Kinderinvaliditätsversicherung – Schutz für die Familie

Kinderinvaliditätsversicherung – Schutz für die Familie

Kinderinvaliditätsversicherung als finanzielles Sicherheitsnetz – wenn ein Kind durch Krankheit oder Unfall dauerhaft beeinträchtigt ist und Unterstützung braucht.

Kinderinvaliditätsversicherung – das sollten Sie wissen.

🌟 Einleitung

Marcus Wacker Geschäftsführer
Marcus Wacker, Geschäftsführer,Spezialist für Unfall- und Einkommensabsicherung

Wenn ein Kind dauerhaft gesundheitlich eingeschränkt ist, verändert das nicht nur den Alltag – es verändert die komplette Finanzlogik einer Familie. Oft entstehen zusätzliche Kosten (Therapie, Hilfsmittel, Umbauten, Fahrten, Betreuung), während gleichzeitig ein Elternteil beruflich kürzertreten muss. Das Risiko ist dabei nicht nur „Unfall“. In der Realität sind es sehr häufig Krankheiten, Entwicklungsstörungen oder neurologische Themen, die langfristige Einschränkungen verursachen.

Genau hier setzt die Kinderinvaliditätsversicherung an. Sie zahlt eine monatliche Rente, wenn ein Kind invalid wird – also dauerhaft so beeinträchtigt ist, dass eine definierte Invalidität vorliegt. Der große Unterschied zu vielen klassischen Kinder-Unfallversicherungen: Eine Kinderinvaliditätsversicherung kann je nach Tarif nicht nur Unfälle, sondern auch Krankheiten als Ursache abdecken. Und genau das ist für viele Familien der zentrale Punkt.

Auf dieser Seite zeigen wir:

  • was eine Kinderinvaliditätsversicherung genau ist,
  • wie sie sich von Unfallversicherung und Kinder-BU unterscheidet,
  • welche Definitionen und Bedingungen entscheidend sind,
  • wie Sie Rentenhöhe, Laufzeit und Bausteine sinnvoll planen,
  • und welche Fehler Eltern am häufigsten machen.

„💡 Tipp: Der stärkste Kinderschutz ist der, der zur Realität passt: Nicht nur Unfallrisiken, sondern auch Krankheitsrisiken und die wirtschaftlichen Folgen für die Familie müssen mitgedacht werden.“

1. Was ist eine Kinderinvaliditätsversicherung genau? 🧱

Eine Kinderinvaliditätsversicherung (KIV) ist eine private Absicherung, die eine monatliche Rente zahlt, wenn ein Kind dauerhaft so stark gesundheitlich beeinträchtigt ist, dass die vertraglich definierte Invalidität erreicht wird. Der Kern ist nicht „Krankheit bezahlen“, sondern Familien-Stabilität schaffen, wenn sich der Alltag über viele Jahre fundamental verändert.

Der praktische Nutzen wird oft unterschätzt, weil Eltern beim Wort „Invalidität“ an Extremfälle denken. In der Realität geht es um Situationen, in denen ein Kind dauerhaft Unterstützung braucht – und dadurch Zeit, Organisation und Einkommen der Eltern dauerhaft unter Druck geraten. Das ist der eigentliche Kostentreiber: nicht die eine Rechnung, sondern die neue Struktur des Lebens.

Was KIV im Familienalltag wirklich abfedert:

  • Einkommensrisiko: Ein Elternteil reduziert Arbeitszeit, wechselt Job oder fällt phasenweise aus, weil Betreuung, Termine und Schul-/Therapieorganisation dauerhaft Zeit binden.
  • Dauerhafte Zusatzkosten: Therapien, Hilfsmittel, Fahrten, Fördermaßnahmen, Assistenz, Entlastung.
  • Lebensumfeld anpassen: Wohnung/Haus, Fahrzeug, Wege, Ausstattung – oft nicht einmalig, sondern über Jahre immer wieder.
  • Planungssicherheit: Eine Rente ist ein monatlicher „Puffer“, der nicht nach 3 Monaten weg ist.
MerkmalBeschreibung
Leistungmonatliche Rente (vereinbart)
AuslöserInvalidität nach Vertragsdefinition
Ursacheje nach Tarif Unfall und/oder Krankheit
Zielfinanzielle Stabilität der Familie, langfristige Versorgung
Verwendungfrei verwendbar (Therapie, Betreuung, Umbau, Ausgleich Einkommen)
Laufzeitmeist bis Endalter des Kindes (z. B. 18/25/27) oder länger

📘 Beachte: KIV ist kein „Luxus“, sondern ein Konzept gegen das Langstrecken-Risiko: Wenn ein Kind dauerhaft eingeschränkt ist, wird das Familienbudget nicht einmal getroffen – sondern jeden Monat.

2. Unterschied zur Kinder-Unfallversicherung, Kinder-BU & Grundfähigkeit ⚖️

Eltern vergleichen häufig „Kinderprodukte“ nach dem Motto: „Was ist am umfassendsten?“ Sinnvoller ist die Frage: Welches Produkt zahlt wofür – und warum? Denn die Produkte lösen komplett unterschiedliche Probleme.

  • Kinder-Unfallversicherung: zahlt typischerweise bei Unfallfolgen (oft Kapital, teils Rente). Stark, wenn ein Unfall passiert – schwächer, wenn eine Krankheit die Ursache ist.
  • KIV: zahlt, wenn dauerhafte Invalidität vorliegt (je nach Tarif Unfall und/oder Krankheit). Stark, weil sie den langfristigen Bedarf über eine Rente abfedert.
  • Grundfähigkeit (Kind): zahlt, wenn definierte Fähigkeiten nach Katalog verloren gehen. Stark, weil die Kriterien oft klarer sind – Grenze: Kataloglogik, nicht „alles“.
  • Kinder-BU: versucht Beruf/Schule/Status abzusichern (je nach Tarif). Kann sinnvoll sein, ist aber häufig anspruchsvoller in Annahme und Logik.

Der wichtigste Denkfehler: „Kinderunfall reicht doch.“ Das stimmt nur, wenn man Unfall als Hauptursache annimmt. Viele dauerhafte Einschränkungen entstehen aber durch Krankheit – und dort kann Unfall nicht helfen.

ProduktZahlt typischerweise, wenn …StärkeGrenze
Kinder-UnfallversicherungUnfall + Folgenoft günstig, klare EreignislogikKrankheit meist nicht abgedeckt
KinderinvaliditätsversicherungInvalidität (je Tarif Unfall und/oder Krankheit)langfristige Rente möglichDefinitionen/Hürden entscheiden
Grundfähigkeitsversicherung (Kind)Fähigkeiten nach Katalog fallen wegoft klare KriterienKatalog begrenzt
Kinder-BUKind kann Schule/Beruf-Logik nicht erfüllen (tarifabhängig)nah am ArbeitskraftschutzAnnahme/Regeln oft anspruchsvoll

⚠️ Achtung: Wenn Ihr eigentliches Ziel „Schutz bei dauerhafter Einschränkung – egal wodurch“ ist, dann ist eine reine Unfalllösung oft eine halbe Antwort.

3. Was bedeutet „Invalidität“ – und warum Definitionen entscheidend sind 🧩

Bei der KIV ist „Invalidität“ kein Alltagswort, sondern ein juristisch-medizinischer Trigger. Es reicht nicht, dass ein Kind „lange krank“ ist. Es muss eine dauerhafte und erhebliche Einschränkung vorliegen – so, wie der Tarif es definiert.

Drei Stellschrauben entscheiden, ob aus „Problem“ auch „Leistung“ wird:

  1. Schwelle/Grad
    Ab wann gilt ein Kind als invalid? Manche Tarife arbeiten mit Prozent- oder Schweregraden oder Funktionskriterien. Je höher die Hürde, desto häufiger die Enttäuschung.
  2. Dauer/Prognose
    Wie lange muss die Einschränkung bestehen oder voraussichtlich bestehen? Hier entstehen oft Wartephasen, in denen Familien schon Belastung haben, aber noch keine Leistung.
  3. Ursachenwelt
    Deckt der Tarif Krankheit wirklich ab – oder nur Unfall? Und wie wird „angeboren“, „entwicklungsbedingt“ oder „psyche/Neurologie“ behandelt? Genau dort liegen die häufigsten Stolpersteine.

Was „gute“ Definitionen in der Praxis bedeuten:

  • Kriterien sind kindgerecht (nicht auf Erwachsenenlogik gebaut).
  • Es gibt nachvollziehbare Auslöser, die in Gutachten/Arztberichten abbildbar sind.
  • Der Tarif ist nicht so eng, dass er nur bei seltenen Extremfällen wirkt.
PunktWarum entscheidendRisiko, wenn schlecht geregelt
Grad/Schwelleab wann entsteht Rentenanspruch?Kind ist eingeschränkt, aber keine Leistung
Dauer/Prognosewann gilt es als „dauerhaft“?lange Phase ohne Rente trotz Belastung
UrsacheKrankheit eingeschlossen oder nicht?größte Lücke bei typischen Ursachen

📘 Beachte: Bei KIV ist „hohe Rente“ zweitrangig, wenn die Definitionen zu eng sind. Erst Auslöser verstehen, dann über Rentenhöhe sprechen.

4. Leistungen & Bedingungen – wann wird die Rente gezahlt? 📦

Im Leistungsfall zählt weniger „wie schlimm fühlt es sich an“, sondern was medizinisch dokumentiert ist und ob es in die Vertragsdefinition passt. Der Ablauf ist meist: Meldung → Unterlagen → Prüfung → Entscheidung → ggf. Nachprüfung.

Was Versicherer typischerweise prüfen:

  • Diagnose und Verlauf (Befunde, Arztberichte, Klinikberichte)
  • funktionale Einschränkungen (was kann das Kind dauerhaft nicht / nur eingeschränkt?)
  • Dauer und Prognose (voraussichtliche Dauerhaftigkeit)
  • Einstufung nach Tariflogik (Schwellen, Kriterien, ggf. Gutachten)

Was in der Praxis „gute Bedingungen“ ausmacht:

  • Beitragsbefreiung im Leistungsfall (Sie zahlen nicht weiter, wenn die Leistung läuft)
  • klare Nachprüfungsregeln (transparent, nicht willkürlich)
  • faire Mitwirkung/Obliegenheiten (Fristen, Mitwirkung, Nachweise realistisch)
  • verständliche Leistungsauslöser (damit Eltern nicht im Nebel stehen)

Was Eltern im Alltag wirklich brauchen, sobald es ernst wird:

  • Geld, das monatlich kommt (nicht einmalig verpufft)
  • Flexibilität (weil jede Familie andere Baustellen hat)
  • einen Prozess, der nicht durch fehlende Unterlagen blockiert
BedingungspunktWoran Sie es erkennenWarum es hilft
klare Auslöserverständliche Schwellen/Kriterienweniger Streit, schnellere Einordnung
faire Nachweiserealistische Unterlagenanforderungenweniger Rückfragen/Verzögerung
Beitragsbefreiungausdrücklich geregeltentlastet Budget sofort
Nachprüfungtransparent beschriebenPlanbarkeit über Jahre
Fristen/Obliegenheitenklar, praktikabelverhindert formale Fallstricke

💡 Tipp: Legen Sie eine „Kinderakte“ an (U-Heft-Kopien, Diagnosen, Therapieberichte, Entwicklungsberichte). Im Leistungsfall gewinnen nicht die Lauten, sondern die Sauberen.

5. Rentenhöhe & Laufzeit – wie planen Eltern richtig? 🎯

Viele wählen die Rente „aus dem Bauch“ (500, 1.000, 1.500 €). Besser ist eine Planungslogik, die zwei Dinge abbildet:

  1. Zusatzkosten des Kindes (Therapien, Hilfsmittel, Fahrten, Assistenz)
  2. Einkommenslücke der Eltern (Zeitverlust ist oft der größte Block)

Ein praxistauglicher Denkrahmen:

  • Was kostet Entlastung pro Monat realistisch (Fahrten, Betreuung, Assistenz)?
  • Wie viel Arbeitszeit würde ein Elternteil reduzieren müssen?
  • Welche Fixkosten laufen weiter (Kredit, Miete, Versicherungen)?
  • Welche Lebensphase ist kritisch (Kleinkind, Schulzeit, Übergang Ausbildung)?

Zur Laufzeit: „Bis 18“ klingt logisch, ist aber oft zu kurz gedacht. Gerade Übergänge (Ausbildung/Studium, Verselbstständigung, therapeutische Kontinuität) sind häufig die Phasen, in denen die Unterstützung weiterhin nötig ist. Eine zu kurze Laufzeit erzeugt die klassische „Schutzlücke genau dann, wenn’s noch nicht vorbei ist“.

PlanungsfrageWas Sie damit klärenTypische Wirkung auf die Rente
Fixkosten/Monatwas muss sicher weiterlaufen?Mindeststabilität definieren
Arbeitszeitverlust Elternwie groß ist die Einkommenslücke?oft größter Rententreiber
Zusatzkosten KindTherapie/Hilfsmittel/Fahrtenrealistische Mehrkosten abbilden
Entlastungsbedarfwas müssen Sie einkaufen?verhindert „Überlastung statt Kosten“
Laufzeit-Endalterwie lange kann Bedarf bestehen?Schutzlücke vermeiden

⚠️ Achtung: Zu niedrig ist nicht „sparsam“, sondern riskant. Wenn die Rente nur ein Symbolbetrag ist, bleibt die Familie trotzdem gezwungen, an Betreuung, Therapie oder Arbeitszeit zu sparen.

6. Beiträge & Kosten – wovon der Preis abhängt 💶

Der Beitrag wirkt bei Kinderprodukten oft „harmlos“, bis man versteht, was den Preis wirklich treibt: Nicht Marketing, sondern Ursachenwelt + Definition + Laufzeit + Rentenhöhe.

Typische Preislogik in der Realität:

  • Krankheit mitversichert macht den Vertrag deutlich „wertvoller“ – und häufig teurer.
  • Längere Laufzeit kostet, schützt aber genau vor dem Lückenrisiko.
  • Höhere Rente ist linear sichtbar, aber nur sinnvoll, wenn Definitionen realistisch sind.
  • Gesundheitsangaben entscheiden über Annahme, Zuschläge oder Ausschlüsse.

Die wichtigste Beitragsregel bleibt aber simpel: Eine Absicherung ist nur gut, wenn sie durchgehalten wird. Ein Vertrag, der nach 2–3 Jahren wegen Budgetdruck beendet wird, hat genau im kritischen Zeitraum keinen Wert.

FaktorWirkung auf BeitragWarum das so ist
Rentenhöhehöher = teurermehr Monatsleistung
Laufzeit/Endalterlänger = teurerlängere Risikophase
Ursache Krankheit enthaltenoft deutlich teurerbreiteres Risiko als Unfall
Annahme/GesundheitZuschlag/Ausschluss möglichRisiko wird individuell bewertet
Tarifdefinitionenindirekt preisrelevant„leichter auslösbar“ kostet mehr

📘 Beachte: Der beste Preis ist nicht „niedrig“, sondern „tragbar“. Tragbar schlägt maximal – weil Stabilität über Jahre der eigentliche Nutzen ist.

7. Gesundheitsprüfung & Annahme – worauf Eltern achten müssen 🩺

Bei KIV scheitern viele nicht am „Willen“, sondern am Prozess: Eltern beantragen „einfach mal“, Angaben sind unvollständig oder ungenau, und dann gibt es Rückfragen oder – schlimmer – eine Ablehnung, die später neue Anträge schwieriger macht.

Die sauberste Strategie ist: erst Fakten sammeln, dann beantragen.

Wichtig ist dabei nicht Perfektion, sondern Konsistenz:

  • Was wurde wann diagnostiziert?
  • Gab es Therapien, Auffälligkeiten, Entwicklungsverzögerungen?
  • Welche Untersuchungen liefen? Was wurde dokumentiert?
  • Was steht im U-Heft / Arztbriefen?

Bei Kindern sind „kleine“ Themen oft die, die Fragen auslösen: wiederkehrende Atemwege, Allergien, Entwicklungsauffälligkeiten, Ergo/Logo, Klinikaufenthalte. Das ist nicht „schlimm“ – aber es muss sauber angegeben werden.

SchrittWas Sie tunWarum das wichtig ist
1U-Heft & Arztkontakte sichtenvollständiger Überblick statt Erinnerungslücken
2Diagnosen/Therapien chronologisch notierenKonsistenz für den Antrag
3Befunde/Arztberichte anfordern (wenn nötig)belastbare Fakten statt „schätzen“
4Gesundheitsangaben vollständig machenschützt vor späteren Diskussionen
5erst dann beantragenreduziert Ablehnungs- und Nachfragenrisiko

⚠️ Achtung: „War nur einmal“ ist kein gutes Antragsprinzip. Entscheidend ist, was dokumentiert ist – nicht, wie harmlos es sich angefühlt hat.

8. Sinnvolle Bausteine & Kombinationen im Familienkonzept 🔄

KIV ist stark, aber nicht „alles“. Familien werden stabiler, wenn die Bausteine logisch zusammenspielen – ohne Überversicherung und ohne Lücken.

Die wichtigste Wahrheit im Familienbudget: Das größte Risiko ist häufig nicht das Kind selbst, sondern das Einkommen der Eltern. Wenn ein Elternteil beruflich ausfällt oder reduziert, kippt die Finanzierung oft schneller als durch einzelne Kinderkosten. Deshalb ist KIV im Konzept besonders stark, wenn Elternschutz (Arbeitskraft) daneben sauber steht.

Eine sinnvolle Kombilogik sieht häufig so aus:

  • KIV: Langfristige Stabilität bei dauerhafter Einschränkung des Kindes
  • Kinder-Unfall: Ereignislogik + schnelle Extras bei Unfällen (optional)
  • Eltern-BU/EU: größter Budgethebel der Familie
  • Haftpflicht (Familie): Pflichtschutz im Alltag
BausteinZweckWarum er KIV ergänzt
Kinder-UnfallUnfallfolgen (oft Kapital/Extras)schneller Puffer bei Ereignis
Eltern-BU/EUEinkommen der Elternstabilisiert Familienbudget am stärksten
Dread Disease (Eltern)Liquidität bei DiagnoseEntschuldung/Umstellung sofort möglich
Pflegeabsicherung Kind (optional)Pflegekostenlogikkann bei Pflegebedarf zusätzlich entlasten
HaftpflichtDrittschädenAlltagspflichtschutz, unabhängig vom Kinderthema

💡 Tipp: Wenn das Budget begrenzt ist, priorisieren viele Familien zuerst Eltern-Arbeitskraft (BU/EU) und dazu eine saubere Kinderlösung (KIV oder GF). „Alles ein bisschen“ ist oft schlechter als „zwei Hebel richtig“.

9. Typische Fehler & Stolperfallen beim Kinderschutz 🚫

Die Enttäuschungen entstehen fast immer aus denselben Gründen: falsche Erwartung, falsche Priorität oder zu wenig Blick auf Definitionen und Laufzeit.

Die häufigsten Fehler – und warum sie so weh tun:

  • Nur Unfall versichert: Krankheit bleibt offen, obwohl sie oft die Ursache für dauerhafte Einschränkungen ist.
  • Nur Rentenhöhe angeschaut: hohe Zahl beruhigt, aber Definitionen entscheiden über Auszahlung.
  • Zu kurze Laufzeit: Vertrag endet, während Bedarf weiterläuft (Übergänge sind kritische Phasen).
  • Rente zu niedrig: es entsteht keine echte Entlastung – Eltern reduzieren trotzdem Arbeit, aber ohne finanzielle Kompensation.
  • Unsaubere Gesundheitsangaben: Stress im Leistungsfall oder schon im Antrag durch Nachfragen/Ablehnung.
FehlerFolgeBesser
nur Unfall versichertKrankheit bleibt LückeUrsache bewusst wählen
nur auf Beitrag geschautDefinitionen übersehenBedingungen prüfen
Rente zu niedrigkaum EntlastungFixkosten-/Einkommenslogik
Laufzeit zu kurzSchutzlückeEndalter realistisch setzen
Unterlagen fehlenLeistungsfall schwererDokumentation pflegen

📘 Beachte: Kinderschutz ist kein „Haken dran“-Kauf. Es ist Definition + Laufzeit + Rentenlogik. Wer diese drei sauber macht, hat im Ernstfall echte Stabilität statt Scheinsicherheit.

10. FAQ – 6 wichtige Fragen zur Kinderinvaliditätsversicherung ❓

Was ist der größte Unterschied zur Kinder-Unfallversicherung?

Die Unfallversicherung fokussiert auf Unfallereignisse. Eine Kinderinvaliditätsversicherung kann – je nach Tarif – auch Invalidität durch Krankheit abdecken und zahlt typischerweise eine laufende Rente bei dauerhafter Einschränkung.

„💡 Tipp: Wenn Sie nur einen Vertrag wählen können, entscheiden Sie zuerst: Soll Krankheit mit abgesichert sein? Das ist häufig der entscheidende Punkt.“

Zahlt die Kinderinvaliditätsversicherung sofort nach Diagnose?

In der Regel nicht „bei Diagnose“, sondern bei dauerhafter Invalidität nach Vertragsdefinition. Es geht um die langfristige Beeinträchtigung, nicht um den Moment der Krankheit.

„📘 Beachte: Prüfen Sie die Bedingungen: Ab wann gilt eine Einschränkung als dauerhaft und ab welchem Invaliditätsgrad wird gezahlt?“

Wie hoch sollte die Invaliditätsrente sein?

Planen Sie nach Familienbedarf: zusätzliche Kosten plus mögliche Einkommenslücke, wenn ein Elternteil weniger arbeitet. In vielen Fällen ist eine Rente sinnvoll, die monatlich spürbar entlastet und nicht nur symbolisch wirkt.

„⚠️ Achtung: 200–300 € sind schnell „weg“, bevor sie überhaupt helfen. Kinderschutz muss Entlastung schaffen – sonst ist er psychologisch, aber nicht wirtschaftlich wirksam.“

Bis zu welchem Alter sollte die Absicherung laufen?

Mindestens bis ins junge Erwachsenenalter ist häufig sinnvoll. Denn Unterstützungsbedarf endet nicht automatisch mit 18. Übergänge (Ausbildung, Studium, Selbstständigkeit) können gerade bei Einschränkungen länger dauern.

„💡 Tipp: Denken Sie an den Zeitraum, in dem Ihr Kind finanziell und organisatorisch am stärksten auf Unterstützung angewiesen wäre – nicht an „gesetzliche Volljährigkeit“.“

Was passiert, wenn sich der Gesundheitszustand später verbessert?

Viele Verträge sehen Nachprüfungen vor. Wenn die Voraussetzungen nicht mehr erfüllt sind, kann die Rente reduziert oder beendet werden. Das ist grundsätzlich normal – wichtig ist, dass die Regeln transparent und fair sind.

„📘 Beachte: Prüfen Sie, wie Nachprüfungen geregelt sind. Transparenz hier bedeutet weniger Unsicherheit im laufenden Leistungsbezug.“

Ist eine Kinder-BU nicht besser?

Eine Kinder-BU kann sehr stark sein, ist aber je nach Konstellation anspruchsvoll, erklärungsbedürftig und nicht immer die beste Erstlösung. Kinderinvalidität ist oft alltagsnäher, weil sie an dauerhafte Einschränkungen anknüpft. Was besser passt, hängt von Ziel, Budget und Annahmemöglichkeiten ab.

„💡 Tipp: Ein gutes Konzept startet mit der Frage: Welches Risiko bedroht unsere Familie finanziell am stärksten – Unfall, Krankheit mit Dauerschaden oder späterer Ausfall der Arbeitskraft? Danach wird entschieden.“

11. Fazit – Kinderschutzkonzept mit MAWA Finanz 🧭

Kinderinvaliditätsversicherung – Schutz für die Familie | MAWA Finanz

Die Kinderinvaliditätsversicherung ist ein starker, aber erklärungsbedürftiger Baustein.
Sie bietet:

  • eine monatliche Rente bei dauerhafter Invalidität,
  • je nach Tarif Absicherung nicht nur bei Unfall, sondern auch bei Krankheit,
  • freie finanzielle Mittel für Therapie, Hilfen, Umbauten und Entlastung,
  • Stabilität für die gesamte Familie, wenn sich Alltag und Einkommen verändern.

Gleichzeitig gilt:

  • Entscheidend sind Definitionen, Schwellen und Laufzeit – nicht nur der Monatsbeitrag.
  • Eine zu niedrige Rente wirkt oft nur symbolisch.
  • Eine zu kurze Laufzeit erzeugt genau die Lücke, die Eltern vermeiden wollten.

Ein durchdachtes Familienkonzept könnte z. B. so aussehen wie:

  • Kinderinvaliditätsrente in sinnvoller Höhe,
  • ergänzende Unfallabsicherung (je nach Bedarf),
  • Arbeitskraftschutz der Eltern (BU/EU/Krankentagegeld),
  • finanzielle Puffer und klare Notfallstruktur (Fixkosten, Rücklagen).

MAWA Finanz unterstützt Sie dabei:

  • den Familienbedarf realistisch zu berechnen (Kosten + Einkommenslogik),
  • Tarife inhaltlich zu vergleichen (Ursachen, Definitionen, Nachweise, Nachprüfung),
  • Rentenhöhe und Laufzeit so zu planen, dass der Schutz tragfähig ist,
  • und ein Familienkonzept zu bauen, das nicht nach Prospekt klingt, sondern im Alltag funktioniert.

„📘 Beachte: Kinderschutz bedeutet nicht „alles versichern“, sondern das Existenzrisiko der Familie zu stabilisieren. Eine gute Kinderinvaliditätsversicherung ist genau dann wertvoll, wenn sie Entlastung schafft – finanziell, organisatorisch und emotional.“

RECHTSSCHUTZ
VERSICHERUNG

> mehr erfahren

TERMIN
VEREINBAREN

> mehr erfahren

BERUFSUNFÄHIGKEIT
VERSICHERUNG

> mehr erfahren

UNFALL
VERSICHERUNG

> mehr erfahren