Elektronikversicherung – IT & Technik im Betrieb schützen

Elektronikversicherung – IT & Technik im Betrieb schützen

Wenn Technik ausfällt, steht oft mehr als nur ein Gerät still. Die Elektronikversicherung schützt Ihre Systeme – planbar, nachvollziehbar, praxistauglich.

Elektronikversicherung für Unternehmen – das sollten Sie wissen.

🌟 Einleitung

Marcus Wacker Geschäftsführer
Marcus Wacker, Geschäftsführer,Experte für Gewerbeversicherungen

Ob Büro, Praxis, Handel, Gastro, Handwerk oder Produktion: In fast jedem Unternehmen hängt die Leistung heute an Elektronik. Kassensysteme, Server, Netzwerke, Laptops, Scanner, Medizingeräte, Mess- und Steuertechnik, Telefonanlagen, Kameras, Zutrittskontrollen, POS-Terminals – die Liste ist lang. Und das Problem ist immer gleich: Wenn ein zentraler Baustein ausfällt, entsteht nicht nur ein Reparaturthema, sondern ein Betriebsrisiko.

Die Elektronikversicherung ist dafür da, genau diese Lücke zu schließen: Sie ersetzt Schäden an versicherter Elektronik, häufig im Allgefahren-Prinzip, also auch dann, wenn kein klassischer “Feuer/Leitungswasser/Sturm”-Schaden vorliegt. Typische Auslöser sind Bedienfehler, Kurzschluss, Überspannung, Induktion, Materialfehler außerhalb von Garantie, Ungeschicklichkeit, Vandalismus – und je nach Vereinbarung auch Diebstahlvarianten sowie Schäden auf dem Transport oder außerhalb der Betriebsstätte.

Wichtig ist: Elektronikversicherung ist kein “nice-to-have”, wenn Sie ohne Technik nicht liefern, behandeln, kassieren oder dokumentieren können. Entscheidend sind die richtigen Geräte-Listen, realistische Versicherungssummen, passende Außen-/Transportdeckung, Daten- und Softwarebausteine sowie klare Regeln, wie im Schadenfall nachgewiesen und ersetzt wird.

💡 Tipp: Der häufigste Fehler ist nicht “zu wenig Leistung”, sondern “falscher Umfang”: Geräte, Software, Daten, Außenstandorte und mobile Nutzung müssen wirklich in Ihrem Alltag abgebildet sein – sonst wird der Schadenfall unnötig zäh.

1. Was ist eine Elektronikversicherung? 🖥️

Die Elektronikversicherung ist eine Sachversicherung für elektronische Geräte, Anlagen und (je nach Konzept) auch bestimmte software- und datenbezogene Wiederherstellungskosten im Unternehmen. Sie springt ein, wenn versicherte Elektronik unvorhergesehen beschädigt oder zerstört wird – und je nach Vereinbarung auch, wenn sie abhandenkommt (z. B. Einbruchdiebstahl). Der entscheidende Mehrwert gegenüber „klassischen“ Sachpolicen: Viele teure Elektronikschäden entstehen ohne Feuer, ohne Leitungswasser und ohne Sturm/Hagel – sondern durch Überspannung, Kurzschluss, Bedienfehler, Materialversagen, Induktion, Feuchtigkeitsschäden durch plötzliche Ereignisse oder schlicht „Pech im Alltag“.

Elektronikversicherung ist deshalb oft kein „Katastrophenprodukt“, sondern ein Betriebsstabilisator: Sie sorgt dafür, dass Hardware, Systeme und zentrale Technik schnell wieder laufen, wenn Standard-Sachdeckungen nicht greifen oder nur einen Teil der Kosten abdecken.

Wichtig ist die Perspektive: Es geht nicht nur um „Gerät kaputt“, sondern um Wiederherstellung der Einsatzfähigkeit:

  • Gerät ersetzen oder reparieren
  • Installation, Konfiguration, Inbetriebnahme
  • ggf. Software/Images/Lizenzen
  • ggf. Datenwiederherstellungskosten (wenn vereinbart)
  • ggf. Mehrkosten für Notbetrieb (wenn vereinbart)
PunktWas das bedeutetWarum es zählt
VersicherungsartSachversicherung für Elektronikersetzt Geräte-/Anlagenschäden, nicht Haftpflichtstreit
Deckungsansatzoft Allgefahren-Logik (je nach Bedingungen)deckt viele Alltagsursachen, nicht nur Großgefahren
EntschädigungReparatur oder Ersatz (oft Neuwert-/Wiederbeschaffungslogik)entscheidet, ob Sie schnell wieder arbeitsfähig sind
SchwerpunktWiederherstellung der Funktionsfähigkeitnicht nur Hardware, sondern „System läuft wieder“
GrenzenAusschlüsse, Definitionen, Nachweiseohne saubere Dokumentation drohen Kürzungen/Verzögerungen

📘 Beachte: Elektronikversicherung schützt Elektronik – nicht automatisch den Ertragsausfall. Wenn ein Ausfall Umsatz oder Betrieb gefährdet, ist Betriebsunterbrechung (als Zusatzkonzept) die nächste wichtige Stufe.

2. Für wen ist sie sinnvoll – und wann ist sie besonders wichtig? 🧩

Elektronikversicherung ist sinnvoll, sobald Technik kritisch für Leistungserbringung, Abrechnung oder Dokumentation ist. Das betrifft heute nicht nur „IT-Firmen“. Selbst kleine Betriebe hängen an Kassensystem, Netzwerk, Cloudzugängen, Telefonie, Scannern, Sicherheits-/Zutrittssystemen, Diagnose-/Messgeräten oder Server/Storage.

Besonders wichtig wird sie, wenn mindestens einer dieser Punkte zutrifft:

  • Hohe Gerätewerte oder teure Einzelgeräte (z. B. Diagnostik, Spezialdruck, Mess-/Prüftechnik)
  • Single Point of Failure: Fällt ein System aus, steht der Laden (Kasse/Server/Firewall/Telefonanlage)
  • Mobile Nutzung (Außendienst, Baustellen, Homeoffice) → mehr Risiko + mehr Diskussion ohne passende Außen-/Transportdeckung
  • Teure Konfiguration (z. B. Kassen/POS, Praxissoftware, ERP, Telefonie, Netzwerk)
  • Lange Lieferzeiten oder Spezialhardware (Wiederbeschaffung dauert Wochen)
  • Abhängigkeit von Dokumentation (Praxen, Handwerk, Planungs-/Ingenieurbüros)
BetriebsprofilTypische kritische TechnikWas ohne Elektronikschutz schnell passiert
Praxis/GesundheitDiagnostik, Server, Medizingeräte, DokumentationTermin- und Behandlungsstopp, Ersatzgeräte teuer
Handel/FilialeKasse/POS, Scanner, Netzwerk, KameraKasse steht, Abverkauf stockt, Nachweise fehlen
GastronomieKasse, Bestell-/Küchensystem, NetzwerkAbwicklung bricht, Umsätze weg, hoher Stress
Handwerk/ServiceMessgeräte, Tablets, DiagnosesystemeBaustelle verzögert, Ersatz teuer, Fehlmessung
Büro/Agentur/ITFirewall, Storage, Telefonie, LaptopsProjektstopp, Neuinstallation, Datenrekonstruktion

💡 Tipp: Denken Sie weniger in „Gerätewert“ und mehr in „Wiederanlaufzeit“: Wie lange dauert es real, bis Hardware beschafft, installiert, konfiguriert und produktiv ist?

3. Was ist versichert – Geräte, Anlagen, Software, Daten? 🧰

Der Kern sind elektronische Geräte und Anlagen. Typisch versicherbar sind unter anderem:

  • IT-Hardware: Server, PCs, Laptops, Monitore, Drucker, NAS/Storage
  • Netzwerk & Security: Router, Switches, Firewall, Access Points, USV
  • Kommunikation: Telefonanlagen/VoIP, Konferenztechnik
  • Sicherheit: Kameraanlagen, Zutritts-/Alarmtechnik
  • Branchentechnik: Kassensysteme/POS, Scanner, Medizingeräte, Mess-/Prüftechnik, Steuerungselektronik

Entscheidend ist nicht, was „man erwartet“, sondern was im Vertrag definiert ist:

  • Gilt der Schutz nur am Versicherungsort oder auch außerhalb?
  • Sind Leasing-/Mietgeräte enthalten?
  • Ist Zubehör/Peripherie mitversichert oder limitiert?
  • Gibt es Bausteine für Software/Lizenzen/Images?
  • Gibt es Bausteine für Datenwiederherstellung?

Die Praxisfalle: Häufig ist die Hardware nicht der größte Kostenblock. Teuer wird:

  • Dienstleisterzeit (Diagnose, Rollout, Neuaufbau)
  • Neuinstallation/Einrichtung
  • Lizenz-/Konfigurationsaufwand
  • Datenwiederherstellung
  • Notbetrieb (Mietgeräte, Expresslieferung)
KategorieTypische BeispieleWorauf Sie konkret achten sollten
IT-HardwareServer, NAS, Firewall, Laptops, DruckerInventarliste/Seriennummern, Neuwertlogik
Kommunikations-/SicherheitstechnikTelefonanlage, Kamera, Zutritt/AlarmAußenmontage, Versicherungsort, Überspannung
BranchengeräteKasse/POS, Scanner, MedizingeräteSpezialersatz, Lieferzeiten, Wartungsstatus
Zubehör/PeripherieMonitore, Docking, NetzteileZubehördefinition, Sublimits, Verschleißabgrenzung
Software/DatenLizenzen, Konfiguration, DatenwiederherstellungUmfang, Limits, Nachweispflichten, Wiederherstellungsdauer

⚠️ Achtung: Geräte außerhalb der Betriebsstätte (Homeoffice, Baustelle, Außendienst) sind nicht automatisch in sinnvoller Höhe mitversichert. Außen-/Transportdeckung muss zur realen Nutzung passen.

4. Welche Schäden sind gedeckt – und wie „Allgefahren“ wirklich funktioniert ⚡

Elektronikversicherung wird oft als „Allgefahren“ beschrieben. Das heißt: Viele unvorhergesehen eintretende Schäden sind versichert, sofern kein Ausschluss greift. Es heißt nicht „alles immer“. Der Vertrag lebt von Definitionen und Ausschlüssen.

Typische (je nach Bedingungswerk häufig) versicherbare Ursachen:

  • Bedienfehler, Ungeschicklichkeit, Fahrlässigkeit
  • Kurzschluss, Überspannung, Induktion
  • Material-/Konstruktionsfehler (häufig außerhalb Garantie, bedingungsabhängig)
  • Feuchtigkeitseinwirkung durch plötzliches Ereignis
  • Vandalismus (je nach Baustein)
  • Tierbiss (je nach Definition/Umfang)
  • manchmal auch: interne Betriebsschäden in Elektronik (abhängig vom Konzept)

Typische Grenzen/Ausschlüsse (sehr häufig):

  • Verschleiß/Abnutzung, Korrosion
  • allmähliche Einwirkung (Feuchte über lange Zeit)
  • mangelnde Wartung / bekannte Mängel
  • Vorsatz
  • reine Software-/Programmierfehler ohne versicherten Sachschaden (je nach Konzept)
  • Diebstahlformen sind oft differenziert: Einbruch vs. einfacher Diebstahl vs. Abhandenkommen
SchadenursacheHäufig versicherbarTypischer PraxisfallTypische Grenze
Bedienfehler/UngeschickjaLaptop fällt, falscher Anschluss, FehlbedienungVorsatz, grobe Pflichtverletzung
Kurzschluss/ÜberspannungjaBoard/Netzteil defekt nach SpannungsspitzeNachweis/Schutzmaßnahmen oft Streitpunkt
Induktion/Blitzfolgenoft jaBlitz in Nähe → Systeme fallen ausDefinition & Ursache-Nachweis
Material-/KonstruktionsfehlerteilsDefekt nach GarantieendeSerienfehler/Herstellerprogramme
Diebstahl/Vandalismusje nach BausteinEinbruch, zerstörte Technikeinfacher Diebstahl oft eingeschränkt

📘 Beachte: „Allgefahren“ ist stark, aber die Stellschrauben sind Versicherungsort, Außen-/Transport, Diebstahlform, Daten/Software-Limits und Nachweise. Genau dort entstehen sonst Lücken.

5. Abgrenzung: Inhaltsversicherung, Maschinen, Cyber, Garantie 🧭

Die häufigste Fehlannahme lautet: „Elektronik ist doch in der Inhaltsversicherung drin.“ Teilweise stimmt das – aber oft nur für klassische Gefahren. Elektronikschäden durch Überspannung/Bedienfehler sind dort häufig nicht oder nur eingeschränkt abgedeckt.

Ebenso wichtig: Cyber ist nicht Elektronik – und Elektronik ist nicht Cyber.

  • Elektronik = physischer Geräte-/Anlagenschaden (plus ggf. Wiederherstellungskosten)
  • Cyber = digitale Angriffe, Datenabfluss, Forensik, Haftungsfolgen, Krisenmanagement, ggf. Cyber-BU

Maschinen/Technische Versicherungen sind wieder ein anderes Feld: Sie zielen auf Maschinen/Anlagen, häufig auch mechanische Schäden (Maschinenbruch). Elektronik kann Schnittmengen haben, aber die Definition entscheidet.

ProduktWofür es da istTypisch gut beiTypisch schwach bei
InhaltsversicherungBetriebseinrichtung/Waren gegen benannte GefahrenFeuer, Leitungswasser, Sturm, EinbruchBedienfehler, Kurzschluss, Überspannung (oft)
ElektronikversicherungElektronik gegen breite UrsachenAlltags-/Technikschäden, Überspannungreine Cyberereignisse ohne Sachschaden
Maschinen/Technische VersicherungMaschinen/Anlagen (oft inkl. mechanisch)Produktionsanlagen, MaschinenbruchIT-/Kleingeräte-Logik
Cyberversicherungdigitale Angriffe/Datenschutz/IT-ServicesRansomware, Datenleck, Haftungphysischer Geräteschaden ohne Cyberbezug
Garantie/WartungHerstellerschutz/ServiceDefekte im GarantiezeitraumFremdeinwirkung, Bedienfehler, Diebstahl

💡 Tipp: Erst Ursache klären: Bedienfehler/Überspannung/Induktion → Elektronik. Hacker/Erpressung → Cyber. Feuer/Wasser/Sturm → Inhalt/Gebäude. In der Praxis brauchen viele Betriebe zwei Bausteine (Elektronik + Cyber oder Elektronik + BU).

6. Versicherungssumme, Unterversicherung, Neuwert – richtig kalkulieren 📏

Die Elektronikversicherung steht und fällt mit der richtigen Versicherungssumme und mit einer sauberen Geräte-/Anlagenbasis. Unterversicherung ist nicht nur „Totalschaden-Theorie“. Wenn der Versicherer eine Unterversicherungsklausel anwendet, kann auch ein Teilschaden anteilig gekürzt werden – je nach Bedingungswerk.

Praxiskritisch sind drei Dinge:

  1. Bestand: Was ist überhaupt versichert? (Liste, Standort, Seriennummern)
  2. Wert: Neuwert/Wiederbeschaffungswert realistisch, nicht „damals gekauft“
  3. Wiederherstellungskosten: Installation, Konfiguration, Lizenzen, Dienstleisterzeit

Gerade Konfiguration/Installation wird häufig vergessen – dabei ist das oft der wahre Zeit- und Kostenblock.

KalkulationsbausteinWas Sie erfassenTypischer FehlerBessere Praxis
HardwarebestandServer, Clients, Netzwerk, Kasse, Spezialgeräte„Pi mal Daumen“Inventarliste + Kaufbelege
Wiederbeschaffungswertheutige Preise inkl. Zubehöralte Anschaffungspreiseaktuelle Marktpreise/Modelle
Konfiguration/InstallationDienstleisterzeiten, Rolloutwird nicht berücksichtigtPauschale/Mehrkostenbaustein
Software/LizenzenLizenzen, Images, Setupsnur Hardware versichertSoftware/Datenbaustein mit Limits
Mobile NutzungAußendienst/HomeofficeAußenrisiko ignoriertAußenversicherung + Transport

⚠️ Achtung: Neuwert heißt nicht „Luxus-Upgrade“. Entscheidend ist die vertragliche Wiederbeschaffungslogik und der Nachweis, was nötig ist, damit der Betrieb wieder produktiv wird.

7. Zusatzbausteine: Außen, Transport, Daten, Mehrkosten, Mietgeräte 🧩

Viele Elektronikschäden passieren nicht im Serverraum, sondern „unterwegs“: Laptop im Außendienst, Tablet auf der Baustelle, POS-Gerät im Lager, Technik im Fahrzeug. Deshalb sind Außen- und Transportbausteine in der Praxis oft entscheidender als der reine Grundschutz.

Zusatzbausteine, die Elektronikversicherung praxistauglich machen:

  • Außenversicherung: Schutz außerhalb des Versicherungsortes (Homeoffice, Außendienst, Baustelle)
  • Transportdeckung: Schäden beim Transport/Verladen/Umzug
  • Daten/Software: Datenwiederherstellung, Konfiguration, Lizenzen (mit Limits)
  • Mehrkosten: Expressbeschaffung, Notbetrieb, temporäre Lösungen
  • Miet-/Ersatzgeräte: schnelle Überbrückung, klare Kostenlogik
  • ggf. Diebstahl-/Abhandenkommen-Bausteine (je nach Risikoprofil)
BausteinWas er bringtTypisches SzenarioWorauf Sie achten sollten
AußenversicherungSchutz außerhalb der BetriebsstätteLaptop im Homeoffice beschädigtLimits, Länderbereich, Aufbewahrung
TransportdeckungSchutz beim TransportGerät fällt beim VerladenVerpackung/Obliegenheiten, Nachweis
Daten/SoftwareWiederherstellung/LizenzenNeuinstallation, DatenrekonstruktionLimits, Umfang, Nachweispflichten
Mehrkostenschneller WiederanlaufExpresslieferung, NotgeräteErforderlichkeit, Abstimmung, Limits
Miet-/ErsatzgeräteÜberbrückung der AusfallzeitSpezialgerät Lieferzeit 6 WochenKostenerstattung, Dauer, Bedingungen

📘 Beachte: Außen-/Transportdeckung ist einer der häufigsten Lückenpunkte. Wenn Ihr Alltag mobil ist, muss das ausdrücklich und mit passenden Limits im Vertrag stehen.

8. Beitrag & Kalkulation – wovon der Preis abhängt 💶

Der Beitrag hängt weniger an „viel Technik = teuer“, sondern an Risikoqualität und Umfang:

  • Gerätewerte und Art der Technik (Standard-IT vs. Spezialgeräte)
  • Branche und Nutzung (Schadenhäufigkeit, Umgebung)
  • Standorte (ein oder mehrere Versicherungsorte)
  • Außen-/Transportumfang
  • Daten-/Softwarebausteine
  • Selbstbehalt
  • Schadenhistorie
  • Schutzmaßnahmen (Überspannungsschutz, USV, Wartung, Zutritt)

Ein günstiger Beitrag entsteht häufig durch:

  • zu niedrige Summen,
  • hohe Selbstbehalte,
  • knappe Außen-/Transportlimits,
  • enge Daten-/Softwarelimits.

Das kann bewusst sinnvoll sein – aber nur, wenn es zu Ihrer realen Abhängigkeit passt.

PreisfaktorWarum er wirktTypischer EffektIhr Stellhebel
Gerätewert/Bestandhöherer MaximalschadenBeitrag steigtsaubere Liste statt Schätzung
Branche/NutzungRisiko-/Schadenquotevariiert starkkorrekte Beschreibung
Außen/Transportmehr SchadenorteBeitrag steigtLimits passend statt maximal
Selbstbehaltmehr EigenanteilBeitrag sinktSB tragbar wählen
Daten/Mehrkostenbessere WiederanlaufleistungBeitrag steigtzielgerichtet vereinbaren

💡 Tipp: Wenn Sie sparen wollen, sparen Sie nicht „blind“ bei Außen-/Datenbausteinen, wenn Sie mobil und IT-abhängig sind. Das sind oft die Bereiche, die im Ernstfall den Betrieb am schnellsten wieder ans Laufen bringen.

9. Schadenfall – Ablauf, Unterlagen, typische Fehler 🧾

Elektronikschäden sind häufig erklärungsbedürftig. Der Versicherer braucht schnell Klarheit zu:

  • welches Gerät (Identifikation),
  • was ist passiert (Zeitpunkt, Hergang),
  • was ist die Ursache (z. B. Überspannung, Kurzschluss, Bedienfehler),
  • welche Kosten entstehen (Reparatur/Ersatz + Wiederherstellung),
  • welche Maßnahmen wurden zur Schadenminderung ergriffen.

Wichtig: Nicht vorschnell entsorgen. Gerade bei Überspannung/Induktion kann die Ursache erst nach Diagnose klar werden. Gute Dokumentation beschleunigt Regulierung deutlich.

SchrittWas Sie liefernWarum es wichtig istTypischer Fehler
1. Sofortmaßnahmensichern, Folgeschäden verhindernreduziert GesamtschadenGerät entsorgt/weggegeben
2. DokumentationFotos, Seriennr., FehlerbildZuordnung & Prüfung„nur telefonisch erklärt“
3. Meldungzeitnah mit BasisdatenProzess startetzu spät melden
4. Diagnose/KostenBericht, Angebot, RechnungEntschädigung basiert daraufkeine Diagnose/keine Belege
5. WiederanlaufMehrkosten/Mietgeräte belegenTempo & NutzenMehrkosten ohne Abstimmung

⚠️ Achtung: Kein vorschnelles „Schuldeingeständnis“ gegenüber Dritten (z. B. Vermieter, Netzbetreiber, Dienstleister). Bei Netz-/Blitz-/Überspannungslagen kann die Kausalität später anders bewertet werden – Dokumentation ist hier wichtiger als Geschwindigkeit.

10. FAQ – 6 wichtige Fragen zur Elektronikversicherung ❓

Reicht meine Inhaltsversicherung nicht für Computer und Kasse?

Oft nur teilweise. Inhaltsversicherung deckt typischerweise klassische Gefahren wie Feuer, Leitungswasser, Sturm und Einbruchdiebstahl. Elektronikschäden durch Bedienfehler, Kurzschluss oder Überspannung sind dort häufig nicht oder nur eingeschränkt abgedeckt. Elektronikversicherung ist dafür gemacht, diese Alltagsursachen sauber abzubilden.

📘 Beachte: Prüfen Sie in Ihrer Inhaltsversicherung, ob Überspannung/Bedienfehler wirklich in brauchbarer Tiefe enthalten sind und ob es dafür Limits gibt.

Was bedeutet “Allgefahren” in der Elektronikversicherung wirklich?

Allgefahren heißt meist: Unvorhergesehen eintretende Schäden sind gedeckt, sofern kein Ausschluss greift. Es heißt nicht “alles ohne Grenzen”. Verschleiß, Abnutzung, allmähliche Feuchtigkeit oder mangelnde Wartung sind typischerweise ausgeschlossen, ebenso Vorsatz.

⚠️ Achtung: Die Definitionen (Versicherungsort, Außenversicherung, Diebstahlform, Datenlimits) sind wichtiger als das Wort “Allgefahren” auf dem Deckblatt.

Sind Laptops im Homeoffice oder unterwegs mitversichert?

Nur, wenn Außenversicherung und ggf. Transportdeckung passend vereinbart sind. Viele Tarife haben sonst den Schwerpunkt “am Versicherungsort”. Wenn Ihr Alltag mobil ist, muss das ausdrücklich so versichert sein – inklusive sinnvoller Limits.

💡 Tipp: Erstellen Sie eine Liste mobiler Geräte (Laptops, Tablets, Messgeräte) und legen Sie dafür passende Außenlimits fest, statt “irgendwie wird’s schon passen”.

Zahlt die Elektronikversicherung auch Datenwiederherstellung und Neuinstallation?

Das ist häufig möglich, aber meist nur über einen Daten-/Softwarebaustein und oft mit Limits. Entscheidend ist, was als “Wiederherstellungskosten” gilt und welche Nachweise verlangt werden (z. B. Dienstleisterrechnungen, Stundenaufstellungen).

📘 Beachte: Viele Schäden sind nicht hardwareteuer, sondern konfigurationsteurer. Daten-/Softwarebaustein ist deshalb oft der echte Mehrwert.

Wie bestimme ich die richtige Versicherungssumme?

Über den Wiederbeschaffungswert (heutige Preise) Ihres gesamten Gerätebestands plus realistische Kosten für Installation/Einrichtung, wenn diese mitversichert sein sollen. Unterversicherung entsteht häufig, wenn nur die “großen Geräte” geschätzt werden und Zubehör, Netzwerk, Peripherie sowie Spezialtechnik fehlen.

⚠️ Achtung: Unterversicherung führt nicht nur zu “zu wenig Geld”, sondern häufig auch zu Diskussionen und Verzögerungen, weil Geräte-/Wertlisten nicht sauber sind.

Was sind die häufigsten Ablehnungs- oder Kürzungsgründe?

Typisch sind fehlende Außen-/Transportdeckung, falsche oder unvollständige Gerätelisten, unklare Schadenursache ohne Diagnosebericht, Ausschlüsse wie Verschleiß/allmähliche Einwirkung sowie nicht eingehaltene Sicherheitsanforderungen bei Diebstahl.

💡 Tipp: Halten Sie Seriennummern, Kaufbelege, Konfigurationsdokumente und Fotos der zentralen Systeme aktuell. Im Schadenfall beschleunigt das alles.

11. Fazit – MAWA Elektronik-Check & Strategie ✅

Elektronikversicherung – IT & Technik im Betrieb schützen | MAWA Finanz

Elektronikversicherung ist der Schutz für die Technik, die Ihren Betrieb am Laufen hält. Sie schließt die Lücke zwischen klassischer Inhaltsdeckung und der Realität moderner Elektronikschäden. Entscheidend sind nicht schöne Begriffe, sondern die Passung: Geräteliste, Neuwert/Wiederbeschaffung, Außen- und Transportdeckung, Daten-/Softwarekosten, Mehrkosten für schnellen Wiederanlauf und ein sauberer Schadenprozess.

MAWA Elektronik-CheckPrüffrageZiel
1Sind alle kritischen Geräte wirklich erfasst?keine “Gerät fehlt”-Lücke
2Passt die Außen-/Transportdeckung zu Ihrem Alltag?mobile Schäden sind mit drin
3Sind Daten/Software/Wiederherstellung realistisch geregelt?Wiederanlauf wird bezahlt
4Stimmen Summe und Neuwertlogik (keine Unterversicherung)?keine Kürzung/Quote
5Ist der Schadenprozess vorbereitet (Nachweise/Listen)?schnelle Regulierung

📘 Beachte: Die beste Elektronikversicherung ist die, die Ihren Betrieb nach einem Schaden nicht nur entschädigt, sondern schnell wieder arbeitsfähig macht – weil Umfang, Limits und Nachweise vorher sauber stehen.

RÜRUP
RENTE

> mehr erfahren

TERMIN
VEREINBAREN

> mehr erfahren

BERUFSUNFÄHIGKEIT
VERSICHERUNG

> mehr erfahren

RECHTSSCHUTZ
VERSICHERUNG

> mehr erfahren