
| Flottentyp | Typischer Schadenfokus | Was in der Police „sitzen“ muss |
|---|---|---|
| Handwerk/Bau | Rangier-/Baustellenschäden | Vollkasko selektiv + SB/Prozesse |
| Lieferdienst | Häufigkeitsschäden + Ausfall | Schutzbrief + schneller Serviceprozess |
| Dienstwagen | Wert & Leasing | Vollkasko + GAP + klare Car-Policy |
| Logistik/Spedition | große Schäden + Ausland | Haftpflichtniveau + Ausland + Abstimmung mit Transportversicherung |
💡 Tipp: Segmentiere die Flotte nach Einsatzart (Stadt/Land/Autobahn/baustelle) und Wert/Finanzierung – dann wird die Deckung fast automatisch wirtschaftlicher.
8. Welche Flottenlösung passt zu welchem Unternehmen? 🎯
Die Flottenlösung ist weniger eine Versicherungsfrage als eine Managementfrage: Wie soll der Fuhrpark betrieben werden? Kauf oder Leasing? Haltedauer? Pool oder fest zugewiesen? Wie viel Risiko kann und will das Unternehmen selbst tragen?
Ein sinnvolles Vorgehen:
- Fahrzeuge nach „kritisch für Umsatz“ und „austauschbar“ einteilen.
- Kasko-Level nach Wert, Finanzierung und Einsatz definieren.
- SB und interne Schadengrenzen festlegen.
- Prozesse für Meldung, Werkstatt, Ersatzmobilität definieren.
| Unternehmensgröße | Typische Struktur | Sinnvolle Tendenz |
|---|---|---|
| klein (3–10) | Mischflotte, einfache Prozesse | Rahmenvertrag + klare Kasko-Zuordnung |
| mittel (10–50) | mehrere Gruppen, wiederkehrende Schäden | Segmentierung + SB-Strategie + Reporting |
| groß (50+) | eigene Fuhrparkleitung, hohe Datenbasis | individuelle Modelle + aktives Schadenmanagement |
📘 Beachte: Erst die Fuhrparkstrategie festlegen, dann die Versicherung. Wenn die Strategie fehlt, wird die Flotte meistens entweder überversichert oder „löchrig“.
9. Flottenversicherung wechseln – Daten, Fristen & Ablauf 🔁
Flottenwechsel scheitern selten am Kündigen, sondern an Daten. Wer sauber vorbereitet, bekommt bessere Angebote – und vermeidet Deckungslücken.
Was Versicherer fast immer sehen wollen:
- aktuelle Fahrzeugliste (inkl. Nutzung, km, Fahrerstruktur)
- Schadenverlauf 3–5 Jahre (Datum, Art, Höhe, Ursache, offen/geschlossen)
- Einsatzgebiete (Inland/Ausland, Stadt/Land, Baustelle)
- gewünschte Kasko- und SB-Struktur
- ggf. Fuhrparkregeln/Schulungen/Telematik (wenn vorhanden)
| Schritt | Inhalt | Fehler, der teuer wird |
|---|---|---|
| Analyse | Altvertrag, Deckung, Service, Quote | nur auf Beitrag schauen |
| Datenpaket | Fahrzeug- & Schadendaten sauber | unvollständige Schadenlisten |
| Ausschreibung | vergleichbare Deckung an mehrere | „Äpfel-Birnen“-Vergleich |
| Umstellung | Annahme, Stichtag, Prozesse | Lücke bei Neu-/Abmeldungen |
💡 Tipp: Flottenumstellungen brauchen Vorlauf, weil Schadenlisten, Fahrzeugdaten und Konditionsmodelle abgestimmt werden müssen. Wer zu spät startet, nimmt oft das „schnellste“ Angebot – nicht das beste.
10. Typische Fehler in der Flottenversicherung ⚠️
Flottenfehler sind selten spektakulär – sie sind alltäglich. Und gerade deshalb teuer: Viele kleine Prozessfehler verschlechtern Quote, Beitrag und Schadenservice.
Typische Klassiker:
- Fahrzeug fährt schon, aber ist noch nicht sauber gemeldet/eingeschlossen
- Fahrerwechsel ohne Anpassung (Fahrerkreis, Mindestalter, Nutzung)
- Auslandseinsatz „mal eben“ ohne Abstimmung
- Leasing ohne GAP
- Zubehör/Aufbauten/Regalsysteme im Transporter nicht sauber geregelt
- Schäden werden verspätet/unsauber gemeldet (keine Fotos, kein Hergang, keine Zeugen)
| Fehler | Folge | Was besser funktioniert |
|---|---|---|
| fehlende Meldeprozesse | Deckungslücken/Chaos im Schaden | klare Zuständigkeit + Checkliste |
| falsche Kasko-Strategie | unnötige Kosten oder Risiko | Segmentierung nach Gruppen |
| kein Kleinschadenkonzept | Quote leidet, Beitrag steigt | interne Grenze + Dokumentation |
| Leasing ohne GAP | hohe Einmalbelastung | GAP als Standard definieren |
⚠️ Achtung: In Flotten ist „Beitrag sparen“ ohne Prozessdisziplin fast immer ein Bumerang. Die Quote kommt zurück – und dann wird’s in den Folgejahren deutlich teurer.
11. FAQ – 6 wichtige Fragen zur Flottenversicherung ❓
Je nach Versicherer beginnt eine Flotte oft ab 3–5 Fahrzeugen, bei anderen erst ab 10 oder 15. Lohnend wird sie, wenn Sie durch einheitliche Bedingungen, vereinfachte Verwaltung und abgestimmte Kaskostrategien organisatorische und finanzielle Vorteile erzielen.
„💡 Tipp: Lassen Sie bereits ab rund 5–10 Fahrzeugen prüfen, ob eine Flottenlösung sinnvoll ist – oft ist es weniger die Fahrzeugzahl, sondern die Verwaltungs- und Strukturfrage, die den Ausschlag gibt.“
Viele Versicherer erlauben gemischte Flotten aus Pkw, Transportern und kleineren Lkw. Für schwere Lkw, Spezialfahrzeuge oder Anhänger können eigene Konzepte oder Teilflotten notwendig sein. Wichtig ist eine klare Strukturierung nach Fahrzeugarten und Risiken.
„📘 Beachte: Eine sinnvolle Segmentierung der Flotte sorgt dafür, dass einfache Fahrzeuge nicht „mitbezahlen“, was komplexe Spezialfahrzeuge an Risiko mitbringen.“
Sehr stark. Flotten werden maßgeblich über die Schadenquote (Schadenhöhe im Verhältnis zum gezahlten Beitrag) bewertet. Ein guter Schadenverlauf ermöglicht bessere Konditionen, ein schlechter Schadenverlauf führt zu Aufschlägen oder restriktiveren Bedingungen.
„⚠️ Achtung: Jede Flotte hat mal ein „Pechjahr“ – entscheidend ist der Trend über mehrere Jahre; systematisches Schadenmanagement ist darum wichtiger als kurzfristiges Reagieren auf ein einzelnes Jahr.“
Nein, in guten Flottenkonzepten können Sie Fahrzeuggruppen mit unterschiedlichen Kaskoniveaus definieren. Beispielsweise Vollkasko für neue Dienstwagen, Teilkasko für ältere Transporter und nur Haftpflicht für sehr alte oder wenig genutzte Fahrzeuge.
„📘 Beachte: Eine intelligente Kaskostruktur ist einer der wichtigsten Hebel, um die Flottenversicherung wirtschaftlich und trotzdem leistungsstark zu gestalten.“
Viele Flottenverträge erlauben private Nutzung durch Mitarbeiter oder deren Angehörige, wenn dies vertraglich vereinbart ist. Die Risiken bleiben aber beim Unternehmen, weshalb klare Car-Policies, Eigenbeteiligungen und Fahrervereinbarungen sinnvoll sind.
„💡 Tipp: Regeln Sie private Nutzung von Firmenwagen schriftlich – was nicht klar geregelt ist, sorgt spätestens im Schadenfall für Diskussionen, auch mit dem Versicherer.“
Wichtig sind: Fotos von Unfallstelle und Beteiligten, Daten von Unfallgegner und Zeugen, Kennzeichen, Uhrzeit, Ort, ein kurzer Unfallbericht sowie ggf. Polizeivorgang (Aktenzeichen, Dienststelle). Im Unternehmen sollte es einen festen Prozess geben, an wen und wie Schäden gemeldet werden.
„⚠️ Achtung: Ohne klare interne Schadenmelderoutine gehen Informationen verloren – das erschwert die Regulierung und kann Ihre Schadenquote und damit Ihre Flottenkonditionen langfristig verschlechtern.“
12. Fazit – MAWA Finanz Flottenanalyse & Fuhrpark-Schutz 🧭
Flottenversicherung – effizienter Schutz für Ihren Fuhrpark | MAWA Finanz
Eine Flottenversicherung ist mehr als „das Gleiche wie Autoversicherung, nur mit mehreren Fahrzeugen“. Sie ist ein zentrales Steuerungsinstrument für Risiko, Kosten und Verfügbarkeit Ihres gesamten Fuhrparks – egal ob Sie fünf Fahrzeuge oder mehrere hundert im Einsatz haben.
Die richtige Kombination aus Haftpflicht, Teilkasko und Vollkasko, abgestimmten Selbstbeteiligungen, Zusatzmodulen wie GAP, Fahrerschutz und Schutzbrief sowie professionellem Schadenmanagement entscheidet darüber, ob Ihr Fuhrpark kalkulierbar und wirtschaftlich läuft – oder ob Sie Jahr für Jahr von Beitragsanpassungen überrascht werden.
MAWA Finanz unterstützt Sie dabei, Ihre Flotte strukturiert zu analysieren, den Schadenverlauf transparent aufzubereiten und auf dieser Basis mit passenden Versicherern ein leistungsstarkes, faires Flottenkonzept zu gestalten.
„📘 Beachte: Eine gut geplante Flottenversicherung ist kein Kostenfaktor, den man „irgendwie mitlaufen lässt“ – sie ist ein Baustein Ihrer Unternehmenssteuerung und beeinflusst Liquidität, Risiko und Zuverlässigkeit Ihres gesamten Fuhrparks.“
Mit einer durchdacht aufgesetzten Flottenversicherung bleibt Ihr Fuhrpark mobil, Ihre Kosten planbar – und Ihre Fahrer sind Tag für Tag mit einem guten Gefühl im Namen Ihres Unternehmens unterwegs. 🚚🚗💼
